Karriere-Pläne des Tilmann Schöberl
Der Schirmherr der Trenck-Spiele plauderte aus seiner Jugend, in der er nicht nur Mädchen küsste. Schon in der Jugend besuchte der Moderator beim Bayerischen Rundfunk häufig das Festspiel.
Waldmünchen. KANONE LADEN! – Vielleicht lag es ja an der zackigen Order der „Stimme Bayerns“ (O-Ton Landrat Löffler), dass der Kanonenschlag noch markerschütternder donnerte als sonst und das Trommelfell der Schaulustigen auf eine harte Zerreißprobe stellte. Könnte durchaus sein, dass sich Tilmann Schöberl diesen militärischen Drill-Ton schon in der Jugend bei seinen vielen Festspiel-Besuchen abgeschaut hat. Oder legte der Schirmherr der Trenck-Festspiele 2012 den Befehlston etwa deshalb an den Tag, weil er seiner Karriere dienlich sein könnte? Vielleicht. Aber das ist eine andere Geschichte...
Dicht gedrängt säumten zahlreiche „Zivilisten“, Trenckianer und Panduren am Samstagabend den oberen Marktplatz, um den Festakt vor der Festspiel-Premiere hautnah mitzuerleben. Mit großem Applaus empfingen sie den offenen Landauer, in dem Tilmann Schöberl mit seiner Familie vor das Rathaus chauffiert wurde. Erleichtert blickte er wie auch Bürgermeister Markus Ackermann und Landrat Franz Löffler gen Himmel: Der Schirmherr hatte seine Aufgabe, schönes Wetter für die Premiere mitzubringen, zuverlässig erfüllt.
„Aushängeschild“ Waldmünchens
Ackermann begrüßte zahlreiche Ehrengäste am Marktplatz, unter ihnen eine Delegation aus der französischen Partnerstadt Combourg. Er bezeichnete das Trenck-Spiel als „Aushängeschild und Markenzeichen“, das der Stadt ein unverwechselbares Gesicht gebe: „Das einzige Festspiel in Bayern, das nach dem Krieg geschaffen wurde und seit 63 Jahren ohne Unterbrechung mit großem Erfolg aufgeführt wird. Das Trenck-Festspiel ist für Waldmünchen Identifikation, Ehrensache und Herzensangelegenheit.“ Der Bürgermeister war erfreut, dass mit Tilmann Schöberl „ein bekannter und beliebter Moderator des Bayerischen Rundfunks“ mit familiären Wurzeln in Steinlohe die Schirmherrschaft übernahm. Bei Gastauftritten im Festspiel könne Schöberl sein „schauspielerisches Talent aufblitzen lassen“.





