Seltener Pilz im Landkreis Cham entdeckt
Spaziergänger finden am Rhaner Berg bei Löwendorf einen Tintenfischpilz. Die Art stammt aus Australien und wurde in Europa erstmals 1914 nachgewiesen.
Der Tintenfischpilz Foto: cas
Löwendorf. Das Ehepaar Irmi und Josef Alt aus Löwendorf entdeckte bei einem Spaziergang mit ihrem Langhaarzwergdackel Benni am Rande des Rhaner Berges einen für unsere Gegend seltenen Pilz. Nach dem Werk „Die Welt der Pilze“ von Dörfelt/Görner handelt es sich um einen Tintenfischpilz, dieser zählt zu den Pilzblumen. Diese stinkmorchelartigen Pilze sind stets feucht und breiartig. Bei der Fruchtkörperöffnung werden Geruchsstoffe freigesetzt. Es entsteht ein übler Aasgeruch, dieser lockt Insekten an, die diesen Sporenbrei fressen und mit dem Kot wieder freisetzen.
Die Einwanderungsgeschichte dieser fremden Pilzblumenart lässt sich durch Mitteilung der Fundorte nachvollziehen. Sie stammt ursprünglich aus Australien und wurde in Europa erstmals 1914 in den Vogesen nachgewiesen. Sie erreichte in den 40er Jahren Oberbayern, in den 60er Jahren die Tschechoslowakei und die DDR – und jetzt Löwendorf. (cas)

