Cham 31.10.2012, 16:43 Uhr

Krimi auf dem Lkw-Parkplatz

Dreiste Diebe wollten auf einem Firmengelände bei Furth im Wald in großem Stil Lastwagen-Teile stehlen. Sie wurden entdeckt, entkamen aber.

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Mehr als 1000 Lkw stehen auf einem Firmengelände an der Böhmerstraße nördlich von Furth im Wald. In der Nacht zum Mittwoch waren dort Diebe aktiv. Foto: Fred Wutz

Mehr als 1000 Lkw stehen auf einem Firmengelände an der Böhmerstraße nördlich von Furth im Wald. In der Nacht zum Mittwoch waren dort Diebe aktiv. Foto: Fred Wutz

Von Fred Wutz

FURTH IM WALD. Die Aufmerksamkeit eines Firmenmitarbeiters und ein schneller Polizei-Einsatz haben in der Nacht zum Mittwoch verhindert, dass von einem Firmengelände an der Böhmerstraße Fahrzeugteile in großem Stil gestohlen werden konnten. Die Diebe, die 100 000 Euro Schaden anrichteten, entkamen. Das Areal an der Böhmerstraße war in der Vergangenheit schon öfter Schauplatz von Diebstählen. Vor langer Zeit war dort eine Recyclinganlage für Altautos in Betrieb, dann war es Standort einer Firma, die mit Pkw handelte. Seit ein paar Jahren ist das Areal ein „Parkplatz“ für stillgelegte Lkw, und nach wie vor werden dort Autos gehandelt.

In den Morgenstunden entdeckte ein Mitarbeiter des Unternehmens, dass auf einem Firmengelände zwischen Furth im Wald und dem Grenzübergang Diebe am Werk waren. Personen machten sich an den abgestellten Lkw zu schaffen. Seitens der Polizei-Einsatzzentrale wurden sofort Streifen der örtlichen und benachbarten Dienststellen eingesetzt, sie waren innerhalb weniger Minuten am Ort des Geschehens. Auch Beamte der Bundespolizei wurden hinzugezogen.

Die Polizisten stellten fest, dass in einem schwer einsehbaren Bereich des Firmengeländes an einigen Lkw die Führerhäuser aufgekippt waren; an weiteren Zugmaschinen waren Fensterscheiben eingeschlagen. Betroffen waren insgesamt rund 40 Fahrzeuge. Die Täter hatten nur so an die Teile gelangen können, die sie stehlen wollten. Das Absuchen des weitläufigen Firmengeländes nach den Dieben nahm zwar einige Zeit in Anspruch, aber schon bald wurde die Stelle entdeckt, an der die Täter ihre Beute zusammengetragen hatten. Wenige Meter außerhalb des umzäunten Firmengeländes lagen große Futter-Rundballen, bei denen sich das Diebesgut befand: Standheizung samt Bedienelementen im Wert von jeweils etwa 2000 Euro. Die Gegenstände sollten vermutlich abgeholt werden und zugleich den Tätern ein schnelles Verschwinden ermöglichen; denn mit einem Transportfahrzeug unbemerkt auf das umzäunte Firmengelände zu gelangen, wäre wohl nicht möglich gewesen. Ein Pkw hätte im Übrigen zum Abtransport des Diebesgutes sicherlich nicht gereicht.

 

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