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Dieser Moderator hat Radio im Blut

Hans-Dieter Kietzer moderiert seine eigene Sendung im Web. Sie heißt Oldiewelle Roding und hält Kontakt zu den Hörern.
Von Rupert Schlecht

Hans-Dieter Kietzer im Studio. Von hier aus geht er als Moderator immer freitags auf Sendung. Foto: R. Schlecht

Roding.„Ich habe Radio im Blut.“ Kein Wunder, dass sich Hans-Dieter Kietzer der Verbindung aus Musik und Radio fest verbunden fühlt. So moderiert er seit Jahren Sendungen im Internet – neuerdings, mit der Oldiewelle Roding und zusammen mit drei weiteren Moderatoren nun endlich seine eigene Webradio-Sendung.

Jeden Freitag zwischen 18 und 20 Uhr sitzt er in seinem Studio unterm Dach im Haus in Thannhof. PC, Laptop, Modem, Boxen, Kopfhörer, Mikrofon..., dazu tausende Musiktitel... Kietzer ist dabei voll in seinem Element. Er freut sich über jeden Hörer im Web, der wie er ein Oldie-Fan ist.

Rock’n’Roll, Beat und Schlager

Compaktdiscs, wohin man schaut in Kietzers Studio Foto: R. Schlecht

Echo-Leser haben Hans-Dieter Kietzers Namen womöglich schon öfters gelesen. Wir verfolgen seinen Werdegang als Moderator seit Jahren. Der Krankenpfleger – Jahrgang 1963 –hat sich neben seinem Brotberuf seinen Traum erfüllt. So ist der Musikfan vor gut sechs Jahren erstmals unter die Moderatoren on Air gegangen – von Beginn an von zu Hause aus. Zunächst hat er seine Stimme ins Internet-Radio www.radiosuperoldie.com eingebracht, dann, seit November 2011, unter www.radiosimbach.de. Seine Leidenschaft für Oldies aus Rock’n’Roll, Beat und Schlager kommt ihm – und seiner Hörerschaft – bis heute zugute.

Also, nachdem er im Laufe der Zeit für diverse Sender moderiert hatte, keimte der Gedanke, es mit einem eigenen Web-Sender zu probieren. „Aber wegen der Kosten habe ich lange hin und her überlegt.“ In der günstigsten Variante 2000 Euro im Jahr aufzuwenden, erschien ihm zu happig. Schließlich ist er auf laut.FM fündig geworden. Bei diesem Konsortium aus über 1000 Web-Sendern bewarb er sich um einen Sendeplatz. Und dank seines guten Rufes als Moderator ließ die Zusage auch nicht lange auf sich warten – laut.FM stellte ihm den Stream günstig zur Verfügung.

Das Internetradio

  • Übertragung

    Als Internetradio (auch Webradio) wird ein Internet-basiertes Angebot an Hörfunksendungen bezeichnet. In der Regel erfolgt die Übertragung als Streaming Audio; zur Nutzung sind entsprechende Streaming-Clients erforderlich.

  • Variante

    Streaming Audio ist eine Variante des „Streaming Media“, bei der Audiodaten kontinuierlich über Computernetzwerke übertragen werden. In seiner einfachsten Form kann man sich Streaming Audio als Hörfunk im Internet vorstellen.

  • Streaming Audio

    Streaming Audio ermöglicht so eine Vielzahl personalisierter „Rundfunk“- Programme und -Formate, Zugriff auf Ton- und Musikarchive sowie ausgefeilte Kombinationen mit anderen Multimedia-Technologien zu Web-Präsentationen und Web-Konferenzen.

  • Studie

    Im April 2010 gab es laut einer Studie der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) rund 2700 deutsche Webradios. Inzwischen, fügt Hans-Dieter Kietzer hinzu, gibt es schon rund 3500 Webradios. (ec)

„Doch wie sollte ich mein Baby nennen?“– Dazu forschte Kietzer ausgiebig im Internet. Einen Namen für eine Website, die Domain, doppelt zu verwenden, ist nicht erlaubt. Dabei spielte es auch keine Rolle, nicht mitbekommen zu haben, dass eine bestimmte Domain bereits existiert. Das Recht zu verletzen, würde also stark ins Geld gehen... So nahm es Kietzer genau. Die Domain oldiewelle.de war dann im Netz nirgends zu finden. Das passte. Und, weil Kietzer Rodinger ist, fügte er dem Namen gleich noch Roding hinzu. Schon war die Oldiewelle Roding geboren. Den Namen ließ er sich schützen. Insofern war alles fertig, alles bis auf die Website...

„Roding ganz bewusst gewählt“

Blick auf die Website von www.oldiewelleroding.de Foto: R. Schlecht

Zum Programmieren holte er sich einen Freund an die Seite, der sich damit auskennt. „Bis die Seite richtig gestanden ist, hat es eine gute Woche gedauert.“ Drei bis vier Stunden am Tag haben die Männer daran „gebastelt“. Nur gut, dass Kietzers Frau Margarethe ihren Mann bei seiner Liebe zu Musik und Web-Radio unterstützt. Klar ist sie auch Fan seiner Sendung.

Die Hörer – im Schnitt bis zu 16 pro Sendung – bekommen Musik von den 1950er bis 1990er Jahren geboten. Wenn man bedenkt, dass man schon 2016 schreibt, gehört heutzutage wohl auch schon so mancher Song aus den 1990ern in die Kategorie Oldie. Gesendet wird nicht nur an Freitagen (mit Moderation), sondern auch die Woche über rund um die Uhr, sprich unmoderiert. Wer denkt, weniger als 20 Hörer sind nicht der Rede Wert, irrt. Angesichts der Masse an rund 3500 Webradio-Sendern alleine in Deutschland gibt es reichlich Konkurrenz. Insofern sind 20 schon recht ordentlich.

„Roding hab ich ganz bewusst gewählt, damit man sieht, dass die Oldiesendung auch aus Roding kommt.“

Hans-Dieter Kietzer

Wichtig ist Kietzer der Spaß an der Moderation, aber auch, dass er mit seinen Hörern in Kontakt ist. Das funktioniert auf Sendung live im Chat, andererseits über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Für Anregungen und Kritik hat er ein offenes Ohr. Dass im Sendernamen Roding vorkommt, ist für ihn selbstverständlich: „Roding hab ich ganz bewusst gewählt, damit man sieht, dass die Oldiesendung auch aus Roding kommt.“

Wer eine örtliche Web-Site betreibt, kann diese gern mit der von Kietzer verlinken. Denn – www.oldiewelleroding.de klingt einfach spitze.

Weitere Meldungen aus Roding lesen Sie hier.

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