Cham - Nachrichten 03.07.2010, 14:13 Uhr

Neuer Drache ist da: Furth feiert "Tradinno"

Mit einem Volksfest empfingen Tausende den neuen Hauptdarsteller der Festspiele – das High-Tech-Monster zeigte sein Können.

Erstmals Auge in Auge mit dem Publikum. Foto: Fred Wutz

Erstmals Auge in Auge mit dem Publikum. Foto: Fred Wutz

Von Fred Wutz, MZ

Furth im Wald. Das Interesse war gewaltig: Rund 10.000 Menschen fanden sich am späten Freitagnachmittag ein, um die Ankunft des neuen Further Drachen zu verfolgen.

Schützen, Musikanten Feuerwehrleute, Trachtler, Drachenstich-Akteure, Stadträte, Konstrukteure, Planer und Techniker des Drachenbaues sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger versammelten sich im Bereich Eberlweg und Färberweg, um auf die Ankunft des Drachen zu warten. Genau um 16.26 Uhr rollte dann der Tieflader mit dem High-Tech-Ungeheuer an Bord in die Grabitzer Straße. Beifall kam auf und so manches bewundernde „Oh!“. Denn der neue Further Drache – bislang unter dem Projektnamen „Tradinno“ bekannt – beeindruckte schon auf dem Transportfahrzeug.

Flügel spreizen, Kopf drehen, brüllen

Angeführt vom Blasorchester Furth im Wald bewegte sich dann ein festlicher Zug durch die Stadt zur Festwiese. An den Straßenrändern warteten die Menschen, um den neuen Drachenstich-Hauptdarsteller zu sehen. Und das Staunen setzte sich fort, denn der Drache zeigte schon auf dem Tieflader einiges von dem was er kann: Flügel spreizen, Kopf drehen und brüllen.

Neun Jahre Planungs- und Bauzeit stecken in dem 2,3 Millionen Euro teuren High-Tech-Ungeheuer. Der 16 Meter lange, 5 Meter hohe und 10 Tonnen schwere Laufroboter wurde bei der Firma Zollner in Zandt entwickelt und gebaut.

Auf der Festwiese war zwischenzeitlich alles für den Empfang von „Tradinno“ eingerichtet worden: Tische und Bänke waren aufgestellt, die Bewirtung vorbereitet, eine Bühne aufgebaut – und der „noch amtierende“, alte Drache stand bereit, um seinen Nachfolger zu begrüßen.

Treffen der Drachen

Der Tieflader wurde in den hinteren Bereich der Festwiese bugsiert, dann erhob sich „Tradinno“ erstmals zu voller Größe –wobei er die Festhalle fast überragte! – ehe er abgeladen und neben seinem Vorgänger aufgestellt wurde. Der beeindruckendste Moment war der, als sich der neue Drache erstmals in Richtung auf das vieltausendköpfige Publikum streckte – Beifall brandete auf, Fernsehteams und Pressefotografen umschwärmten das Untier, und vor allem scharenweise Kinder schlüpften immer wieder durch die Absperrung, um sich den beiden Drachen zu nähern. Alles war sich einig: „Tradinno“ hat schon bei der Ankunft mächtig beeindruckt!

 

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