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Region Kelheim
Sonntag, 19. November 2017 7

Kommentar

Das ist kein Scherz mehr

Ein Kommentar von Walter Dennstedt

Wie unbedacht muss man sein, nicht einen Gedanken daran zu verschwenden, mit einem einem gewehrähnlichen Gegenstand auf der Straße zu spazieren? Wie unbedacht ist das, wenn man von der Polizei damit konfrontiert meint, dass der Schirm ein Scherzartikel ist? Unglaublich, was am Dienstag in Abensberg passierte.

Da ist es dem Weitblick der Einsatzleitung der Polizei zu verdanken, dass alles noch mal gut ausging. Wir wollen uns nicht vorstellen, was in einem anderen Bundesland, das ebenfalls den Freistaat-Titel trägt, da hätte passieren können. In Abensberg wurde, getreu des Mottos, wie entsteht ein Gerücht, aufgrund des obigen Vorfalls bereits erzählt, dass ein bewaffneter Horrorclown gesichtet worden sei. Nachrichten verselbstständigen sich beim Weitererzählen, man kennt das – aus dem Internet und vom Dorftratsch.

Beachtlich und lobenswert ist, dass die Polizei so umsichtig reagierte. Nach den Vorkommnissen von Würzburg, Ansbach, München und mit „Reichsbürgern“ war das Verhalten der Einsatzkräfte vorbildlich. Das gibt einem das Gefühl von Sicherheit. Vielleicht trägt dieser Vorfall dazu bei, ein wenig mehr Sensibilität bei „Scherzbolden“ zu gerieren. Wie schnell kann so ein Scherz scheitern? Was ist witzig dran, mit einem Schirm der aussieht wie ein Gewehr, durch die Stadt zu spazieren? Was ist witzig dran, andere Menschen zu erschrecken, indem man sich Clownmasken mit Fratzen überzieht? Bleibt nur zu hoffen, dass das Sprichwort gilt: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“. Die Kosten mehrstündigen Einsatzes sollte der „Scherzbold“ bezahlen müssen.

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