Cham 13.03.2013, 10:27 Uhr

Zahl der Unfälle steigt stetig

Polizei Waldmünchen: „Nicht so erfreulich wie letztes Jahr, aber noch kein Grund zur Sorge“. In einem Jahr passierten fast 200 Wildunfälle.

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Tragisch mit dem Tod eines jungen Mannes endete im Vorjahr ein Verkehrsunfall auf der B 22 zwischen Schönthal und Rötz. Foto: Archiv Sturm

Tragisch mit dem Tod eines jungen Mannes endete im Vorjahr ein Verkehrsunfall auf der B 22 zwischen Schönthal und Rötz. Foto: Archiv Sturm

Von Wulf Hiob

Waldmünchen. „Nicht so erfreulich wie im Vorjahr, aber nicht besorgniserregend“, lautete das Fazit von Polizeihauptkommissar Siegfried Meckl bei der Vorlage der Unfallstatistik im Bereich der Polizeistation Waldmünchen, der seit 2008 den gesamten Altlandkreis umfasst. Deshalb lassen sich erstmals die Zahlen langfristig vergleichen, die seitdem langsam aber beständig steigen – mit einem „positiven Ausreißer nach unten im Jahr 2011“. Diese Entwicklung entspricht insgesamt dem allgemeinen Trend in Bayern, stellt der Stationsleiter klar.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle hat sich zwar drastisch von 322 um rund 30 Prozent auf 421 erhöht, doch hielten sich dabei die Unfälle mit Personenschaden (54) in Grenzen, ebenso wie die mit schwerem Sachschaden (66), die um einen Fall rückläufig waren. Zum besseren Verständnis erläuterte PHK Siegfried Meckl, dass es bei Unfällen mit schwerem Sachschaden nicht um die finanzielle Schadenshöhe geht, sondern ob der Unfallverursacher mit einer Geldbuße belegt wird oder mit einer Verwarnung davonkommt.

Null Disco- oder Schulwegunfälle

Den größten Teil des Unfallgeschehens machten die Kleinunfälle aus, von denen im Vorjahr 301 registriert wurden (+40,65 Prozent), wobei es sich bei fast zwei Dritteln davon um Wildunfälle handelte. Als sehr erfreulich bezeichnete Meckl die Null-Nummern bei den „Freizeitunfällen“ (hinter diesem Begriff verbergen sich die oft tragisch endenden Disco-Fahrten junger Leute) und bei den Schulwegunfällen.

Speziell bei letzterem galt sein Dank deshalb POK Josef Kussinger, der täglich auf den Schulwegen unterwegs ist und die Kinder im Verkehrsunterricht schult sowie den Schülerlotsen, Schulweghelfern und auch den Busfahrern, die besonders im Winter große Sorgfalt walten lassen.

Zehn Autofahrten unter Drogeneinfluss wurden bei den Kontrollen festgestellt, als Unfallursache kamen sie in keinem Fall in Betracht. Mit Alkohol am Steuer sind 18 „folgenlose Trunkenheitsfahrten“ bei Kontrollen aufgeflogen, wobei sich zehn Fahrer im Vergehensbereich zwischen 0,5 und 1,09 Promille befanden, während acht mehr als 1,10 Promille im Blut hatten. Spitzenreiter war hier ein Wert von 1,87 Promille. Eine klare „Zielgruppe“ konnte die Polizei nicht feststellen, „das geht querbeet durch alle Alters- und Bevölkerungsschichten und ist auch am Geschlecht nicht festzumachen“, erklärte Siegfried Meckl.

 

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