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Amt

Da war der Kreisbrandrat sprachlos

Mit 100 Prozent der Stimmen wurde Kreisbrandrat Nikolaus Höfler von den Kommandanten des Landkreises Kelheim wiedergewählt.
Von Karin Einsle

Nach der Wahl: Ehren-Kreisbrandrat Werner Söldner, Ehren-Kreisbrandinspektor Gerhard Schels, Kreisbrandinspektor Karl-Heinz Rott, Landrat Martin Neumeyer, Kreisbrandinspektor Helmut Dötzel, Kreisbrandrat Nikolaus Höfler, Ehren-Kreisbrandinspektor Otto Ettengruber, Kreisbrandinspektor Andreas Schöll und Ehren-Kreisbrandmeister Horst Stolze Foto: Karin Einsle

Siegenburg.Sichtlich gerührt war der neue und alte Kreisbrandrat Nikolaus Höfler von dem Stimmergebnis für seine Wiederwahl. „Ich bin jetzt wirklich sprachlos“, gestand er. „Es ist für mich ein absoluter Vertrauensbeweis und ich werde mir alle Mühe geben, dass ich dem gerecht werde. Die Feuerwehr kann nur gute Arbeit machen, wenn wir zusammenhalten. Deshalb vielen, vielen Dank an alle. Mein größter Wunsch an euch alle und unsere vielen Feuerwehrkameraden ist, dass ihr alle gesund und unfallfrei zurückkommt. Das sind wir uns und unsren Familien schuldig!“

Höfler gestand, dass er ein so eindeutiges Ergebnis bei der Wahl nicht gedacht hätte. Ihm würden diese 100 Prozent zeigen, dass er die letzten sechs Jahre auf dem richtigen Weg war und es spiegele den Gemeinschaftssinn der Feuerwehr wider.

Freilich waren die allerersten Gratulanten Landrat Martin Neumayer und Bürgermeister Dr. Johann Bergermeier, die zuvor auch die Begrüßung der 102 Kommandanten und Leiter der Werkfeuerwehren der Firmen Kelheim Fibres, Bayernoil Neustadt und SMP Schwaig im Wittmannssaal in Siegenburg übernommen hatten. Mit dabei waren auch sehr viele Ehrengäste: die Kreisbrandinspektoren Helmut Dötzel, Andreas Schöll und Karl-Heinz Rott, Ehren-Kreisbrandrat Werner Söldner, Kreisbrand- und Ehrenkreisbrandmeister, der Feuerwehrarzt Mario Gleich, Feuerwehrseelsorgerin Pfarrerin Barbara Dietrich, Sabine Schramm vom Landratsamt Kelheim (Leiterin der Abteilung 3) sowie Rita Festl vom Landratsamt Kelheim (Leiterin des Sachgebietes 31).

In seiner Rede als amtierender Kreisbrandrat berichtete Höfler aus den vergangenen sechs Jahren. Ein wenig privates und viel über die Feuerwehr gab es dabei auch: „Täglich gehen unsere Feuerwehrleute in den Einsatz und riskieren dabei nicht selten ihre eigene Gesundheit um anderen Menschen zu helfen – unentgeltlich und in ihrer Freizeit!“ Er betonte, wie wichtig eine gute Ausbildung für alle Kameradinnen und Kameraden ist.

Eine große Herausforderung sei die Einführung des Digitalfunkes gewesen. Hier lobte er das Engagement der beauftragten Kameraden. Ferner erinnerte Höfler an Einsätze in der vergangenen Periode, ein Feuer bei minus 18 Grad in einem Maschinenhaus im Hafen von Kelheim-Saal, das Hochwasser 2013 und das Versprechen, 180 Soldaten zur Unterstützung zu schicken, die dann doch nicht kamen, aber dafür die Feuerwehr-Kameraden aus Neumarkt und Regensburg.

Ferner erinnerte der Kreisbrandrat an ein Passagierschiff, das sich im Juni 2016 in Not befand und evakuiert werden musste. Die Versicherung der Reederei verweigerte hier den betroffenen Gemeinden die Erstattung der Einsatzkosten. In mehreren Stellungnahmen mussten sich die Feuerwehrler rechtfertigen, warum sie welche Einsatzkräfte vor Ort hatten, was zeitaufwendiger war als der eigentliche Einsatz. „Selbst die Reederei hat es bis heute nicht für nötig befunden, sich für diesen stundenlangen Sonntagseinsatz bei den Kollegen zu bedanken“, so Höfler.

Dass die Jugend bei der Feuerwehr auch gut aufgehoben ist, betonte er mit Freizeitangeboten, wie z. B. Spiel ohne Grenzen und Jugendzeltlager. Hier lernten die Jugendlichen zusammenzuhalten und füreinander einzustehen. Höfler dankte auch allen Bürgermeistern des Landkreises für die stets gute Zusammenarbeit.

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Werdegang

  • Nikolaus Höfler ist

    39 Jahre alt und wohnt in Teugn. Seit Oktober 1995 ist er im aktiven Feuerwehrdienst. Von Oktober 2003 bis Dezember 2011 war er hauptberuflich tätig als Ausbilder bei der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg. Im April 2004 erfolgte die Anstellungsprüfung für den mittleren technischen Feuerwehrdienst.

  • Im März 2005

    legte er die Hauptbrandmeisterprüfung ab. Im Mai 2005 folgte die Rettungssanitäterprüfung. Zum Kreisbrandmeister wurde er zum 1. April 2008 bestellt. Und schließlich am 28. Juni 2011 wurde Nikolaus Höfler zum Kreisbrandrat gewählt. Der Beginn der Amtsperiode war am 11. Oktober 2011. Seit 1. Januar 2012 ist er hauptberuflich tätig im Landratsamt Kelheim, Sachgebiet 31, Öffentliche Sicherheit und Ordnung.

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