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Region Kelheim
Samstag, 18. November 2017 5

Bauen

Bis zu 75 neue Wohnungen möglich

Abensberger Bauausschuss treibt mehrere Wohnbauprojekte voran. Für Photovoltaik soll es ein Konzept geben.
Von Wolfgang Abeltshauser

Das Modell des Gebäudes, das an der Stadionstraße entstehen soll. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Wohnraum bleibt ein großes Thema in der Babonenstadt. „Wir bemühen uns intensiv, gemeinsam mit Investoren Wohnungen zu schaffen“, sagte Bürgermeister Dr. Uwe Brandl (CSU) in der jüngsten Bauausschusssitzung. Bei zwei Projekten sorgten die Gremiumsmitglieder dafür, dass es vorangeht. Aber es gab eine Debatte zum Thema „Sozialer Wohnungsbau“.

Wie bereits berichtet will ein Investor im Bereich des alten Stadions Wohnungen errichten. Jetzt lag eine erste konkrete Planung auf dem Tisch. Besser gesagt sie stand dort. Denn Bauamtsleiter Peter Schmid hatte ein Modell dabei. Brandl betonte, dass die Sportvereine – also der MSC und der TSV – intensiv in die Planungen eingebunden waren. Befürchtungen, der Sportbetrieb könnte beeinträchtigt werden, seien also vom Tisch. Entstehen soll ein Riegelgebäude mit 24 Wohneinheiten. Die eigentlichen Wohnräume wie Wohn- oder Schlafzimmer sollen dabei auf der dem Sportareal abgewandten Seite entstehen. Richtung Spielfeld würden Toiletten, Küchen usw. eingeplant. Auf diese Weise könne unter Umständen sogar auf eine Lärmschutzwand verzichtet werden. Das Gremium war damit einverstanden. Und beauftragte die Verwaltung, ein Bauleitplanverfahren durchzuführen.

Wohnen statt Werkstätten

Auch in der Aunkofener Straße tut sich was. Das alte Probst-Firmengelände soll nach dem Willen des Eigentümers zu einem Wohngebiet werden. Möglich wären – je nach Planung – bis zu 50 Wohnungen. Für Brandl bietet sich das Areal geradezu an. Das Gremium fasste den Aufstellungsbeschluss ohne Gegenstimme.

Diese Entwicklung sei grundsätzlich erfreulich. Das sagte Richard Zieglmeier (Grüne). Allerdings vermisse er die Komponente „Sozialer Wohnungsbau“. Wieder brachte er seinen früheren Vorschlag ins Spiel, einen bestimmen Prozentsatz an entsprechenden Wohnraum pro Projekt zu verlangen. Brandl erwiderte, dass er hier nichts von Zwang halte. Sehr wohl sei mit den Investoren darüber gesprochen worden. Letztlich könne Zieglmeiers Ansinnen aber nicht rentabel umgesetzt werden. Brandl betonte weiter, dass es nicht so sei, dass nichts in Abensberg geschehe. „Wir reden mit jedem.“ Allein das Werkzeug Zwang sei nicht das richtige.

Den Bürgermeister freut es – und sicherlich auch zahlreiche seiner Mitbürger. Das Unternehmen Norma hat einen Bauantrag gestellt, nördlich des Bauhofs einen Lebensmittelmarkt mit Bäcker und Metzger zu errichten. Bisher residiert die Firma in der Regensburger Straße. Der Markt soll eine Größe von tausend Quadratmetern haben. Grund zu einer Debatte sahen die Räte nicht, sie gaben ihr grünes Licht.

Konzept für die Sonnenenergie

Die Kommune soll sich ein Konzept geben, was die Ansiedlung von Freiflächenphotovoltaikanlagen betrifft. Der Bürgermeister blickte auf die Ratssitzung im Juli zurück. Damals wurde eine entsprechende Regelung angeregt. Brandl schlug vor, so lange solche Anlagen zuzulassen, bis in Abensberg so viel Strom erzeugt wird, wie die Bürger hier auch verbrauchen. Ansonsten müssten Investoren warten, bis etwa der Stromverbrauch steigt. Denn Überkapazitäten sollten keine erzeugt werden.

„Das ist ein gangbarer Weg“, stellte Simon Steber (Junge Liste) fest. Der gerne sehen würde, dass die Unternehmen dann auch in Abensberg Gewerbesteuer zahlen. Was der Bürgermeister nicht anders will. Brandl schlug vor, den Investoren aufzuerlegen, ihre Projekte innerhalb von fünf Jahren zu verwirklichen. Hier gab es mehrere Stimmen, denen das zu lange ist. Deshalb will Brandl hier noch einmal Experten zurate ziehen. Ob die Regelung in Kraft tritt soll der Stadtrat in einer seiner kommenden Sitzungen entscheiden.

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