Cham 15.07.2012, 16:57 Uhr

Festspiel-Premiere der Superlative

Die Trenck-Darsteller wuchsen in Waldmünchen vor ausverkauftem Haus über sich hinaus. Auch Schirmherr Tilmann Schöberl wirkt in zwei Wochen mit.

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Strahlende Gesichter nach einer glanzvollen Premiere (vorne v.l.): Landrat Franz Löffler, Ehrenpandur Dr. Alois Plößl, „Trenck“ Alexander Imm, „Kathi“ Angelika Bauer, Schirmherr Tilmann Schöberl, Regisseurin Yvonne Brosch, sowie vom Trenckvorstand Roswitha Preis und Alois Frank Foto: wjr

Strahlende Gesichter nach einer glanzvollen Premiere (vorne v.l.): Landrat Franz Löffler, Ehrenpandur Dr. Alois Plößl, „Trenck“ Alexander Imm, „Kathi“ Angelika Bauer, Schirmherr Tilmann Schöberl, Regisseurin Yvonne Brosch, sowie vom Trenckvorstand Roswitha Preis und Alois Frank Foto: wjr

Von Johanna Fenzl

Waldmünchen. Eine Trenck-Premiere der Superlative haben die mehr als 300 Laienspieler am Samstagabend vor ausverkaufter Tribüne hingelegt. Der Vorsitzende des Trenckvereins, Alois Frank, begrüßte auf charmante Weise unter anderem Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Bürgermeister Markus Ackermann, die Ehrenpanduren Dr. Alois Plößl und Dieter Boubong aus München sowie den Ehrenvorsitzenden Franz Joseph Ulschmid. Auch eine „echte Trenck“ war unter den Gästen: Sybille von der Trenck.

Frank stellte den diesjährigen Schirmherren Tilmann Schöberl vom Bayerischen Rundfunk vor, der von seiner Frau, seiner Tochter und seiner Mutter begleitet wurde. Schöberls Familie stammt aus Steinlohe. Er moderierte 2011 im Trenckstadl die Sendung „Jetzt red' i – Europa“. Dabei sei die Idee geboren worden, Schöberl als Schirmherren zu gewinnen, so Frank. Mit einem Augenzwinkern berichtete er, dass ein kurzes Telefonat mit der Ehefrau Schöberls reichte, „die Sache unter Dach und Fach“ zu bringen.

Zeitreise in die Geschichte

Schließlich gab Frank die historische Freiluftbühne frei, und die mit Herzblut spielenden Trenckianer nahmen die Gäste mit auf eine Reise in die Zeit des Österreichischen Erbfolgekriegs, als der barbarische Obrist Franziskus von der Trenck und seine grausamen Panduren großes Leid nach Bayern brachten.

Die Zuschauer waren begeistert, immer wieder brandete Szenenapplaus auf. Viel Gelächter ernteten der Stadt- und der Gerichtsschreiber, die angetrunken von der Ratssitzung heimgingen und schon sehnlichst vom Ehedrachen mit dem Besen erwartet wurden.

Plötzlich galoppierten die Panduren säbelschwingend die Hohlgasse herauf, markerschütternde Schreie drangen durch die Nacht, der Boden bebte unter den polternden Pferdehufen. Das Ringen um die Stadt begann.

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