Cham 09.09.2012, 18:09 Uhr

Das Freilichtmuseum ist eröffnet

Nach 19 Jahren Sanierungsarbeiten und elf Grabungskampagnen an der Burg Runding wurde das Ergebnis gefeiert. Führungen sind immer sonntags.

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Rund 130 geladene Gäste verfolgten die Eröffnung des Freilichtmuseums Burg Runding.

Rund 130 geladene Gäste verfolgten die Eröffnung des Freilichtmuseums Burg Runding.

Runding. Einst war sie die mächtigste Burganlage im Bayerischen Wald. Jahrhundertelang trutzte sie mit ihrem tiefen Burggraben und hohen Mauern Kriegen und Plünderungen. Durch ihre Hallen schritten Adelige und Mächtige ihrer Zeit: die Burg Runding. Fast fühlte man sich am Sonntag noch einmal in diese Zeit zurückversetzt, denn an der Eröffnung des Freilichtmuseums gaben der Burg Runding noch einmal Adel und Politiker die Ehre. Dass dieser Tag kommen könnte, hätte sich laut Franz Amberger, Vorsitzender der Burgfreunde, niemand in Runding auch nur annähernd träumen lassen und das Ergebnis übertrifft die höchsten Erwartungen.

Rund 130 geladene Gäste, darunter Hartmann von Bechtolsheim, Enkel von Richard von Notthafft, Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier, Vizelandrat Michael Dankerl, Landrat a.D. Theo Zellner und Landrat a.D. Ernst Girmindl, waren gekommen, um am Tag des Denkmals der Eröffnung und Segnung des Freilichtmuseums Burg Runding beizuwohnen.

100 Jahre im Dornröschenschlaf

Über 100 Jahre lang lag die Anlage in einem tiefen Dornröschenschlaf dem Verfall preisgegeben und unter wucherndem Grün begraben. Auf dem Schlossberg ragten bis vor 20 Jahren nur noch die Überreste des Dohlenturms, die Palasecke und der so genannte Söllerturm aus dem Waldboden. Doch mit dem Bewusstsein um die eigene bewegte Vergangenheit stieg in Runding der Wunsch nach einer Erhaltung der Burg.

Dazu gab es immer wieder Anstöße von außen. Franz Amberger, Vorsitzender der Burgfreunde Runding, nannte hier den Heimatpfleger Willi Strasser, der mit seinen Chamer Altstadtfreunden in den 80er Jahren wiederholt auf den Sanierungsbedarf aufmerksam gemacht hatte und Landrat a. D. Ernst Girmindl. Der wohl entscheidende Anstoß kam vom Arbeitskreis Heimatforschung im Kulturverein Bayerischer Wald. Dort widmeten die Regionalhistoriker unter Leitung von Herbert Maurer ihr Jahressymposium im Jahr 1990 der Burg Runding.

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