Cham 13.07.2012, 18:50 Uhr

Furths Ritter tritt zurück

Ein bitterer Moment in der Drachenstich-Geschichte: Sebastian Schuhmann zog sich einen Bruch zu und muss passen. Sein Vorgänger springt ein.

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Sebastian Schuhmann kann heuer den „Ritter Udo“ nicht spielen.

Sebastian Schuhmann kann heuer den „Ritter Udo“ nicht spielen.

Von Fred Wutz

FURTH IM WALD. Gedrückte Stimmung herrschte am Freitagnachmittag im Kleinen Sitzungssaal des Further Rathauses. Der Rücktritt von Sebastian Schuhmann als „Ritter 2012“ wurde bekanntgegeben. Der Grund ist einleuchtend: Auf ärztliches Anraten zieht sich der 22-Jährige zurück; er hat sich einen Knochenbruch zugezogen und es drohen nachhaltige Probleme. Bürgermeister Sandro Bauer sprach von einem „denkwürdigen Freitag, dem 13.“ und einem „letztlich traurigen Ereignis“, als er die Neuigkeit bekanntgab: „Heute platzt für einen jungen Further Burschen ein Traum – der Ritter tritt zurück.“ Vermutlich wisse Sebastian Schuhmann gar nicht, was er noch an Erlebnissen vor sich gehabt hätte. Aber ein Bruch des Schlüsselbeins und die deshalb notwendige medizinische Behandlung erfordere Maßnahmen. „Die Ereignisse haben sich gestern und heute überschlagen“, so der Bürgermeister, bis zum Drachenstich sei die Misere für Sebastian Schuhmann mit gutem Gewissen nicht behoben. Der Rathaus-Chef betonte, dass die Information bewusst schnell in die Öffentlichkeit gegeben werde, um keine Gerüchte hochkommen zu lassen. Der Drachenstich falle deshalb nicht aus, weil es Ersatz gebe: „Der Vorjahresritter Markus Späth kann einspringen.“

Sebastian Schuhmann – er war sichtlich bedrückt – berichtete, dass er seit mehreren Tagen Schmerzmittel einnahm, weil er im Arm ein beständiges und starkes Stechen verspürte. Die Medikamente sprachen nach seinen Worten am Donnerstag aber nicht mehr an, so dass er sich zum Arzt begab. Nach einer ersten Untersuchung vermutete der Mediziner einen Knochenbruch. „Man hat mir gesagt, dass die Heilphase sechs Wochen dauert“, berichtete Schuhmann. Um sicher zu gehen, habe er noch einen anderen Arzt aufgesucht, der die Röntgen-Diagnose bestätigt habe. „Der hat sogar von maximal acht Wochen Heilphase gesprochen.“ Die Idee, im Schnellverfahren eine Operation durchzuführen – dazu gebe es in München Möglichkeiten – wurde laut Sebastian Schuhmann in Erwägung gezogen, dann aber auch fallen gelassen: „Die Ärzte haben gesagt, das bringt nichts. Die Heilphase ist auch so lange. Sie haben sogar dringend abgeraten.“ Zugezogen hat sich Sebastian Schuhmann den Bruch vermutlich vor etwa zwei Wochen. „Damals bin ich vom Pferd gestürzt, bei einem Fototermin.“ Die Tatsachen seien hart: „Ich kann nicht sagen, wie frustrierend das ist, aber ich müsste nachhaltige Schäden für den Arm befürchten.“

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