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Montag, 11. Dezember 2017 14

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Stellenwert höher als Teilnehmerzahl

Schneeschauer dezimieren Teilnehmer am Volkstrauertag in Hohenwarth. KuRV-Chef Willi Fechter betont die Bedeutung der Erinnerung.

Der KuRV um Vorstand Willi Fechter legte ein Kranzgebinde nieder. Foto: kha

Hohenwarth.Am Sonntag versammelten sich im Hof der Gaststätte Vogl die Bürgermeister Xaver Gmach, Reinhard Heitzer und Dieter Schuster mit Gemeinderat und KBM Josef Pritzl, Kreisorganisationsleiterin Helga Reiter, dem Krieger – und Reservistenverein, den drei Feuerwehren Hohenwarth, Ansdorf – Simpering und Gotzendorf, sowie der Trachtenverein D`Wochtstoana, um den Volkstrauertag zu begehen.

Angeführt von der Blaskapelle Hohenwarth bewegte sich der Zug zur Pfarrkirche St. Johannes. BGR Pfarrer Franz–Xaver Weber sagte, dass der Volkstrauertag immer mehr an Bedeutung verliere, was man an der Beteiligung sehe.

Der Krieg liege 72 Jahre zurück , die Erinnerung verblasse und wenn es die Kriegerdenkmäler nicht gäbe, wäre der Gedenktag bereits bei vielen vergessen. „Mit Blick auf die vielen Krisenherde auf der Welt sehen wir, dass Frieden nichts Selbstverständliches ist,“ so Pfarrer Seidl. Gott sei Garant für Frieden. Die Lesungen und Fürbitten trugen Renate Hupf und Joachim Lehmeier vor. Nach dem Schlusslied versammelten sich die Ehrengäste, Vereinsabordnungen und einige Gläubige am neuen Kriegerdenkmal an der Pfarrkirche. Bürgermeister Xaver Gmach erinnerte an die schlimmste Zeit deutscher Geschichte, an die beiden Weltkriege und die Nazidiktatur, die Widerständler mit ihrem Leben büßen ließen, weil sie nicht ins rassistische Bild der Nazis passten. „Der Volkstrauertag hat nach wie vor einen hohen Stellenwert,“ sagte Xaver Gmach. Ein Gedenken, dass sich der Geschichte stelle, sensibilisiere für bedrohliche Entwicklungen oder die Verharmlosung von Gewalt. Zum Gedenken legte Gmach ein Kranzgebinde nieder.

Anschließend bewegte sich der Zug durch Hohenwarth zum alten Kriegerdenkmal an der Hauptstraße. KuRV-Vorstand Willi Fechter erinnerte an die Menschen die im Krieg ihre Angehörigen verloren haben. Trauer sei etwas persönliches und man frage sich: Um wen trauern wir, die wir diese Gefallenen und Vermissten nicht gekannt haben? Der Volkstrauertag sei kein Tag der Staatstrauer, so Willi Fechter, gemeint sei vielmehr eine Erinnerung an die Weltkriege und an die Kriege, die immer noch auf dieser Welt herrschen. Auch Fechter legte ein Kranzgebinde nieder. Uwe Aschenbrenner und Karl–Heinz Weiß sen. feuerten jeweils den Ehrensalut aus der vereinseigenen Kanone. (kha)

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