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Region Cham
Sonntag, 19. November 2017 5

gemeinderat

Wer zwei eine Mauer sanieren wollen...

In Lam wollen die Gemeinde und die Pfarrei zwei Abschnitte eines Objekts erneuern. Das Projekt erweist sich als bürokratischer als gedacht.

Der Wanderweg zum Osser (Künische Kapelle bis Bergwachthaus) nach der Sanierung. Foto: kli

Lam.Sanierungsbedarf besteht an der Trockenmauer hinter dem Rathaus, sowohl im oberen Teil, der zum Friedhof gehört, als auch im unteren Abschnitt, der im gemeindlichen Besitz ist. Es wurden von Ingenieurbüros und dem Amt für Denkmalschutz Sanierungsempfehlungen eingeholt. Es hieß, das Wasser aus Richtung Friedhofgelände sammle sich im dortigen Bereich und drücke gegen die Mauer. Es sei also Sache der Pfarrei, dort eine Drainage einzubauen. Auch für den gemeindlichen Teil wurde geraten, eine Drainage zu errichten.

Kosten erscheinen zu hoch

Die Sanierung des auf gemeindlichem Grund befindlichen Mauerabschnitts veranschlagte der Planer mit 162 000 Euro. Zuschüsse von Bezirk, Landesentwicklung, Denkmalschutz und Landkreis vermindern den Eigenanteil der Gemeinde auf 111 200 Euro. Dies erschien dem Bürgermeister und den Räten dennoch zu hoch.

Eine andere Planungsvariante schlug vor, eine Erdböschung im Verhältnis 1 zu 1,5 anzulegen und an ihrem Fuß das Wasser abzuleiten. Diese Sanierung würde 26 000 Euro kosten.

Da der Anteil der Pfarrei an die Sanierungsempfehlung des Amtes für Denkmalpflege gebunden ist, wird eine gemeinsame Renovierung vom Marktrat aktuell als nicht realisierbar angesehen.

Marktrat Paulus meinte: „Wir müssen die Abschnitte getrennt instand setzen, falls der Markt den Alleingang mit der günstigeren Kostenvariante wählt.“ Bevor die Kommune starte, bestehe Handlungsbedarf durch die Pfarrei, die zuerst das Drainagewasser auf der Innenseite wegleiten müsse.

Die Zeit dränge, darum sollten die Arbeiten im Januar ausgeschrieben und im Frühjahr ausgeführt werden. Der Mauerteil der Pfarrei sei ebenfalls mit 150 000 Euro Sanierungskosten veranschlagt. Es müsse geprüft werden, ob es förderschädlich sei, wenn zwei getrennte Vorgehensweisen eingeschlagen würden. Der Marktrat zeigte sein Einverständnis nochmals mit den Fachstellen in Kontakt zu treten, um eine möglichst günstige Lösung zu finden.

Die Mittagsverpflegung im Kinderhaus „St. Ulrich“ läuft derzeit im Gruppenraum ab und ist daher problematisch. „Da der Bedarf an einer Verkostung steigend ist, bräuchten wir dafür einen separaten Raum“, betonte Bürgermeister Paul Roßberger bei der Sitzung am Montagabend. Es sei deshalb angedacht, an die bestehende Küche außen einen Essensraum anzubauen. Das Gremium befürwortete die Pläne.

Dem Marktrat wurde eine Planungsskizze vorgelegt, außerdem gab es Informationen zur Finanzierung. Der Bürgermeister sagte, man werde eventuell den Anbau etwas großzügiger gestalten, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Marktrat Gerd Paulus, der gleichzeitig Kirchenpfleger ist, bedankte sich namens der Pfarrei bei Kämmerin Susanne Amberger, die sich durch „den Dschungel von Richtlinien gekämpft hat“. Wenn ein Förderbescheid vorliege, werde die Pfarrei bei der Diözese um eine Mittelbereitstellung nachsuchen. Konrad Kellner sagte, dass der Anbau auch vom Elternbeirat sehr begrüßt wird.

Weg am Osser ausgebessert

Bei der alljährlichen Instandhaltung von Wanderwegen wurde seitens der Marktgemeinde Lam ins Arbeitsprogramm des Naturpark Oberer Bayerischer Wald wieder ein Abschnitt des Hauptwanderweges zum Osser eingestellt. Heuer wurde das Stück von unterhalb der Künischen Kapelle bis zum Bergwachthaus in Angriff genommen. Neben dem Wiederherstellen und Vertiefen der wasserausleitenden Gräben wurde neues Material aufgefahren und eingebracht. Insgesamt hat die Firma Fischl auf der gesamten Länge ein Schrägprofil erstellt, so dass das Wasser großflächig vom Weg abgeleitet wird. Auch wurde vorgesorgt, dass nicht wieder ähnliche Schäden wie bisher entstehen können. Insgesamt baute und verdichtete die Firma Fischl aus Viechtach auf einer Länge von über 200 Meter über 300 Tonnen Frostschutz für eine Gesamtsumme von knapp 16 500 Euro. (kli)

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