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Region Kelheim
Freitag, 24. März 2017 15° 3

Gesundheit

Chancen für Krankenhaus Mainburg

Fremdnutzung könnte dem Krankenhaus in Mainburg helfen und die Attraktivität der Klinik steigern, sagt die CSU.

Die Zukunft des Krankenhauses in Mainburg war der Schwerpunkt einer Sitzung der CSU-Kreistagsfraktion. Foto: Archiv

Landkreis.Der zukunftsfähige Erhalt beider Krankenhäuser im Landkreis Kelheim war eines der zentralen Themen der CSU im Landratswahlkampf. Aus diesem Grund lud Fraktionssprecher und stellvertretender Landrat Wolfgang Gural kürzlich alle CSU-Kreisräte und Landrat Martin Neumeyer zu einer Fraktionssitzung über die Krankenhäuser, vor allem über das Krankenhaus Mainburg, ein.

Fachreferent des Abends war Christian Degen, der als Kreisrechnungsführer im Landkreis Pfaffenhofen tätig ist. „Degen ist deshalb ein wichtiger Ansprechpartner, da das Krankenhaus in Mainburg seit Jahren in einem Verbund mit der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen arbeitet“, teilt die CSU mit.

Vielen Mainburger schmerzt die Auflösung der Geburtshilfe-Station in ihrem örtlichen Krankenhaus. Diese sei aber gegenwärtig erst ab 800 Geburten kostendeckend zu betreiben. Nach der Schließung dieser Abteilung in Mainburg kann selbst die Geburtshilfe in Pfaffenhofen wohl erst nach der Schließung der Geburtshilfe am Krankenhaus Schrobenhausen kostenneutral betrieben werden. „Ziel für das Krankenhaus in Mainburg“, so die CSU, „ist die Aufrecherhaltung der Grund- und Regelversorgung mit einer teilweisen Spezialisierung.“ Laut Christian Degen kann das Krankenhaus in Mainburg durchwegs eine gute Entwicklung aufweisen, mit kleineren Schwächen. Auch die Planungen für das nächste Jahr seien höchst erfolgreich. Nun gilt es, die gesetzten Ziele zu erreichen. Dennoch konnte der ursprünglich veranschlagte Jahresfehlbetrag von 3,79 Millionen Euro nicht gehalten werden. Gründe dafür liegen aber auch bei außerordentlichen Kosten, beispielsweise beim Herstellen des Brandschutzkonzepts.

Die CSU-Kreisräte sprachen sich außerdem für eine weitere Fremdnutzung im Mainburger Krankenhaus aus, das heißt, dass in bestimmten Klinikabschnitten Praxen fest und bedarfsgerecht angesiedelt werden sollen, um die Attraktivität der Klinik zu erhalten.

In diesem Zusammenhang soll auch überprüft werden, ob die momentan stillgelegte Küche reaktiviert wird oder ob die Räume für eine andere Nutzung freigegeben werden können. Christian Degen, Wolfgang Gural und auch Martin Neumeyer glauben an einen positiven Trend in Mainburg. Dem Interims-Geschäftsführer Ingo Goldammer attestieren die Anwesenden eine hervorragende Arbeit.

Als weiteren Tagesordnungspunkt diskutieren die Anwesenden die vom Kreis bewilligten Zuschüsse für die Asylsozialberatung, das Kloster Rohr, die DLRG, den Judokas, dem ambulanten Pflegedienst, dem VöF und dem Tourismusverband. Sehr zur Freude der CSU-Fraktion wurde Prof. Joachim Hammer zum ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten des Landkreises ernannt.

Im übrigen würdigte Wolfgang Gural den ehemaligen Kommunal- und Landespolitiker Dr. Gerhard Merkl, der kürzlich verstorben ist, als herausragenden Politiker und stellte wichtige Stationen seines politischen Lebens dar.

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