Cham 27.06.2012, 14:51 Uhr

Stiere und Sombreros am RSG

Spanien lautete das Motto der Abiturienten am Robert-Schuman-Gymnasium. Für die Lehrer gab es Papphörner und einen schwarzen Overall.

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Eine Runde „Fang die Kuh“ über den Pausenhof, sehr zur Erheiterung der Schüler Fotos: cep

Eine Runde „Fang die Kuh“ über den Pausenhof, sehr zur Erheiterung der Schüler Fotos: cep

Von Stephanie Leppert

Cham. Die Sonne brennt auf den Pausenhof, doch Abhilfe kommt sofort: Schon fliegen Wasserbomben, wird aus Wasserpistolen geschossen. Eine Schülerin setzt sich gar voll bekleidet in einen Wasserkübel.

Der Abistreich am RSG stand ganz unter dem Motto „Spanien“. Die Lehrer, in schwarzen Maleranzügen und mit Stierhörnern an den Kapuzen, werden zusammengepfercht und bekommen nur Wasser oder höchstens Cola zu trinken, während sich die Abiturienten an alkoholfreien Longdrinks laben. „Du, sag mal den anderen, wir sollen die Lehrer nicht anspritzen, sonst kriegen wir Ärger!“ gibt eine Schülerin im roten Abschluss-T-Shirt an eine andere weiter. Ein Mindestmaß an Disziplin muss auch während des Abistreichs gewahrt werden. Zumindest vorerst.

Wissenstests und Wettessen

Das „Team Sombrero“ kämpft gegen das „Team Kaktus“. Bei der noch vergleichsweise harmlosen Spanisch-Fragerunde sind Sprachlehrer nicht zugelassen – das wäre zu einfach. Fies wird‘s gleich beim nächsten Spiel. Nachos mit feurig-scharfer Chili-Tabasco-Soße liegen zum Wettessen bereit. Zum Löschen gibt‘s ein Glas Milch.

Viel Spaß haben besonders die Schüler beim Hindernisparcours der Lehrer. Ein Becher Wasser muss möglichst unverschüttet ins Ziel gebracht werden. Beim Bobbycar-Rennen können einige Lehrer nicht punkten.

Für die willkommene Erfrischung sorgt ein Spiel, in dem Früchte mit dem Mund aus einem gefüllten Wasserkübel getaucht werden müssen. Hier tut sich Lehrer Hanauer als eindeutiger Sieger hervor.

Lassowerfen im Pausenhof

Höhepunkt des Abistreichs ist ein Wettbewerb, bei dem eine flüchtige Kuh bzw. ein flüchtiger Stier mit dem Lasso eingefangen werden soll. „So schnell habe ich noch keine Kuh die Treppe rauflaufen sehen“, kommentiert ein Mädchen. Beim Lehrer-Rodeo müssen sich die Pädagogen gegenseitig auf die Matte legen. Beißen und Kratzen ist natürlich verboten. Nur ein bisschen gewürgt wird bei einem Durchgang, aber das war ein Versehen.

Die Schüler genossen, wie herrlich locker und kooperativ ihre Lehrer an diesem Tag waren. Es machte ihnen sichtlich Spaß, auch einmal das Sagen zu haben. Der Abistreich endete mit einem gemeinsamen Tanz.

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