Cham 18.06.2012, 20:15 Uhr

Waldbühnen starten in die Saison

Macher setzen auf Bewährtes. Trotzdem plagen die Theaterfans Zukunftssorgen. Mentor Reitmeier will weitermachen, aber es gibt andere Probleme.

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Seit 27 Jahren LiBu-Vorsitzender: Walter Kolbeck aus Rimbach Fotos: khd

Seit 27 Jahren LiBu-Vorsitzender: Walter Kolbeck aus Rimbach Fotos: khd

Von Daniel Haslsteiner

Bad Kötzting/Rimbach. Mit dem Sommer beginnt die heiße Phase der Saisonvorbereitung für die beiden Waldbühnen im Altlandkreis. Der Lichtenegger Bund aus Rimbach spielt das Erfolgsstück „Keryhof“ im zweiten Jahr, die Festspielgemeinschaft vom Bad Kötztinger Ludwigsberg feiert mit „DasHausder Bernarda“ Premiere.

„Ursprünglich war vorgesehen den ‚Keryhof‘ nur ein Jahr zu spielen, aber das ist finanziell nicht denkbar“, sagt Walter Kolbeck, der Vorsitzende des Lichtenegger Bunds (LiBu). Die Kosten für Bühnenbauten und Kostüme seien zu hoch. Der Probenaufwand halte sich im zweiten Jahr in Grenzen. Ab Ende Juni werden die Darsteller nochmals für drei Wochen intensiv an ihren Rollen arbeiten. Am 14. Juli ist die erste Aufführung. „Wir arbeiten seit 25 Jahren so“, erklärt Kolbeck, „unser Regisseur Johannes Reitmeier weiß, was er uns zumuten kann“.

Umbesetzungen beim Keryhof

Schon seit einigen Wochen arbeiten die LiBu-Mitglieder „auf der Burg“. Die Tribüne wurde erneuert, die Bühne soll in den nächsten Tagen folgen. Über 13 000 Euro kosten die Maßnahmen, ein großer Teil werde jedoch vom Bezirk, dem Landkreis, der Gemeinde und insbesondere über den Kulturfonds gefördert. Auch einige Umbesetzungen würden 2012 notwendig, etwa der Fuhrknecht (jetzt Florian Meisner), die Mesners-Kathl (Stefanie Endres), die Mitter und die Jung Dirn (Julia Pongratz und Julia Meindl) und die Ludmilla (Marie Nagler). Der Usko, böhmischer Pascher, wird erstmalig in Doppelbesetzung gespielt. Matthias Schulte und Christian Weiß übernehmen den Part.

Die Monate seit Ende der Spielsaison waren für den Lichtenegger Bund recht erfreulich, wie der Vorsitzende berichtet. Der Höhepunkt war die Verleihung des Oberpfälzer Kulturpreises im November in Waldsassen. „Das war eine große Ehre für den Verein – obendrein konnten wir die 3000 Euro Preisgeld gut gebrauchen.“

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