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Region Cham
Mittwoch, 17. Januar 2018 6

Zwei gewinnbringende Einrichtungen

Das BHKW des AZV Lamer Winkel, das mit Klärgas betrieben wird und die Kläranlage mit Strom versorgt, bringt gute Zahlen. Foto: krp

Arrach. Zur letzten Sitzung in diesem Jahr traf sich der Abwasserzweckverband (AZV) Lamer Winkel im Gasthof Tanneneck. Nach Behandlung einer kurzen Tagesordnung ließen die Verbandsräte das Jahr bei einem gemeinsamen Essen ausklingen.

AZV-Vorsitzender Sepp Schmid gab die Stellungnahme des Landratsamtes zur Haushaltssatzung 2017 zur Kenntnis. Der AZV rechnet 2016 und 2017 mit einem deutlichen Defizit der kostenrechnenden Einrichtung Abwasser, während das Rechnungsergebnis 2015 mit 2448 Euro positiv war. Hingewiesen wurde auf geringere Einnahmen bei den Benutzungsgebühren sowie Steigerungen bei den Personal-Ausgaben. Durch das Ausscheiden von Herrn Weber zum 31. Dezember 2016 weist der Stellenplan 2017 eine Stelle weniger aus und liegt somit bei 3,51.

Der nächste Besprechungspunkt betraf den Schadensfall bei der Grundstücksentwässerungsanlage eines Hausanschlusses, wo sich der Abwasserschacht sehr weit im Grundstück befunden hat. Während bei der Wasserversorgung die „Nahtstelle“ zwischen privater und öffentlicher Zuständigkeit in der Regel erst im Gebäude und dort hinter der ersten Hauptabsperrvorrichtung auf dem Grundstück verläuft, endet die öffentliche Zuständigkeit bei der Abwasserentsorgung bereits vor dem Kontrollschacht. Ist kein Kontrollschacht vorhanden, endet der Grundstücksanschluss an der Grenze des öffentlichen Straßengrunds zu privaten Grundstücken. Um die Zuständigkeit eingrenzen zu können und im Schadensfall Kosten zu vermeiden, wird künftig eine genaue Definition hinzugefügt. Dieser einstimmig gefasste Beschluss ist gültig für alle Neubauten. Bereits bestehende Grundstücksentwässerungsanlagen genießen Bestandsschutz. Mit beeindruckenden Zahlen und Daten zum Betrieb des Blockheizkraftwerks (BHKW) sowie dessen Entwicklung ab Januar 2014 bis November 2017 wartete Abwassermeister Thomas Weß auf. Gesamteinnahmen von 68 238 Euro stehen 27 071 Euro Kosten gegenüber, womit sich ein sattes Plus von 41 167 Euro ergibt. „Auf acht Jahre hat sich die Maschine abbezahlt, dann fahren wir ein Plus“, so Weß. Verbandsvorsitzender Schmid zeigte die Vorteile gegenüber der vielerorts gängigen Turbinentechnik auf und lobte sein Personal, das mit der eigenverantwortlichen Durchführung kleinerer Wartungen die Kosten im Rahmen hält. „Das Ding schnurrt wie ein Kätzchen und bringt hervorragende Werte gegenüber der alten Anlage“, so Schmid.

Ähnlich gut laufe die PV-Anlage, die sich ebenfalls nach acht Jahren abbezahlt haben wird. Sie sei optimal ausgerichtet und lasse für die Restlaufzeit noch einen schönen Gewinn erhoffen. Sukzessive erwirtschafte sie mindestens das Doppelte, das sie gekostet habe. „Damit haben wir zwei gewinnbringende Einrichtungen“, so Sepp Schmid erfreut. (krp)

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