Der „Grüne Hügel“ des Heavy Metal
Mit der neuen Open-Air Bühne und Hunderten Fans feiert der Mosh-Club seinen 23. Geburtstag. Onkel Tom Angelripper war Hauptact am Kolmberg.
Kolmberg. Auf der großen Open-Air-Bühne rocken Wolfchant. „Pagan-Metal“ – Heiden-Metal – nennt sich die Stilrichtung der Band. Die Lieder klingen wie Wikinger-Schlachtgesänge mit E-Gitarren. Doch was wie der Schrecken jedes Dorfpfarrers wirkt, ist eher ein ironisches Rollenspiel. Hier geht es vor allem um die Show.
Zum 23. Geburtstag lud der Mosh-Club auf den Berg – und Hunderte begeisterte Fans kamen. Nach dem New-Comer-Contest am Freitag spielten am Samstag die großen Namen der Szene. Mit dem Sodom-Sänger Tom Angelripper war eine echte Metal-Legende Festival-Headliner.
„Wir sind absolut zufrieden“, sagt Mosh-Club-Präsident Sebastian Emmert. Die Open-Air-Bühne sei schon länger geplant gewesen, jetzt konnte sie erstmals aufgebaut werden. Der Erfolg bei den Fans zeige auch die Qualität des kleinen Festivals. „Die Leute kommen bis aus Italien“, sagt er. Aber es gehe nicht nur um Metal und zwei schöne Tage – der Gewinn geht an den Weissen Ring, zugunsten Opfer rechter Gewalt.
Die Stimmung im Bierzelt und vor der Bühne ist ausgelassen. Zwischen den Auftritten haben die Fans Zeit für Gespräche. Viele kennen sich seit Jahren. „Bei Metal geht's um den Zusammenhalt“, sagt Michael Sonnleitner. Die neue Bühne gefällt dem Metal-Fan aus Bad Kötzting, „so können alle gut sehen“. Auch Thomas „Panda“ Reisinger aus Arrach kam gerne wieder auf den Kolmberg. „Du triffst viele Bekannte, es ist nicht weit zu fahren und für einen guten Zweck“, sagt er.
Später am Abend kommt dann doch noch der befürchtete Regen. Im Bierzelt wird des voller. Zum Glück wird auf der Bühne gerade umgebaut. Der harte Kern der Fans lässt sich aber auch vom Wolkenbruch nicht beeindrucken. Mit Regenmänteln und Schirmen ausgerüstet bleiben sie trotzig vor dem Zelt. „Metal ist kein Ponyhof“, scherzt ein durchnässter Fan. Pünktlich zum nächsten Auftritt wird auch der Regen schwächer. Die Fans strömen nach draußen. Bis 2 Uhr dauern die Konzerte, im Festzelt wird noch bis 4 Uhr morgens gefeiert.






