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Region Cham
Montag, 18. Dezember 2017 3

Sport

Wird JFG Regenbogen zum Auslaufmodell?

Die SpVgg Mitterdorf und der SV Mitterkreith kündigten ihren Austritt aus der Rodinger Jugendfördergemeinschaft an.

Die neugewählte Vorstandschaft mit Bürgermeister Reichold und Sportreferenten Muhr und Dr. Schoierer Foto: rsr

Roding.Die Jahresversammlung der Jugendfördergemeinschaft (JFG) verlief am vergangenen Freitagabend im Mitterdorfer Sportheim zu Beginn noch sehr harmonisch und auch die anstehenden Neuwahlen gingen reibungslos über die Bühne. Bürgermeister Franz Reichold und Sportreferent Dr. Reinhold Schoierer hielten noch ein Plädoyer für die Juniorenfördergemeinschaft, doch beim Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ kam der Paukenschlag. Mit der SpVgg Mitterdorf und dem SV Mitterkreith kündigten zwei Mitgliedsvereine ihren Austritt aus der JFG zum 30. Juni 2018 an.

Zahlreiche Aktivitäten

Vorsitzender Simon Graßl freute sich bei seiner Begrüßung über ein volles Haus und das rege Interesse an der JFG. Neben Bürgermeister Franz Reichold galt sein Gruß den Sportreferenten der Stadt, Roding Anette Muhr und Dr. Reinhold Schoierer sowie Stadtrat Sebastian Meier. Bei seinem Rückblick sprach Graßl die Aktivitäten wie eigene Hallenturniere, Hallenkreismeisterschaften sowie die Fahrt zum Länderspiel Deutschland gegen San Marino an. Sein Dank galt den Sponsoren, insbesondere der Stadt Roding für die tatkräftige Unterstützung.

„Die JFG ist ein wichtiger Bestandteil im sportlichen Umfeld der Stadt Roding“, betonte Bürgermeister Reichold. „Die Palette der Freizeitangebote für Kinder wird immer größer und somit wird es immer schwieriger die Kinder, die zudem immer weniger werden, für Fußball zu begeistern. Die JFG ermöglicht es, dass die fußballinteressierten Buben und Mädchen auch im Spielbetrieb aktiv sein können. Bei einem Konstrukt mit mehreren Vereinen unter einem Dach gab und gibt es immer wieder Spannungen, doch diese wurden von JFG-Verantwortlichen ausgehalten und geklärt“, dankte er der Vorstandschaft.

Sportreferent Dr. Reinhold Schoierer stieß ins gleiche Horn und betonte, dass die Jugendarbeit im Stadtgebiet konzentriert werden müsse, damit alle Jahrgänge bzw. Teams besetzt werden können. „Der Nachwuchs ist die Zukunft für den Seniorenbereich.“ Als gemeinsame Aufgabe bezeichnete er die Akquirierung qualifizierter Trainer, damit das Leistungsniveau gesteigert werden kann.

Die Trainerberichte fielen fast alle ernüchternd aus. „Die A-Jugend belegt in der Kreisliga den letzten Platz und die B-Jugend Rang acht in der Gruppe“, informierte Thomas Ruhland. Aufgrund Spielermangels mussten die B-Jugendlichen in der A-Jugend aushelfen und hatten somit eine Doppelbelastung zu schultern.

Etwas positiver fiel der Bericht von Georg Gleixner für die C-Junioren aus. „Es stehen 19 Spieler zur Verfügung und wir belegen derzeit Rang acht in einer sehr starken Kreisliga. Wir hoffen, den Klassenerhalt am letzten Spieltag perfekt machen zu können.“

Die neue Vorstandschaft

  • 1. Vorsitzender:

    Christian Roth

  • 2. Vorsitzender:

    Thomas Schlaghaufer

  • Kassier:

    Ulli Kraus

  • Schriftführer:

    Bernhard Preis

  • Beisitzer:

    Markus Luger, Georg Gleixner, Max Böhm

  • Kassenprüfer:

    Rainer Schmid und Sebastian Meier

Bei der D-1 kämpft Max Böhm mit einem geschrumpften Kader und hofft künftig wieder auf Zugänge. Ähnliche Probleme stehen Lothar Schmidbauer mit der D-2 auf der Tagesordnung. Mit Trainingsfleiß und Teamgeist konnte aber ein beachtlicher 3. Platz erreicht werden. Schmidbauer monierte noch das geringe Interesse der Eltern, sich für Fahrdienste zur Verfügung zu stellen.

Nach diesen weniger erfreulichen Fakten konnte Schatzmeister Ulli Kraus zumindest einen positiven Kassenbericht abliefern, den er auf die Sponsorengelder und die Erlöse aus den Hallenturnieren zurückführte. Kassenprüfer Rainer Schmid attestierte Ulli Kraus eine übersichtliche und einwandfreie Führung der Finanzgeschäfte und der Entlastung der Vorstandschaft stand nichts im Wege.

Reibungslos und flott wurden die Neuwahlen von Dr. Reinhold Schoierer, Anette Muhr und Rainer Schmid abgewickelt.

Christian Roth bedankte sich im Namen der neugewählten Vorstandschaft für das entgegengebrachte Vertrauen. „Die Hallenturniere beginnen am 9./10. Dezember und bei der Meldung der Mannschaften für die nächste Saison wird es eine Änderung geben. Aufgrund Spielermangel kann leider keine B-Jugend in den Spielbetrieb gehen. Wie es im Sommer weitergeht, muss dann neu bewertet werden“, informierte Roth.

Klärendes Gespräch notwendig

„Ende gut – alles gut“ trat dann leider nicht ein. Beim Punkt Wünsche und Anträge meldete sich der Fußballabteilungsleiter der SpVgg Mitterdorf Florian Nicklas und verkündete, dass die SpVgg die Mitgliedschaft bei der JFG zum 30.06.2018 kündigen werde. Viele erstaunte Gesichter im Sportheim und dem nicht genug. Für den SV Mitterkreith kündigte Spartenleiter Lothar Schmidbauer den gleichen Schritt an. Diese Ankündigungen warfen natürlich Fragen auf und sorgten für reichlich Diskussionsbedarf.

Vorsitzender Christian Roth bat darum, die Diskussion jetzt nicht am Ende der Versammlung im großen Kreis zu entfachen, sondern in einem überschaubaren Teilnehmerkreis sachlich zu besprechen und nach Lösungen zu suchen. Anfang Dezember werden sich die JFG-Verantwortlichen und Vertreter der Stammvereine mit Bürgermeister Reichold und den Sportreferenten zu einem klärenden Gespräch treffen. (rsr)

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