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Region Kelheim
Dienstag, 20. Februar 2018 5

Positiv

Abensberg schafft neue Gewerbeflächen

Die Erschließungsarbeiten in Gaden sind im Zeitplan. Die Stadt reagiert auf die Nachfrage seitens der Unternehmer.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Abwasserrohre liegen bereit. Foto: Abeltshauser

Abensberg.In den vergangenen Wochen und Monaten standen in Abensberg vor allem Wohnbauprojekte in der Öffentlichkeit. Allerdings: Es tut sich auch etwas in Sachen Gewerbeflächen. Die Erweiterung des Gewerbe- und Industriegebiets Gaden läuft auf Hochtouren. Damit hofft Stadtkämmerer und Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) Andreas Poschenrieder, die vorhandene Nachfrage befriedigen zu können. Bis August soll die Erschließung geschafft sein.

Der Sinn der Maßnahme stehe außer Frage. „Die Nachfrage ist groß“, sagt Poschenrieder mit Blick auf Gewerbeareale. Ein Rückblick zeigt: Bereits im Jahr 2016 gab es laut Bauamtsleiter Peter Schmid eine Warteliste von Bewerbern mit 64 Namen. Dabei geht es Poschenrieder nicht nur darum, möglichst viel Raum in möglichst kurzer Zeit zu verkaufen: „Wir wollen Unternehmen, die sich langfristig und gut bei uns entwickeln können.“ Da spricht der Kämmerer in ihm. Der hat in den vergangenen Jahren schon am Steueraufkommen ablesen können, dass sich viele Unternehmen im Stadtgebiet Abensberg gut entwickeln: Ein hoher Anteil der Anfragen kam und kommt aus Abensberg selbst. Letztendlich stieß die Stadt 2015 die Erweiterung der Gewerbeflächen an. Seither war das Projekt mehrmals Thema in Sitzungen von Bauausschuss und Stadtrat. Poschenrieder rechnet mit Einnahmen aus dem Verkauf von Flächen im neu geschaffenen Areal von 1,2 Millionen Euro.

Insgesamt sind es 16 neue Parzellen, die das bestehende Industriegebiet Gaden erweitern. Vermarktet werden die neuen Parzellen in Größen von etwa 1800 bis über 7000 Quadratmeter durch die SEG. Aktuell läuft die Infrastruktur-Erschließung: Straßen, Wasser- und Abwasser-, Gas- und Glasfaserleitungen entstehen.

Die Erschließungsarbeiten werden – wenn es weiter so zügig voran geht – im August 2018 abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt können Unternehmer dort Grundstücke bebauen. Eine Bauverpflichtung von fünf Jahren ab Bebaubarkeit ist mit dem Erwerb des Grundstücks verbunden. Was sinnvoll erscheint. Denn im bestehenden Areal gibt es noch manch unbebaute Fläche. Auch das hat im Vorfeld bei so manchem Abensberger die Frage aufgeworfen, ob eine Erweiterung nötig sei. Hier räumen Stadt und Stadtentwicklungsgesellschaft ein, dass es wohl ein Fehler gewesen sei, früher auf eine Baupflicht zu verzichten.

Die freien Flächen waren während der Aufstellung des Bebauungsplans zum Areal nicht der einzige Kritikpunkt. Bürger wie Naturschutzorganisationen stießen sich daran, dass zahlreiche Bäume für die neuen Gewerbeflächen haben weichen müssen. Allerdings hielt die Naturschutzbehörde im Landratsamt im Aufstellungsverfahren die geplanten Ausgleichsflächen für ausreichend.

Wie ist das mit der Gefahr von Hochwasser im Industriegebet? Andreas Poschenrieder: „Der Boden ist stark versickerungsfähig, da besteht keine erhöhte Gefahr.“ Dazu kommt: Einen Steinwurf weiter, in Offenstetten, wird derzeit der zweite Abschnitt der Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt.

Das heutige Gewerbe- und Industriegebiet Gaden wurde 1995 an die Staatsstraße 2144 angebunden. Dies war der Beginn der echten Vermarktung von Industrieflächen vor den Toren der Stadt. Im Laufe der Zeit haben einige Unternehmer aus der Babonenstadt ihr Firmenareal dorthin ausgesiedelt.

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