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Region Kelheim
Dienstag, 22. August 2017 26° 1

Die

Bayerisch-türkische Lausbuben

Junge Union will mit Komödie zum kulturellen Austausch anregen. Am Donnerstag umsonst ins Kino zu „Seppi und Hias“.

Die JU Kreisvorsitzende Melissa Goossens hofft, dass vor allem Junge ins Integrationskino kommen.

Kelheim. Integration salonfähig machen, dieses Ziel hat der Kreisverband der Jungen Union Kelheim. An diesem Donnerstag bringen sie den Kurzfilm „Seppi und Hias“ des Deutsch-Türken Emre Koca in das Kelheimer Kinocenter.

„Integration ist mehr als nur darüber zu sprechen. Wir wollen Menschen anderer Herkunft in unser Leben miteinbeziehen, uns für deren Kultur interessieren“, erläutert JU-Vorsitzende Melissa Goossens das Konzept des Integrationskinos. Am morgigen Donnerstag zeigt der Kreisverband der jungen Christsozialen im Kelheimer Kinocenter den Kurzfilm „Seppi und Hias“.

Die beiden Protagonisten Seppi und Hias sind ein unzertrennliches Gespann. Am liebsten hecken sie einen lustigen Streich gegen einen der Dorfbewohner aus.

Der Film zeigt unverkennbare Parallelen zu Ludwig Thoma’s Lausbubengeschichten. Hansi Kraus, der Lausbub von damals, ist in Emre Kocas Film der Vater von Matthias. Und sogar der Drehort der beiden Filme ist gleich: Auch „Seppi und Hias“ spielt im oberbayerischen Baierberg.

Der Unterschied: Seppi heißt in Wirklichkeit Yusuf und stammt aus der Türkei. Mit seiner allein erziehenden Mutter lebt der Junge seit jüngster Jugend mitten in Oberbayern und ist dort voll und ganz integriert.

„Das besondere ist, dass die Story nicht frei erfunden ist. Sie erzählt von den Kindheitserlebnissen vom Regisseur Emre Koca“, sagt Melissa Goossens bei der Präsentation des Vorhabens in Kelheim. Der Filmemacher steht im Anschluss an die Vorführung des Film im Kelheimer Café und Bistro „Tagblatt“ für die Fragen der Zuschauer zur Verfügung. In einer Gesprächsrunde wolle man über den Film und natürlich auch über Kocas Meinung zur Integration sprechen. Auch der Integrationsbeauftragte der bayerischen Landesregierung, Martin Neumeyer, wird sich den Fragen der Besuchern stellen.

„Wenn wir mit jemandem, der so erfolgreich integriert ist wie Emre Koca, über Eingliederung sprechen, können wir bestimmt noch jede Menge lernen“, ist JU-Kreisvorsitzende Melissa Goossens überzeugt. Außerdem habe die Junge Union die Mitglieder der türkischen Gemeinden aus Kelheim und Mainburg eingeladen. Dadurch versprechen sich die jungen Christsozialen ein offenes Gespräch mit den Betroffenen. Goossens hofft außerdem, mit dem Kurzfilm „Seppi und Hias“ vor allem junge Menschen für das Thema begeistern zu können.

Auf Eintrittsgelder verzichte man für die Vorstellung bewusst. „Integration soll schließlich für jedermann frei zugänglich sein, also nichts kosten“, so Goossens. Beginn ist am Donnerstag um 20 Uhr.

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