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Region Cham
Montag, 22. Januar 2018 7

Politik

Zwischen Umgehung und Abschied

Im Chamerauer Gemeinderat ist die Freude über das Baurecht für die Ortsumgehung groß, ein neuer Standesbeamter ist gefunden.
Von Martin Schönhuber

Der Gemeinderat tagte diesmal in der Haidsteiner Hütte. Foto: kmi

Chamerau.Die letzte Sitzung des Jahres des Chamerauer Gemeinderates fand diesmal in der neu verpachteten Haidsteiner Hütte statt. Die Tagesordnung war nicht besonders lang, alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Wie immer wurden zuerst einige Bauangelegenheiten behandelt (siehe Info). Danach ging es um den Bereich Chamer Straße/ Schmuckerweg.

Das Gebiet ist derzeit als Mischgebiet ausgewiesen. Darin befindet sich schon sehr lange ein Metallbaubetrieb, der erweitern will, was bei der in einem Mischgebiet zulässigen gewerblichen Nutzung schwierig werden könnte. Bürgermeister und Verwaltung schlugen nach Rücksprache mit dem Landratsamt vor, diesen Bereich in ein Gewerbegebiet umzuwandeln. Damit könne Rechtssicherheit geschaffen werden.

Grundsätzlicher Beschluss

Es solle ein Grundsatzbeschluss gefasst werden, dass die Verwaltung die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen darf, den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan dementsprechend zu ändern und die Bauleitplanung voranzutreiben. Dem stimmten alle anwesenden Räte zu. Wie bereits berichtet, geht der bisherige Leiter des Standesamtes und Geschäftsleiter Reinhold Fischer zu Beginn des neuen Jahres in den Ruhestand. Da das Standesamt einen Leiter braucht, wurde beschlossen, den Baumamtsleiter und ausgebildeten Standesbeamten Markus Schiedermeier mit Wirkung zum 9. Januar zum neuen Leiter zu machen. Die Volkshochschule im Landkreis Cham wird zu zwei Dritteln vom Landkreis und zu einem Drittel von den Mitgliedsgemeinden finanziert. Als einzige der 39 Gemeinden im Landkreis ist Chamerau kein Mitglied, hat also eine „gallische Stellung“, wie Bürgermeister Stefan Baumgartner es formulierte.

Bauangelegenheiten

  • Anbau:

    Flurnummer 250/25 Gemarkung Chamerau, Anbau an ein bestehendes Wohnhaus mit Umbau Untergeschoss

  • Lager:

    Flurnummer 746 in der Gemarkung Chamerau, Antrag auf Anbau eines Holzlagers an das bereits bestehende Gebäude

  • Änderung:

    Flurnummer 66/1 Chamerau, Nutzungsänderung der Teilfläche einer Zahnarztpraxis zu einer Wohnung, Willi Baumgartner (kmi)

Er verlas einen Brief der Vhs, in dem diese die Gemeinde bat, doch auch Mitglied zu werden. Diesem Wunsch entsprach der Gemeinderat auf Empfehlung des Gemeindeoberhaupts. Zum Abschluss gab Stefan Baumgartner bekannt, dass am 29. Dezember um 19 Uhr eine Bürgerversammlung im neuen Bürgerhaus abgehalten werde. Er würde in dieser Versammlung einen Rechenschaftsbericht und einen allgemeinen Jahresrückblick abgeben, verbunden mit einer Vorschau, auch auf den Finanzplan 2018. Stefan Baumgartner gab seiner Hoffnung auf einen guten Besuch Ausdruck und wies darauf hin, dass er hoffe, auch Kritiker und Unzufriedene begrüßen zu dürfen. Vor dem gemütlichen Teil des Abends mit traditionellem Jahresabschlussessen dankte das Gemeindeoberhaupt dem Gemeinderat für die vertrauensvolle und harmonische Zusammenarbeit. Besonders freue es ihn, dass nach 60 Jahren Planung endlich Baurecht für die Ortsumgehung Lederdorn bestehe.

„Heuer war ein gutes Jahr“

Das Jahr sei ohne Naturkatastrophen, wie Sturm oder Hochwasser, vorübergegangen und man habe viel auf den weg gebracht. Er sei froh, dass alles so gut gelaufen sei. Man habe frühzeitig im Februar den Haushalt aufgestellt und wolle das auch im neuen Jahr so halten. „Heuer war ein gutes Jahr“ freute er sich und teilte mit, dass man entgegen der Finanzplanung ohne Darlehensaufnahme ausgekommen sei. Trotzdem sei investiert und der Schuldenabbau weiter vorangetrieben worden.

Finanziell sei es eins der besten Jahre seit langem gewesen, die Einwohnerzahl sei gestiegen. Mit den Worten: „Chamerau ist begehrt“ und der Bitte, im neuen Jahr wieder fair miteinander umzugehen, schloss Stefan Baumgartner die Sitzung. Er sei froh, dass die Haidsteiner Hütte so schön geworden sei. Dass nicht nur die Räumlichkeiten eine schöne Sache am Haidstein sind, bewies das vorzügliche Mahl, das den Abend beendete. (kmi)

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