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Verkehr

B 20-Sanierung an Grenze geht weiter

Die 2,2-Kilometer lange Fahrbahn zwischen dem Grenzübergang Schafberg und der Stadt Furth im Wald wird komplett erneuert.
Von Evi Paleczek

Zunächst werden derzeit die Schutzplanken an den Straßenrändern abgebaut. Fotos: Paleczek

Furth im Wald.Etwa zwei Millionen Euro investiert das Staatliche Bauamt Regensburg, Abteilung Straßenbau, in die Sanierung der Bundesstraße B 20 vom Grenzübergang in Schafberg bis kurz vor die Einmündung der Dr.-Georg-Schäfer-Straße. Im September ist das Projekt gestartet, damals hatte Baudirektor Dr. Richard Bosl noch gehofft, die Maßnahme auf einer Länge von 2,2 Kilometern bis November abschließen zu können.

Das war aufgrund der Witterung aber nicht möglich, weshalb die Sanierung an diesem Montag fortgeführt wurde. Zunächst werden im Lauf der Woche die Schutzplanken am Straßenrand entfernt, um die Bankette zu ertüchtigen, sagt Bosl im Gespräch mit unserer Zeitung. Ab Mitte der Woche beginnt die Baufirma Rädlinger mit den Erdarbeiten.

Eine Behelfsfahrbahn

Es wird eine provisorische Behelfsfahrbahn geschaffen, die bereits bei den ersten drei Bauabschnitten im Herbst vorbereitet worden war. Voraussichtlich ab Ostern werden die ersten Asphaltierungsarbeiten erfolgen. Erst dann betreiben die Firmen wieder ihre Mischanlagen, außerdem sind die Unternehmen derzeit noch nicht voll besetzt.

Ab Mitte der Woche werden die Erdarbeiten fortgeführt.

Die Teilbauabschnitte eins bis drei wurden im vergangenen Jahr abgeschlossen, die Abschnitte vier und fünf werden nun in Angriff genommen. Der Abschluss der Baumaßnahme ist für Mai vorgesehen. Das Projekt stelle aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und fehlender Ausweichrouten eine große Herausforderung sowohl für die betroffenen Verkehrsteilnehmer und Anwohner als auch für die bauausführenden Firmen und die Verantwortlichen im Staatlichen Bauamt dar, sagt Bosl. Das Bauamt bittet die betroffenen Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis für die nicht zu vermeidenden Beeinträchtigungen durch die Baumaßnahme. Alle Beteiligen seien bestrebt, die Maßnahme so zügig wie möglich durchzuführen und die Behinderungen so gering wie möglich zu halten.

Daten zur Straßenerneuerung

  • Bauherr:

    Staatliches Bauamt Regensburg

  • Baufirma:

    Rädlinger

  • Investition:

    etwa zwei Millionen Euro

  • Straßenlänge:

    2,2 Kilometer

  • Sanierungsbeginn:

    September 2016, Fortsetzung seit 20. März 2017

  • Start Asphaltierung:

    Mitte April 2017

  • Geplanter Abschluss der Baumaßnahme:

    Mai 2017 (ep)

Über die Ampelregelung, die in Kraft treten werde, sobald die Straße einseitig gesperrt wird, werde das Bauamt dann informieren. Wann das passiert, hänge noch vom Wetter ab sowie dann vom genauen Zeitplan, den man mit den Firmen ausarbeiten werde. Es werde auf der linken Seite in Richtung Grenze eine Behelfsfahrbahn geben, damit der Verkehr möglichst ungehindert fließen könne.

In Bezug auf den zu sanierenden Streckenabschnitt hätten Untersuchungen im Vorfeld der Baumaßnahme mit Hilfe von acht Probebohrungen gezeigt, dass der bituminöse Straßenoberbau zum Teil nur 15 Zentimeter dick ist und damit der stetig steigenden Verkehrsbelastung nicht standhalten könne. Mit der Sanierung werde der erforderliche Fahrbahnoberbau mit einem 30 Zentimeter dicken Asphaltoberbau hergestellt. Die Verkehrsbelastung im Jahr 2014 betrug laut Straßenbauamt etwa 11 000 Fahrzeuge pro Tag, bei einem Schwerlastverkehrsanteil von etwa zwölf Prozent.

Abbiegespur ja oder nein?

Im vergangenen Jahr hatte Bosl angekündigt, parallel zur Sanierung dieses Streckenabschnitts werde die Planung für eine Abbiegespur zur Dr.-Georg-Schäfer-Straße erstellt. Diese Baumaßnahme hätte ebenfalls in diesem Jahr realisiert werden sollen. Nun sei man aber nochmal am Überlegen, ob dieses Vorhaben wirklich realisiert werde, sagt Bosl. Aufgrund der feststehenden Bahnlinie, die ja nicht überbaut werden könne, und dem Ziel, so wenig privaten Grund wie möglich in Anspruch zu nehmen, könne die Neigung an der Kreuzung dort kaum verbessert werden. Mit einem Ausbau werde die Situation dort nicht wesentlich flacher. Deshalb gelte es zu überlegen, ob das Ganze den Aufwand wert sei, wenn keine wesentliche Verbesserung geschaffen werden könne, erklärt Bosl. Das Projekt sei also in der Schwebe, man werde die Frage demnächst in Gesprächen mit der Stadt klären.

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