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Region Cham
Dienstag, 26. September 2017 20° 2

Kommune

Zu viel Licht und zu wenig Platz

Der Further Bauausschuss sprach etwa über die Lichtanlage der Firma Wensauer und den Platzbedarf eines Landwirts.
Von Stefan Weber

Der Further Bauausschuss hatte zahlreiche Themen auf seiner Tagesordnung.

Furth im Wald.Neben unproblematischen privaten Baugesuchen hatte sich der Bauausschuss bei seiner Sitzung am Donnerstagabend auch mit diskussionswürdigen Anliegen zu beschäftigen. So mit dem Antrag der Firma Wensauer, die in der Böhmerstaße die Stellplätze für die Fahrzeuge asphaltieren und zusätzlich mehrere Lichtmasten mit rund 18 Metern Höhe errichten will.

Einige Masten stehen bereits. Wie Bürgermeister Sandro Bauer erklärte, hätten sich Anwohner gemeldet, die sowohl auf die Blendwirkung für Autofahrer als auch auf das vermehrte Aufkommen von Insekten aufmerksam gemacht hätten. Stadtrat Franz Former forderte darum Bewegungsmelder und erinnerte daran, dass die Fläche begrünt werden sollte. Letztlich wurde der Antrag zurückgestellt. Bürgermeister Bauer will erst noch mit dem Unternehmer über diese Punkte sprechen und klären, ob nicht auch niedrigere Masten möglich wären.

Ebenfalls für Gesprächsstoff sorgte der Flächennutzungs-Plan für das neue Baugebiet Aufelder. Wie Sachbearbeiter Josef Beer erklärte, sei das Planungsbüro Lemberger noch nicht fertig, da die Größe der Wohn- und Gewerbegebiete nicht eindeutig geklärt sei. Etwas mehr als 20 Bauplätze sollen hier ausgewiesen werden. An diesem Abend ging es aber darum, ob die Flächen, die rund um das Sondergebiet Rettungszentrum übrig bleiben, im Flächennutzungs-Plan wieder als landwirtschaftliche Nutzflächen definiert werden sollten.

Genehmigte Baugesuche

  • Fichtenbacherweg:

    Voranfrage für den Neubau eines Zweifamilienhauses mit Garage

  • Schafberg:

    Voranfrage für ein Einfamilienhaus als Ersatzbau in Nähe des Überschwemmungsgebietes des Pastritz (eine Gegenstimme)

  • Haberseigen:

    Nutzungsänderung für die Errichtung einer betreuten Wohngemeinschaft im zweiten Obergeschoss des bestehenden Hotels

  • Brechhäuserweg:

    Neubau einer Milchviehlaufstallung mit Güllebehälter

  • Pastritzweg:

    Einbau von zwei Schleppgauben in die Dachwohnung

  • Fichtenbacherweg:

    Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage

  • Tradt:

    Erweiterung eines Wohnhauses und Überdachung eines Schuppens

  • Siedlerweg:

    Neubau von drei Reihenhäusern mit Garagen und Stellplätzen

  • Unterer Blätterberg:

    Erneuerung der Koppelfetten mit Dachhaut, Anbau von zwei überdachten Lagerplätzen

  • Norma:

    Erweiterung des Supermarktes von 800 auf 1050 Quadratmeter

  • Oberrappendorf:

    Befreiung für den Bau einer Gabionen-Stützmauer und einen angrenzenden Pool; außerdem Betrieb einer biogasbetriebenen Verbrennungsmotoren-Anlage

  • Grasmannsdorf:

    Erweiterung des Blockheizkraftwerkes um ein drittes Modul

  • Unterdörfl:

    Bau einer biogasbetriebenen Verbrennungsmotoren-Anlage

  • Daberg:

    Errichtung eiens Erdwalls zum Schutz der umliegenden Gewässer im Havarie-Fall der dortigen Biogas-Anlage. (wf)

Mobilfunkmast in Lixenried?

Ein Landwirt habe bereits Probleme mit Baugenehmigungen für Schuppen bekommen, so Bauer. Der Bauausschuss stimmte für diese Lösung. Beer informierte noch darüber, dass auf einem Privatgrund im Ahornweg ein 15Meter hoher Ahorn-Baum gefällt werden müsse, da er zwischen vier 20 Meter hohen Buchen stehe und kein Licht bekomme. Außerdem werden im Ahornweg zehn Spitzahorn entlang der Straße, für die der Standort an sich ungeeignet sei, weshalb die Bäume „krank“ seien, durch fünf Feldahorn ersetzt. Stadtrat Michael Engl merkte noch an, dass er vom Betreiber der „Olm“ auf dem Festplatz, Ludwig Weber, angesprochen worden sei. Er würde die Hütte während des Winters gerne auf dem Festplatz stehen lassen. Bürgermeister Bauer sagte zu, die Anfrage prüfen zu wollen. Er merkte aber an, dass es für „fliegende Bauten“ Fristen gebe, nach denen eine Baugenehmigung notwendig würde. Weiter informierte Engl darüber, dass sich in Lixenried nach dem Verkauf eines Gebäudes, für das ein Vertrag über die Aufstellung eines Mobilfunkmastes bereits besteht, eine Bürgerinitiative bilden will. Er bat die Stadt, gegen den Bau einzuwirken. Bauer sagte dazu, dass die Stadt rechtlich keine Möglichkeiten habe, da der Mast unter zehn Meter hoch und daher nicht genehmigungspflichtig sei. Der neue Besitzer wohne nicht vor Ort, und auch der Vorbesitzer habe die Auflösung des Vertrage nicht erreichen können.

Auch die teilweise ausgefallene Straßenbeleuchtung im Ort sprach Engl an, ebenso die Wahl-Werbetafeln an der Kirche, die – um den Efeu dort zu schonen – nun versetzt werden sollen. Auf Antrag von Oskar Mühlbauer wird eine Prioritäten-Liste für die Reparatur von Straßen erstellt und auf Antrag von Ernst Glaser in Ränkam ein defekter Trinkwasserbrunnen in Stand gesetzt.

Mehrere Aufträge vergeben

Nicht öffentlich wurden noch Aufträge vergeben. So die Innenputz-Arbeiten in der Fachakademie an SAH aus Coburg für 157469Euro. Außerdem der Bau der Sanitärtrennwände an Kemmlit-Bauelemente aus Dussingen (12196 Euro) und die Fassadensanierung, Putz- und Malerarbeiten an die Firma Buschek aus Cham (127634 Euro). Für das Rettungszentrum wurden Jalousien von Rindt aus Furth im Wald (1769 Euro) und der Dielenbelag für den Freisitz von der Firma Hastreiter aus Furth im Wald (3385 Euro) bestellt. Der Auftrag für die Schließanlage ging an die Firma Peschl aus Zwiesel (17051 Euro), die Funkausrüstung kommt von Kuhn aus Schwanstetten (40978 Euro). Darüber hinaus werden verschiedene Asphaltierungsarbeiten in der Stadt durch die Firma Rädlinger aus Cham (107261 Euro) vorgenommen. Die Straßenbaumaßnahmen in Grasmannsdorf (Ortsdurchfahrt), Kühberg und Unterdörfl (landwirtschaftlicher Wegebau) sind aber eigenständige Maßnahmen und somit nicht Bestandteil dieser Auftragsvergabe.

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