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Region Kelheim
Mittwoch, 13. Dezember 2017 5

Bürgerversammlung

Der Ausbau der B16 bleibt ein Zankapfel

Bürgermeister Ludwig Wachs stellte sich den Bürgern von Lengfeld. Die fordern mehr Sicherheit an der Bundesstraße 16.
Von Gabi Hueber-Lutz

  • Ortstermin: Bürgermeister Ludwig Wachs stellte sich an der B16 den Fragen der Lengfelder. Foto: Hueber-Lutz
  • Für diesen Aufgang zum Bushäuschen an der B 16 wurde eine Beleuchtung gefordert.

Lengfeld. Die B 16 und deren geplanter dreispuriger Ausbau bei Lengfeld standen im Mittelpunkt der Fragerunde bei der Bürgerversammlung Lengfeld. Gut 40 Bürger plus etliche Gemeinderäte waren zu der Versammlung gekommen. Es war nicht das erste Mal, dass das Thema in all seinen Facetten zur Sprache kam und die Stimmung war teilweise gereizt.

Ute Schambeck aus Alkofen hatte zur B 16 drei schriftliche Anträge gestellt, die Bürgermeister Ludwig Wachs jeweils an den Gemeinderat zur Bearbeitung verwies. Mit dessen Arbeit war die Antragstellerin bisher aber offensichtlich nicht zufrieden, denn einer ihrer Anträge lautete, dass der Gemeinderat seine Zustimmung zum dreispurigen Ausbau überdenken und eventuell zurücknehmen soll. Sie verwies außerdem auf eine von 400 Lengfelder Bürgern unterstützte Forderung gegen den Ausbau und für Sofortmaßnahmen und Modernisierung.

Sie beantragte, dass diese Forderung vom Gemeinderat mit Hilfe einer Arbeitsgruppe mit öffentlicher Beteiligung „ernsthaft“ diskutiert werden und die Ergebnisse an die zuständigen Behörden herangetragen werden sollen. Außerdem beantragte sie, die Gemeinde solle unabhängig von den Ausbauplänen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Lengfeld in die Wege leiten. So solle sie belastbare statistische Erhebungen veranlassen, die dann zu Lösungen wie einem Tempolimit auf der innerörtlichen Kreisstraße oder einer Ortsumgehung über die B 16 führen.

Mündlich sagte Schambeck bei der Versammlung dann, dass im Gemeinderat schon etwas passiere. Wirklich abgewogen, sachlich diskutiert und auseinandergesetzt werde sich aber nicht. Im Gemeinderat war das Thema im letzten November behandelt worden. Mit großer Mehrheit sprach sich das Gremium damals dafür aus, dass das Staatliche Bauamt Landshut die Planung zum dreispurigen Ausbau bei Lengfeld weiter vorantreiben soll. Statt der unfallträchtigen Einfahrt beim Mühlweg soll im Zuge des Ausbaus ein höhengleicher Anschluss geschaffen werden. Faktisch entsteht damit eine Umfahrung von Lengfeld. Geplant ist auch eine Unterführung, die den Bewohnern von Alkofen eine sichere Querung der B 16 ermöglichen soll.

Wie Schambeck sagte, glaube sie das erst, wenn es statistisch klar sei. Wenn es blöd laufe, komme der Ausbau auf drei Spuren ohne Umgehung. Wachs sagte, es sei eine Unterstellung, dass der Gemeinderat das Thema flapsig abtue. Der Gemeinderat kenne die Argumentation. Schambeck warf er vor, nicht zu akzeptieren, dass andere eine andere Meinung haben als sie. Der Mehrwert, den man durch den dreispurigen Umbau bekomme, sei nicht unerheblich.

Hans Schweiger sprach den Verbesserungsbeitrag für die Sanierung der Anlage des Wasserzweckverbands an. Für Landwirte mit Viehhaltung sei die nun ins Gespräch gebrachte Variante 70 Prozent Verbesserungsbeitrag und 30 Prozent Finanzierung über den Wasserpreis die allerschlechteste. Er sagte die Verbandsräte mögen sich Gedanken machen und sich nicht nur von denen beeinflussen lassen, die sehr laut schreien. Wachs räumte ein, eine Lösung, die jeden zufrieden stellt, werde es nicht geben. Unterm Strich werde man das Beste für die breite Masse versuchen.

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  • Mühlweg:

    Der Zustand werde immer schlechter, sagte eine Besucherin. Wachs räumte ein, dass der Weg ein Problem sei. Das Straßenbauamt sage, wenn bei der Einfahrt in die B 16 von dem Weg aus noch einmal etwas passiere, werde er gesperrt. Aber für Anwohner müsse er natürlich befahrbar bleiben.

  • Diverses:

    Ein anderer Bürger stellte in sehr harschem Ton Forderungen nach einem Verkehrsspiegel in der Altmühlstraße, einer Beleuchtung beim Aufgang zum Bushäuschen, einem Radweg in der Industriestraße und nach besserem Baumschnitt in den Baugebieten. (lhl)

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