Cham 20.07.2012, 19:16 Uhr

Kleine Seeräuber bereit zum Entern

Die Playmobil-Kinderstiftung übergab das Piratenschiff offiziell an den Hort. Die Frauen des Fördervereins bewirkten ein kleines Wunder.

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Kirchenpfleger Walter Urban, Stadtpfarrer Wolfgang Häupl, Kurt Trossmann vom Playmobil-Stiftungskuratorium, Fördervereins-Vorsitzende Liane Reitmeier und Bürgermeister Markus Ackermann (v. li. vor dem Schiff) freuten sich über die Begeisterung der Kinder. Fotos: Hiob

Kirchenpfleger Walter Urban, Stadtpfarrer Wolfgang Häupl, Kurt Trossmann vom Playmobil-Stiftungskuratorium, Fördervereins-Vorsitzende Liane Reitmeier und Bürgermeister Markus Ackermann (v. li. vor dem Schiff) freuten sich über die Begeisterung der Kinder. Fotos: Hiob

Von Wulf Hiob

Waldmünchen. „Wir haben das schönste Piratenschiff von allen“, strahlte Stadtpfarrer Wolfgang Häupl über das ganze Gesicht, bei der offiziellen Übergabe durch Vertreter der Stiftung „Kinderförderung von Playmobil“ am Freitagvormittag. Widersprochen hat ihm keiner, denn es ist erst das fünfte solcher Schiffe und es „ankert“ in wunderbarer Lage unter Bäumen im Stadtpark neben dem nagelneuen Kindergarten.

Eigentlich wollte Playmobil-Firmenchef und Stifter Horst Brandstetter persönlich zu diesem Anlass nach Waldmünchen kommen, um sich zu vergewissern, dass die rund 120.000 Euro Kosten für das Schiff gut angelegt sind, musste sich aber dann wegen einer kurzfristigen Erkrankung entschuldigen lassen. Wie der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungs-Kuratoriums Kurt Trossmann jedoch betonte, werde dieser sicher seinen Besuch nachholen.

Die Kindergartenkinder hatten sich größtenteils mit Piratenhüten und Augenklappen ausgerüstet, einige Piratenbräute waren sogar voll kostümiert. Zunächst hielten sie noch Sicherheitsabstand zu den Ehrengästen, kamen aber bald näher, damit sie diesen einige Lieder vorsingen konnten.

Die Vorsitzende des Kindergarten Fördervereins, Liane Reitmeier, konstatierte, dass „die Waldmünchner einen Kopf größer geworden sind, seit das Piratenschiff da ist“. Bisher gebe es solche nur in Zirndorf, Würzburg und Nürnberg – eventuell auch bald in Berlin. Nun könne sich die Trenckstadt in die Riege dieser Städte einreihen.

Das kommt nicht von ungefähr und ist in erster Linie dem Förderverein zu verdanken, obwohl Liane Reitmeier dessen Rolle etwas herunterspielte. Wie Kurt Trossmann zwischendurch einwarf, ist dieser schuld, dass das Aktivschiff nach Waldmünchen kam, weil sie eine hervorragende und bisher einzigartige Bewerbung abgegeben haben, die Firmenchef Horst Brandstetter überzeugt habe.

Anfangs war den Trenckstädtern nämlich signalisiert worden, dass die Playmobil-Schiffe nur für Großstadt-Kinder konzipiert worden sind. Umso mehr hatten sie sich gefreut, als sie sich nach Abgabe der Bewerbung in Form einer Flaschenpost mit über 200 Kindern und Eltern direkt in Zirndorf berechtigte Hoffnungen auf den Zuschlag machen konnten.

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