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Freitag, 26. August 2016 27° 1

Tierseuche

Vogelgrippe-Alarm im Landkreis Cham

Ein Hof in Roding ist seit dem frühen Sonntagmorgen abgeriegelt. Bis zu 13 000 Tiere sollen an Ort und Stelle gekeult werden.
Von Peter Nicklas, Johannes Schiedermeier und Frank Betthausen

  • Seit den frühen Morgenstunden ist auch das THW rund um den Betrieb in Roding im Einsatz. Das Gelände ist hermetisch abgeriegelt worden. Fotos sind, wenn überhaupt, nur aus der Ferne möglich. Foto: NEWS5/Fricke
  • Fotos zu schießen, das war am Sonntag meist nur aus der Ferne möglich. Am Abend gab das Landratsamt einige Nahaufnahmen vom Geschehen heraus. Dieses Bild zeigt beispielsweise eine Lkw-Desinfektionsschleuse. Foto: Landratsamt
  • Im Minutentakt rollten am Sonntag Fahrzeuge von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk vor. Foto: Schiedermeier
  • Feuerwehrkräfte sperrten sämtliche Zufahrten ab. „Im Grunde genommen ist der ganze Ortsteil abgeriegelt“, berichtete ein Beobachter. Foto: Schiedermeier
  • Gegen 4.45 Uhr hatte rund um den betroffenen Hof der Aufbau der Einsatzleitung begonnen. Foto: Schiedermeier
  • Auf diesem Bild des Landratsamts ist eine Personen-Desinfektionsschleuse zu sehen. Foto: Landratsamt
  • Ein Blick auf den Ort des Geschehens: Hier waren seit Sonntagmorgen dutzende Einsatzkräfte gefordert. Foto: Landratsamt

Roding.Im Raum Cham gibt es einen Fall von Vogelgrippe. Wie der Leiter des Veterinäramts, Dr. Franz Wiesenreiter, bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend bekannt gab, handelt es sich um den H5N2-Virus. Er verläuft für Tiere meist tödlich, ist aber die für den Menschen ungefährliche Variante. Die Geflügelpest war auf einem Betrieb in Roding ausgebrochen. Seit 4.45 Uhr lief rund um den Hof eine groß angelegte Sicherungsaktion. Nach wie vor herrscht strengstes Betretungsverbot. Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz haben die betroffene Zone abgeriegelt, auch das Technische Hilfswerk ist im Einsatz.

Das Geflügel auf dem Hof – es geht um rund 12 900 Tiere – wird an Ort und Stelle gekeult. Am frühen Morgen hatte eine Fachfirma mit der elektrischen Tötung der Tiere begonnen. Es handle sich um Legehennen, Enten, Gänse und Puten, sagte Friedrich Schuhbauer, Pressesprecher des Landratsamts. Den Hof dürfen nach seinen Worten nur besonders geschützte Fachleute betreten, ein weiter reichendes Sperrgebiet werde fürs Erste nicht eingerichtet. Wie vor Ort zu hören war, gehen auf dem Anwesen 15 Schlachter ihrer Arbeit nach.

Der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes ist mit seinem „Einsatzzug gefährliche Stoffe“ in Roding, wie Rettungsdienstleiter Mich Daiminger bestätigte. Seine Mitarbeiter haben einen Desinfektor aufgebaut, der ständig neues Desinfektionsmittel produziert. Das BRK-Team betreut außerdem die Familie des Hofinhabers. Die Feuerwehr hat in der Umgebung mehrere Sperrstellen eingerichtet. „Im Grunde genommen ist der ganze Ortsteil abgeriegelt“, berichtete ein Beobachter.

Am Montag soll nach Amtsangaben feststehen, welche Virus-Abart auf dem Rodinger Hof genau aufgetreten ist – die hochpathologische Variante oder eine abgeschwächtere Form der Seuche. Davon hängt auch ab, wie weitreichend die Konsequenzen und Schutzvorkehrungen für das weitere Umland ausfallen.

Schichtpläne aufgestellt

Die Keulung – die Einsatzkräfte haben Schichtpläne aufgestellt – sollte sich nach MZ-Recherchen bis zum Montag hinziehen. Gegen 8 Uhr war am Sonntag bereits ein großer Lastwagen des Zweckverbands für Tierkörper- und Schlachtabfallbeseitigung Plattling (ZTS) vorgefahren. Die Tierkadaver sollen laut Schuhbauer nach Niederbayern gebracht, zu Tiermehl und -fett verarbeitet und anschließend verbrannt werden.

Sehen Sie hier unser Video zum Thema:

Wegen des Verdachts auf Vogelgrippe werden im Landkreis Cham 13000 Tiere notgeschlachtet. Video: DG Media

Rodings Bürgermeister Franz Reichold sprach mit Blick auf das Familien-Unternehmen von „einer Katastrophe“. Doch wenn das Gesetz so laute, gehe es nicht anders, sagte er über die Keulung. „Eine Diskussion hilft hier gar nicht, nur schnelles Reagieren.“ Die Familie, bei der sich viele Rodinger seit Jahren ihre Weihnachtsgans oder ihre Ente zum Fest holten, sei mit den Nerven fertig. Reichold hat mit ihr Kontakt aufgenommen, weiß aber nach eigenen Angaben auch, dass er hier nicht direkt helfen kann. Die Tierseuchenkasse dürfte nach seinen Worten zwar den momentanen finanziellen Ausgleich übernehmen, doch viel schlimmer seien die Spätfolgen. „Der gute Ruf könnte weg sein“, befürchtet die Familie.

Wie es in einer Pressemitteilung des Landratsamts heißt, waren in dem Betrieb bei einer routinemäßigen Monitoring-Untersuchung Laborbefunde erhoben worden, „die für eine Infektion der Tiere mit dem Erreger der Geflügelpest sprechen“. Nach weiteren Untersuchungen durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und das Nationale Referenzlabor, das Friedrich-Löffler-Institut für Tiergesundheit (FLI), habe sich ein amtlicher Verdacht auf Geflügelpest ergeben.

Seit Freitag gesperrt

Das Landratsamt hatte nach eigenen Angaben bereits am Freitag die Sperrung des Anwesens verfügt. Nach der Geflügelpestverordnung sei schon beim Vorliegen eines Verdachtsfalles „aus seuchenhygienischen Gründen die sofortige Keulung des gesamten Geflügelbestandes auf dem Hof“ vorgesehen. Die Behörde hatte die Vorbereitungen zur Tötung der Tiere in Abstimmung mit dem Betriebsinhaber am Samstag eingeleitet. Die Regierung der Oberpfalz, das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seien beteiligt.

Das Gesundheitsamt am Landratsamt Cham betont in der Mitteilung, dass die Gesundheit der Bevölkerung durch die Geflügelpest generell nicht gefährdet sei. Das gelte auch für den Verzehr von Geflügelfleisch und Eiern. Weitere Hinweise finden sich auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Risikobewertung, des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie des Robert-Koch-Institutes.

Zudem hat das Landratsamt Cham ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter der Nummer (0 99 71) 7 84 50 erreichbar – und zwar an diesem Sonntag bis 18 Uhr und ab Montag während der üblichen Bürozeiten.

Schutz vor der Vogelgrippe

  • Was ist die Vogelgrippe?

    Die aviäre Influenza (Vogelgrippe) ist eine für Hausgeflügel hochansteckende Krankheit, die insbesondere bei Hühnern und Puten durch schwere Krankheitsverläufe gekennzeichnet ist. Hervorgerufen wird die Vogelgrippe durch verschiedene Grippevirusstämme. Der Subtyp H5N1 kann auch bei Menschen eine Influenzaerkrankung auslösen.

  • Ist das Virus auf den Menschen übertragbar?

    Das Vogelgrippevirus ist nur sehr schwer auf den Menschen übertragbar. Bei den aktuellen Ausbrüchen mit der auch für den Menschen relevanten Virusvariante H5N1 sind der Weltgesundheitsbehörde bisher insgesamt 322 bestätigte humane Infektionen gemeldet worden, von denen 195 tödlich verlaufen sind. Dies ist angesichts der großen Verbreitung und hohen Infektionsdichte des Erregers in der Geflügelpopulation der asiatischen Länder und einem traditionell sehr engen Kontakt zwischen Mensch und Geflügel eine sehr niedrige Zahl.

  • Wie kann das Virus auf den Menschen übertragen werden?

    Die Analyse der aktuellen H5N1-Ausbrüche in Asien, der Türkei und Ägypten zeigt, dass die humanen Infektionen mit dem Geflügelpest-Virus durch direkten Kontakt mit infiziertem Geflügel verursacht wurden. Das Vogelgrippe-Virus wird überwiegend durch Einatmen (Inhalation) kontaminierter Staubpartikel oder Tröpfchen übertragen. Das Virus kann aber möglicherweise auch durch Schmierinfektionen mit virushaltigen Ausscheidungen auf Schleimhäute übertragen werden.

  • Besteht Gefahr durch Zubereitung und Verzehr von Lebensmitteln?

    Nach heutigem Wissensstand ist der direkte Kontakt mit Geflügel der weitaus wichtigste Übertragungsweg des Virus vom Geflügel auf den Menschen. Über eine Virusübertragung durch den Verzehr von rohen Geflügelfleischprodukten infizierter Tiere ist bisher wenig bekannt. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes sollte besonders auf die Einhaltung von Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten geachtet werden. Da das Virus ausgesprochen empfindlich gegenüber hohen Temperaturen ist, gelten gut durcherhitzte Lebensmittel als unbedenklich. Gut durcherhitzt ist Fleisch, wenn eine Kerntemperatur von mindestens 70 °C bei der Erhitzung erreicht wird. Das ist für den Verbraucher daran erkenntlich, dass das Fleisch keine rote bzw. rosa Farbe mehr hat und kein roter Fleischsaft austritt. Verbraucher sollten vorsorglich auf den Verzehr roher Eiprodukte (Eischnee, Tiramisu etc.) verzichten. Bei gekochten Eiern sollte darauf geachtet werden, dass sowohl Eiweiß als auch Eigelb fest sind.

  • Wie kann sich der Verbraucher schützen?

    Menschen sollten den Kontakt mit wildlebenden Vögeln meiden. Dies gilt besonders für verendete Tiere und in Gegenden in denen das H5N1-Virus bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen wurde (Sperrbezirke, Beobachtungsbezirke). Reisende in Länder, in denen die Vogelgrippe beim Nutzgeflügel stark verbreitet ist, sollten den direkten Kontakt mit Geflügel sowie deren Federn, Kot, rohem oder unzureichend erhitztem Fleisch und Eiprodukten vermeiden. Besonders von Besuchen von Geflügelmärkten oder Geflügelfarmen wird dringend abgeraten. Das Verbot, Geflügel oder andere Vögel, Geflügelfleisch, Eier und andere Produkte vom Geflügel sowie Federn oder unbehandelte Jagdtrophäen aus den betroffenen Ländern in die Europäische Union einzuführen, muss unbedingt beachtet werden, um weitere Ausbrüche der Vogelgrippe in einheimischen Nutzgeflügelbeständen zu verhindern.

  • Was ist bei der Zubereitung von Geflügelfleisch zu beachten?

    Die allgemeinen Hygienevorschriften sollten strikt eingehalten werden. Rohe Geflügelprodukte und andere Lebensmittel sollten getrennt gelagert und zubereitet werden, insbesondere wenn Letztere nicht noch einmal erhitzt werden. Gerätschaften und Oberflächen, die mit rohen Geflügelprodukten in Berührung gekommen sind, gründlich mit warmem Wasser und Spülmittelzusatz reinigen. Verpackungsmaterialien, Auftauwasser und ähnliches sind sofort zu entsorgen. Die Hände sollten mit warmem Wasser und Seife gewaschen werden. Außerdem ist darauf zu achten, Geflügelspeisen gründlich durchzugaren. Das bedeutet, dass mindestens eine Kerntemperatur von 70 °C erreicht werden muss. Eier sollten vor dem Verzehr gekocht werden bis Eiweiß und Eigelb fest sind, das heißt je nach Größe für mindestens sechs Minuten.

  • Können sich Tiere über Tränkwasser infizieren?

    Das Oberflächenwasser von Gewässern mit hohem Wildvogelbesatz kann grundsätzlich mit Vogelgrippeviren verunreinigt sein. Es sollte unbehandelt nicht als Tränkwasser für Wirtschaftsgeflügel verwendet werden.

  • Kann sich der Mensch über Trinkwasser mit der Vogelgrippe infizieren?

    Trinkwasser wird in Deutschland vorwiegend aus Tiefbrunnen gewonnen. Das gewährleistet eine hohe Sicherheit gegenüber mikrobiologischen Risiken. Dort, wo Trinkwasser aus Oberflächengewässern gewonnen wird, werden aufwendige technische Verfahren eingesetzt, mit denen die Grenzwerte und Anforderungen der Trinkwasserverordnung eingehalten werden. Dadurch wird eine Kontamination des Trinkwassers mit Vogelgrippeviren mit hoher Sicherheit ausgeschlossen.

  • Können Salat oder Gemüse Vogelgrippeviren tragen?

    Grundsätzlich können Salat, Gemüse und Obst, die im Freiland angebaut werden, durch Vogelkot verschmutzt werden. Dieser kann auch Vogelgrippeviren enthalten. Um das Risiko einer Übertragung von Viren, Bakterien und Parasiten auf den Menschen grundsätzlich so weit wie möglich zu verringern, werden Salat, Obst und Gemüse vor der Lagerung bereits im Erzeugerbetrieb grob gereinigt. Bei der Zubereitung von Salaten, Obst und Gemüse im Haushalt sollten die üblichen Hygieneregeln eingehalten werden: Sie sollten vor der Zubereitung beziehungsweise vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden, um Erd- und Kotpartikel zu entfernen. Gemüse, das erhitzt wird, bietet eine zusätzliche Sicherheit vor Infektionen: Das Vogelgrippevirus beispielsweise wird bei über 70 °C inaktiviert.

  • Kann Milch das Vogelgrippevirus enthalten?

    Dafür, dass das Vogelgrippevirus H5N1 beim Rind vorkommt, gibt es keine Hinweise. Zwar wurden beim Rind in der Vergangenheit Influenza-A-Viren nachgewiesen – dabei handelte es sich aber um andere Subtypen. Auch über das Vorkommen der Viren in Milch ist nichts bekannt. Bei der Pasteurisierung (Erhitzung der Milch auf 72 °C für rund 25 Sekunden) würden die Viren aber ebenso inaktiviert, wie andere krankmachende Mikroorganismen auch.

  • Wie kann man die Herkunft von Eiern oder Geflügelfleisch erkennen?

    Auf Eier-Packungen muss die Kennnummer der Packstelle angegeben sein. Angaben zum Ursprung der Eier dürfen gemacht werden. Im Handel angebotenes Geflügelfleisch trägt auf der Verpackung oder auf einem Etikett die Zulassungsnummer des Schlacht- bzw. Zerlegebetriebs; Geflügelfleisch, das aus Nicht-EULändern eingeführt wurde, die Angabe des Herkunftslandes.

  • Kann man sich durch den Verzehr von Muscheln und Fisch infizieren?

    Es ist bekannt, dass Viren durch den Verzehr roher oder unzureichend erhitzter Muscheln auf den Menschen übertragen werden und Magen-Darm-Infektionen auslösen können. Meist handelt es sich dabei um Calici- und Hepatitis-A-Viren, die sehr resistent gegenüber Umwelteinflüssen sind. Im Gegensatz dazu sind Influenzaviren gegenüber Umwelteinflüssen eher sensibel. Die Untersuchung von Proben aus Oberflächengewässern bestätigt die Tendenz, dass die Infektiosität aviärer Influenzaviren mit zunehmendem Salzgehalt abnimmt. Das Risiko, dass sich Verbraucher auch über Muscheln oder Fische, die mit aviären Influenza-A-Viren kontaminiert sind, mit der Vogelgrippe infizieren, wird als gering angesehen. Trotzdem wird wegen des nicht bekannten Restrisikos vom Verzehr roher Muscheln und von rohem Fisch aus Ernte- und Fangregionen, in denen das Vogelgrippevirus nachgewiesen wurde, derzeit abgeraten. Muscheln und Fische sollten bei der Zubereitung deshalb mindestens zehn Minuten lang auf 70 °C oder mehr erhitzt werden. Das gegenüber Hitze sehr empfindliche Virus ist dann sicher abgetötet.

  • Kann man Geflügelkot noch als Dünger verwenden?

    Als Dünger kann Geflügelkot von gesunden, nicht mit dem Vogelgrippe-Virus infizierten Geflügelbeständen aus Betrieben, die außerhalb der Vogelgrippe-Sperrbezirke liegen, weiterhin verwendet werden. Geflügelkot aus infizierten oder ansteckungsverdächtigen Beständen muss „entseucht“, das heißt desinfiziert werden. Es gibt eine Reihe wirkungsvoller Verfahren, die das Tierseuchengesetz und darauf beruhende Bestimmungen vorschreiben. Der desinfizierte Kot darf anschließend nicht in den Handel gelangen, sondern muss auf Ackerboden ausgebracht und sofort untergepflügt werden. Erlaubt ist auch die Verbrennung infizierten Dunges in Müllverbrennungsanlagen oder Zementwerken.

Aggressiver Erreger, aber für Menschen ungefährlich

Die Vogelgrippe oder Geflügelpest wird auch als aviäre Influenza – dieser Begriff geht auf das lateinische Wort avis für Vogel zurück – bezeichnet. Die Tierseuche ist anzeigepflichtig, muss also dem Veterinäramt gemeldet werden. Die Krankheit ist hoch ansteckend und wird durch Viren hervorgerufen. Betroffen sind Hühner, Puten, Gänse, Enten, wildlebende Wasservögel, aber auch andere Vögel.

Beim festgestellten H5N2-Virus bestehte keine direkte Gefahr für Menschen, teilten die Experten mit. Fraglich ist jedoch, wie tödlich der Virus für Federvieh ist. Die geringe Anzahl toter Tiere auf dem Hof spricht jedoch dafür, dass es sich um eine Form der Virus mit geringerer Tödlichkeit handelt.

Bei einer Infektion mit den aggressiveren Virusstämmen führt die Seuche, wie es auf wikipedia.de heißt, meist zum Tod der infizierten Vögel. Einige Varianten der Geflügelpest-Viren, insbesondere die Variante A/H5N1, die in den vergangenen Jahren immer wieder in den Schlagzeilen war, sind in Einzelfällen auf Menschen übertragen worden.

Die Geflügelpest breitet sich sehr schnell über größere Gebiete aus. Nach einer kurzen Inkubationszeit – ein bis fünf, maximal 21 Tage – erkranken die Tiere. Zu den Symptomen zählen unter anderem hohes Fieber und Appetitlosigkeit. Die Legeleistung geht drastisch zurück, viele Tiere verfallen in eine hochgradige Apathie.

Über große Entfernungen

Geflügelpest wird direkt über die Tiere übertragen. Infizierte Vögel scheiden das Virus über die Luftwege sowie über Sekrete und Exkrete aus, wie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit berichtet. Insbesondere wildlebende Wasservögel seien häufig Virusüberträger. Sie erkrankten selbst nicht an Geflügelpest, verschleppten das Virus aber auch über große Entfernungen. Das Virus verbreitet sich auch über die Luft. Besonders heikel: Der Seuchenerreger kann über Menschen, Fahrzeuge, Mist, Futter oder Transportkisten ebenfalls übertragen beziehungsweise verschleppt werden. Der Mensch ist, wie die Behörde im Internet schreibt, ein bedeutsamer Überträger der Seuche – über nicht gereinigte und desinfizierte Kleider, Schuhe oder Hände.

Weitere Meldungen aus der Region Cham finden Sie hier.

Kommentare (2) Regeln Unsere Community Regeln

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  • GB
    Gabriela Bayreuther
    06.12.2015 08:41

    Fängt ja wieder gut an....die armen Hühner, die wieder dran glauben müssen nur weil die Massentierhaltung immedr noch praktiziert wird, wir werden nicht klüger!!!!

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    • CW
      Christiane Wensauer 06.12.2015 16:33

      Keine Ahnung bestimmt von der Materie aber wieder schlau daher reden wenn jemandem die Existenz zerstört wird

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