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Donnerstag, 21. September 2017 17° 3

Leben

„Der kleine Autist“ feiert Jubiläum

Die Selbsthilfegruppe für Eltern feiert ihr zehnjähriges Bestehen mit einer Ausstellung in Kelheim. Eröffnung ist am Sonntag.

Das am Donnerstag in Berlin präsentierte Unicef Foto des Jahres 2009 stammt von dem tschechischen Fotografen Milan Jaros und zeigt die fünfjährige Adelka aus Prag, die einen Kindergarten speziell für Autisten besucht. Foto: dpa

Kelheim.Seit Jahren beteiligt sich die evangelische Gemeinde an der Kunst- und Kulturnacht in Kelheim mit einer Ausstellung, Musik und alkoholfreien Cocktails. Ehrenamt wird groß geschrieben in der Kirchengemeinde. In diesem Jahr wird anlässlich des zehnjährigem Jubiläums der Selbsthilfegruppe „Der kleine Autist“, einer Selbsthilfegruppe für Eltern mit frühkindlich autistischen Kindern im Alter von null bis 15 Jahren, eine Fotoausstellung gezeigt. Die Bilder wurden von den Eltern zusammengetragen und zeigen die Kinder der Gruppe bei ihren Lieblingstätigkeiten oder mit Ihrem Lieblingsspielzeug in natürlicher Umgebung. Eröffnung ist am Sonntag, um 11.30 Uhr.

Gruppe wurde 2006 gegründet

Die Selbsthilfegruppe für Eltern wurde 2006 von Melanie Müller gegründet. In Zusammenarbeit mit Judith Schweigert und Silvia Weigert, Ergo- und Physiotherapeutinnen, bildet das Trio die Leitung für diese Gruppe. Selbsthilfe ist dort gefordert, wo Behörden, Krankenkassen und Ärzte nicht genügend Mittel zur Verfügung stellen. So bleiben Eltern nach der Diagnose „frühkindlicher Autismus“ für ihre Kinder oft mit ihren Sorgen allein. Den Kindern wird in der Regel Frühförderung verordnet, anschließend gibt es viele Therapie-Möglichkeiten. KiTas, die versuchen, autistische Kinder inklusiv aufzunehmen oder Förderstätten. Nur selten wird den Eltern geholfen, die Diagnose zu verarbeiten. Das Familienleben wird vom Autismus bestimmt und Fragen, Ängste und auch Hoffnungen bleiben. Da tut es gut, Kontakt zu Menschen zu haben, denen es ähnlich geht.

Hilfe ab der Diagnose

Diese Möglichkeit bietet die Selbsthilfegruppe „Der kleine Autist“ den Eltern. Ab der Diagnose, in der Regel ist das im Alter zwischen drei und sechs Jahren, kann der Kontakt zur Gruppe aufgenommen werden.

Meist beginnt der Kontakt telefonisch mit einem Beratungs- und Vorstellungsgespräch. Anschließend wird ein Termin vereinbart oder die Familien kommen zum nächsten Elternstammtisch. „Der kleine Autist“ bietet ein buntes Jahresprogramm, mit Elternstammtisch, Vorträgen, Aktivitäten und Ausflügen mit Kindern. Die Gruppe ist offen und freut sich immer über neue Familien. Kontakt kann auch über das Netzwerk Autismus in Regensburg hergestellt werden.

Die Ausstellung wird am Sonntag, von Pfarrer. Armin Kübler eröffnet. Prof. Dr. Joachim Hammer, Inklusionsbeauftragter der Stadt Kelheim, wird Grußworte zu Autismus und Inklusion sprechen und Melanie Müller, Gruppenleiterin, wird die Geschichte der Gruppe erläutern. Anschließend wird eine Diashow mit Aktivitäten der letzten zehn Jahre gezeigt. (eme)

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