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Kommune

Warum trat der FFW-Kommandant zurück?

Bürgermeister Saurer: „Ich habe mit der Sache nichts zu tun.“ Und es gab noch einige andere strittige Punkte im Gemeinderat.
Von Hans Schmelber

FFW-Kommandant Markus Klebl hat vergangene Woche mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt. Foto: Archiv/fsh

Waffenbrunn.Das interessanteste Thema des Abends brachte Bürgermeister Roland Saurer unter Wünsche und Anträge auf die Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung: FFW-Kommandant Markus Klebl hat vergangene Woche mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt (wir berichteten). Der Bürgermeister betonte dazu, dass er mit diesem Rücktritt „überhaupt nichts zu tun“ habe. Saurer: „Das ist eine Sache der Feuerwehr und der beiden Kommandanten.“, Und wie er gehört habe, „soll der Erste es nicht mit dem Zweiten können und der Zweite nicht mit dem Ersten“.

Das bestätigte auch Peter Roider, 2. Bürgermeister, Gemeinderat und Vorsitzender der Feuerwehr. Er informierte dazu, dass der bisherige 2. Kommandant Stefan Riederer kommissarisch jetzt 1. Kommandant wird und Atemschutzwart Arkadiusz Przeczek 2. Kommandant.

Das geht jetzt so lange, bis Bürgermeister Saurer eine Dienstversammlung einberuft, verbunden mit Neuwahlen. Roider betonte, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr damit keines falls gefährdet sei. Die für diesen Posten notwendigen Lehrgänge werden von beiden Kommandanten unverzüglich nachgeholt. Alles waren sich einig, dass diese Situation entspannt und unaufgeregt über die Bühne gehen soll.

Der Kauf einer Ladestation für Elektromobilität stand nach einer Präsentation derselben durch Johann Seebauer von der Bayernwerk AG zu Beginn der Sitzung zur Diskussion. Die Bayernwerk AG hat eine Förderung in Höhe von 40 Prozent beantragt, die auch schon im April für einen Zeitraum von vier Monaten zugesagt wurde.

„Wir müssen mit der Zeit gehen“

Diese Ladesäule wäre auf dem Parkplatz Bergstraße 1 vorgesehen und hätte zwei Ladepunkte mit jeweils 22 kW, erklärte der Bürgermeister. Abzüglich der Förderung in Höhe von 3239 Euro müsste die Gemeinde 6396 Euro bezahlen und wäre damit Eigentümer. Strom liefert das Bayernwerk und übernimmt auch das Aufstellen, die Wartung und Inspektion. Zusätzlich müsste die Gemeinde pro Monat noch ein Betriebsführungsentgelt in Höhe von 69 Euro zahlen.

„Brauchen wir überhaupt so eine Ladestation?“ Das war die Frage für die meisten Gemeinderäte. Bürgermeister Saurer meinte dazu, die Gemeinde müsse mit der Zeit gehen. Darauf Thomas Ederer: „Ich bin mir sicher, dass dort mindestens fünf Jahre kein Auto Strom tanken wird.“ Bei der Abstimmung blieb Bürgermeister Saurer allein bei 13 Gegenstimmen. Sein Kommentar: „Dann sind wir halt nicht modern.“

„Dann sind wir halt nicht modern.“

Bürgermeister Roland Saurer

Für einen Außenstehenden und die Zuhörer war die Diskussion, die danach über das neue Baugebiet „Am Sonnenhang“ erfolgte, relativ unklar. Ob der Bürgermeister dafür oder dagegen war, erschloss sich nicht. Er bestätigte lediglich, dass der Bebauungsplan für die bisherige Planung beschlossen ist. „Jetzt geht es um die Erweiterung“, stellte er fest.

Der Gemeinderat beschloss bei zwei Enthaltungen, der Erweiterung zuzustimmen und analog den Erschließungsvertrag zu ändern. Einstimmig wurde auch dem Vorschlag von Franz Gmach zugestimmt, dass die Straße künftig Eichenstraße heißt.

Letzter wesentlicher Punkt war wieder einmal die Geruchsbelästigung im Ortsteil Maiberg. Die Firma Störk Umwelttechnik hat der Gemeinde eine Anlage zum Preis von knapp 20 000 Euro angeboten. Nach ausgiebiger Untersuchung wäre das nach Meinung der Firma eine optimale Lösung für die Geruchsprobleme in Maiberg. Nach intensiver Diskussion wurde Andreas Irrgang von der Verwaltung aufgefordert, sich mit der Firma in Verbindung zu setzen und festzustellen, ob so eine Anlage schon mal eingebaut wurde. Dann will man dort nachfragen, ob die Anlage mit Erfolg arbeitet.

Vertrag für Fundkatzen

Kopfschütteln und Unverständnis zeigten Gemeinderäte beim Punkt zur Vergabe einer Außenverschalung für eine Betonmauer in Kolmberg. Es war gar nicht genau festzustellen, wem die Mauer eigentlich gehört. Man wird das im Zuge einer Ortsbesichtigung klären.

Einstimmig war der Beschluss zu einem Vertrag für Verwahrung und Aufwandersatz für Fundkatzen. Der Verein „Waldmünchener Tierfreunde“ hat sich angeboten, für einen Festpreis von 120 Euro sich um Fundkatzen zu kümmern. Im Betrag enthalten sind Kastration, Impfen und Tierarztkosten. Ohne große Diskussion wurde dem zugestimmt.

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