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Region Cham
Freitag, 19. Januar 2018 7

Zusammenarbeit

Zwei Länder, eine große Aufgabe

Der Landkreis Cham ist für Gerhard Hopp das beste Beispiel, wie Deutschland und Tschechien zu einer Region zusammenwachsen.

Begegnung: MdL Dr. Gerhard Hopp mit seinem tschechischen Kollegen Jan Bartosek Foto: Büro Hopp

Cham.Vieles ist sowohl in Deutschland und Bayern als auch in der Tschechischen Republik in Bewegung. Wie ist die aktuelle Lage in Tschechien nach den Parlamentswahlen? Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Böhmen noch stärker intensiviert werden und welche Rolle kann eine bayerisch-tschechische Parlamentariergruppe dabei spielen?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Arbeitsgesprächs des Chamer CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Gerhard Hopp mit dem Fraktionsvorsitzenden der konservativen KDU-CSL, Jan Bartosek, der in Prag die Funktion als Koordinator der Parlamentariergruppe mit übernommen hat. „Gerade für den Landkreis Cham ist von herausragender Bedeutung, wie sich der politische Kontakt zu unseren Nachbarn entwickelt“, betonte Hopp.

Ein klares Signal

Erfreut zeigte er sich laut einer Pressemitteilung, dass sein Kollege Bartosek klar signalisierte, dass auch nach den Parlamentswahlen in Tschechien der eingeschlagene Weg, auch auf politischer Ebene die Kontakte auszubauen, fortgeführt werden solle. Insbesondere bei der Verkehrsinfrastruktur und der Sicherheit, aber auch bei der Wissenschaft und Bildung könne man viele Themen gemeinsam angehen und besprechen, waren sich Hopp und Bartosek einig.

So habe Bartosek, der aus der Region Budweis stammt, großes Interesse an der Digitalisierung insbesondere im ländlichen Raum – ein Thema, das auch den Landkreis Cham intensiv beschäftige, bestätigte Hopp im Gespräch.

Über 3000 Einpendler

Weitere Treffen sind geplant

  • Dialog:

    Mit regelmäßigen bayerisch-tschechischen Dialogprogrammen in Brüssel, die Gerhard Hopp angestoßen hat und die von der Hanns-Seidel-Stiftung organisiert werden, sollen auf europäischer Ebene Themen miteinander angesprochen werden, die beide Seiten gleichermaßen betreffen.

  • Themen:

    So steht Ende Januar die nächste Zusammenkunft an, bei der Infrastruktur, Wissenschaft und die Zukunft der Regionalpolitik bearbeitet werden sollen, kündigte der CSU-Abgeordnete an.

Der Landkreis sei dabei das beste Beispiel, wie beide Länder zu einem gemeinsamen Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum zusammenwachsen. Über 3000 tschechische Einpendler in den Landkreis trügen zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Aber auch im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich habe sich in den vergangenen Jahren viel Gemeinsames entwickelt, das auch die nicht immer einfache Geschichte beider Länder beispielsweise im Zusammenhang mit Flucht und Vertreibung aufarbeiten helfe.

„Den Weg wollen und müssen wir weiter gemeinsam gehen“, betonte Hopp, der vor allem bei der jüngeren Generation um Verständnis für das europäische Projekt wirbt. „Frieden, Freiheit und Wohlstand mitten in Europa sind keine Selbstverständlichkeit, sondern hart erarbeitet“, sagte Hopp. „Wir sind vom Rande ins Herzen Europas gerückt.“ Diese Chance müsse gemeinsam angegangen werden. Viele Anliegen könnten grenzüberschreitend besser gelöst werden.

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