Computerspieler werden Wiesnwirt
Regisseur Martin Tischner ist unter die Gamedesigner gegangen. Seit zwei Wochen ist das Computerspiel „Oktoberfest-Manager“ auf dem Markt.
Prienzing. Vor zwei Jahren hat er noch einen Film über sie gemacht, jetzt wollte er selbst ran und Wiesnwirt werden. Regisseur Martin Tischner, der bei der Produktionsfirma megaherz in München arbeitet und aus Prienzing bei Willmering stammt, hat sich nach den Dreharbeiten zu „Die Könige der Wiesn“ überlegt, ob nicht jeder gerne mal literweise Bier bestellen, Bedienungen einstellen und für Stimmung in einem Oktoberfestzelt sorgen würde. Zusammen mit seinem Kameramann Hans-Albrecht Lusznat dachte der 29-Jährige laut nach, und es entstand die Idee zum „Oktoberfest Manager“.
Eine „lose, verrückte“ Idee
„Wir haben uns gefragt, warum es eigentlich noch kein Computerspiel zur Wiesn gibt“, erinnert sich Tischner. „Zuerst war es nur eine lose, verrückte Idee. Dann haben wir aber gesagt, schreiben wir einfach mal auf, was uns einfällt.“ Und damit ging der 29-Jährige dann zum Münchner Software-Verlag „USM“. „Ich hab‘ angerufen, einen Termin bekommen, die Idee präsentiert – und sie fanden sie gut“, erzählt Tischner. „Das hat für mich aber noch nicht viel ausgesagt. Ich dachte, wenn ich beim nächsten Mal komme, finden sie es vielleicht nicht mehr gut.“ Aber: Nach mehreren Treffen waren die Fachleute immer noch angetan und irgendwann war klar, „wir machen‘s“, sagt der Prienzinger.
Es wurde eine Firma beauftragt, die sich um die Programmierung kümmerte, und Tischner versuchte, in zehn Seiten zu beschreiben, wie das Spiel funktionieren könnte. Welche Elemente und witzigen Aspekte die Käufer ansprechen könnten. Die ersten Testversionen entstanden, die auch Martin Tischner jedes Mal zum Durchspielen bekam.
„Am Anfang wählt man aus, welche Art von Wirt man sein möchte“, erklärt Tischner den Inhalt. Da gibt es den klassischen, den bodenständigen und den Schickimicki-Wirt. Jeder bekommt das gleiche Startkapital und los geht‘s: Man sucht sich ein Zelt aus – von der Imbissbude bis zum riesigen Wiesnzelt –, wählt die Ausstattung, wählt einen Standort und fängt an, aufzubauen. „Natürlich kann auch immer gehandelt werden, mit der Stadt zum Beispiel.“





