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Montag, 11. Dezember 2017 3

Volksmusik

Frische Töne aus alten Instrumenten

Der 43. Instrumentenbau und -spielkurs hat an der Jugendbildungsstätte Waldmünchen begonnen. Hier ist wieder einiges geboten.
Von Martin Hladik

  • Kinder lernen zusammen mit Erwachsenen alte Volksmusikstücke: das gehört zum Konzept der Instrumentenbau- und -spielkurse in Waldmünchen. Foto: Hladik
  • Ein Teilnehmer lernt neue Stücke auf der Drehleier Foto: Hladik

Waldmünchen.Bereits zum 43. Mal findet in Waldmünchen der Instrumentenbau- und -spielkurs statt. 76 Teilnehmer wollen auch diesmal entweder ein altes Instrument nachbauen oder Stücke für alte Instrumente lernen. Die Musiker kommen im wesentlichen aus Bayern. Welche Strahlkraft die Kurse aber mittlerweise besitzen, zeigt das ein Teilnehmer bis aus Schweden angereist ist.

Wie in jedem Jahr, so Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl bei der Vorstellung des Kurses, werden die Musiker auch in Waldmünchen auftreten. So bei der Jahresschlussandacht, am 1. Januar überall in Waldmünchen und am 2. Januar bei einem Auftritt im Waldcafe. Appl wies daraufhin, dass der Gründer dieser Kurse, der frühere Bezirksheimatpfleger Dr. Adolf Eichenseer erst im November verstorben ist. Das Gedenken an ihn begleite den Kurs.

Bezirkstagspräsident Franz Löffler stellte sie Kulturarbeit als einen Schwerpunkt des Bezirks vor. Ihm sei es wichtig, dass der Kurs in Waldmünchen identitätsstiftend sei. Ohne diesen Kurs wären viele Instrumente, und vor allem das Wissen, wie sie zu spielen sind, verloren gegangen.

Bürgermeister Markus Ackermann betonte, dass der Instrumentenbaukurs wegen der Auftritte der Musiker einer der in der Waldmünchner Öffentlichkeit bekanntesten Kurse an der Jugendbildungsstätte sei. Das sei eine willkommene Bereicherung für das kulturelle Leben der Stadt.

Eine besondere Überraschung für die Kursveranstalter hatte Alois Nock. Der Leiter der Jugendbildungsstätte war kurz zuvor für sein 25-jähriges Dienstjubiläum geehrt worden. Im nächsten Jahr werde er 60, dann wolle er nach 25 Jahren erstmals selbst einen Kurs besuchen und ein Instrument bauen. Für die Jugendbildungsstätte sei der Instrumentenbaukurs „ein Geschenk“. Mit der Belegung über den Jahreswechsel gelinge es immer, die psychologisch wichtige Zahl von 30000 Übernachtung zu erreichen.

Der stellvertretende Bezirksheimatpfleger und Volksmusiker Hans Wax kümmert sich zum 26. Mal in Folge um den Kurs. Es sei immer gelungen, zwischen 60 und 110 Teilnehmer für den Kurs zu gewinnen. Am Anfang sei der Kurs noch absolutes Neuland gewesen. So sei es gelungen das vergessene Instrument des Böhmischen Dudelsacks wieder populär zu machen. Heutzutage gebe es auch professionelle Anbieter für das Nachbauen historischer Instrumente. Nachdenken sollte man auch über die Länge des Kurses. Für viele sei eine Woche mittlerweile zu lang. Heuer würden vier Instrumentenarten gebaut: der Böhmische Bock, ein Hummelchen, eine Elfenzither und eine Cachon. Neun Kurse beschäftigen sich mit alter Volksmusik und alten Instrumenten wie zum Beispiel der Drehleier oder dem Böhmischen Dudelsack.

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