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Region Kelheim
Sonntag, 19. November 2017 7

Musik

22 Kapellen lassen Saal erklingen

Ein Musikfest für Jung und Alt ging am Sonntag in Saal über die Bühne. Einen Jahrmarkt und andere Attraktionen gab’s dazu.
von Roland Kugler

22 Musikkapellen erfreuten die Besucher beim „Klingenden Saal“. Foto: Kugler

Saal.Am Sonntag, um 14 Uhr, marschierten vier Musikkapellen aus verschiedenen Richtungen sternförmig auf den Kirchplatz im Zentrum von Saal zu. Es war ein wunderschönes Bild, das sich den zahlreichen Zuschauern bot, als sie dort eintrafen und ein Standkonzert gaben – und sie dankten es den Musikanten mit großem Applaus. „Ich freue mich dass so viele Musikgruppen und Besucher gekommen sind“ begrüßte Bürgermeister Christian Nerb die Gäste. Er ist selbst ein Musiker mit Leib und Seele, spielt Klarinette bei den „Altbairischen“ und hat mit seiner Mitarbeiterin Helga Vehlow auch dieses Jahr wieder das „klingende Saal“ organisiert.

Bunte Mischung aus Musik-Event und Flaniermeile

Die Hauptstraße war für den Verkehr gesperrt, Geschäfte hatten geöffnet und mehr als 40 Aussteller boten ihre Waren an. Die ganze Ortsmitte verwandelte sich in eine bunte Mischung aus Musik, Flaniermeile, Jahrmarkt und Volksfest. Bei 22 mitwirkenden Solisten, Bands, Chören und Tanzgruppen war auch für jeden Geschmack etwas dabei. Nicht nur Freunde bayerischer Blasmusik wurden verwöhnt, es war ein Fest für alle Musikliebhaber.

Klingendes Saal 2017

Ein Drehorgelspieler trat auf, in der alten Kirche sangen Chöre und man konnte einem Didgeridoo lauschen. Oder dem „Mitterfeckinger Löschzug“ der sich in gewohnt herzerfrischender Manier musikalisch-mundartlich fragte, ob das Bügeleisen aus und das Hosentürl zu war. Ob Blechmusik oder Country-Rock, die Volkstanzgruppe des Holledauer Volkstrachtenverein Siegenburg kam ebenso gut an wie die wunderbare Mischung aus Folk und Austropop von „Häde, dade, ware“. Allein ihr Name ist eine Freude für jeden Liebhaber der bairischen Mundart, für alle die noch nicht soweit sind die Übersetzung: „Hätte ich, täte ich, wäre ich“ – was klingt jetzt schöner?

Musik auf vier Bühnen

Man kann bei der Vielzahl der Mitwirkenden gar nicht alle erwähnen, und das besondere ist dass nicht nur auf einer sondern auf vier Bühnen parallel musiziert wurde. Man konnte also gemütlich durch den Ort bummeln, die Stände begutachten, hier einen Kaffee trinken und dort noch eine frische Halbe und überall Musik hören. Viele blieben aber auch entspannt auf ihren Bänken sitzen, aßen, tranken, ratschten und ließen die Musikanten zu sich kommen – da diese immer wieder die Bühnen wechselten. Ein einfaches, aber geniales Konzept, das die Saaler da auf die Beine stellen. Die gute Stimmung der Besucher dankte es ihnen.

Selbst wenn man nicht Musik hören wollte gab es ein vielfältiges Angebot: beim Schachspielen mitmachen, Zumbakids oder erwachsene Tanzdamen bewundern oder eine Dirndlmodenschau. Auch für Kinder war eine Menge geboten: Specksteinschnitzen, Sandspiel- Schmink- und Bastelstationen und manche liessen sich beim Bungee-Trampolin in den Himmel schleudern. Der hielt auch klasse durch, denn es blieb trocken, so dass bis in die Abendstunden fröhlich musiziert und gefeiert wurde.

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