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Region Kelheim
Samstag, 21. Oktober 2017 19° 3

Aufgepasst

Der Schulweg ist ein Weg voller Risiken

Für Abc-Schützen im Landkreis Kelheim ist auch der Schulweg zum Schulanfang eine echte Herausforderung.
Von Edith Vetter

  • Die Kinder sollen so angezogen sein, dass sie auch bei schlechtem Wetter gut von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden können. Aufgrund ihrer Körpergröße haben Kinder große Nachteile bei der Orientierung im Straßenverkehr. Die Sicherheitsmaterialien von Heinrich Rieger, Raiffeisenbank Hausen, und der Sparkasse Kelheim wurden gerne angenommen. Foto: Edith Vetter
  • Die Aktionsträger, Rektorin Sylvia Brummer, Bürgermeister Erwin Ranftl, Christian Prasch, Fachberater der Verkehrswacht für die Schulen, und Pfarradministrator Walter Csar. Foto: Edith Vetter

Hausen.Seit Schulbeginn leuchten sie wieder auf den Straßen, die gelben Bänder der Verkehrswacht mit dem Aufruf an die Autofahrer: „Vorsicht Schulkinder!“ Denn Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger. Ampel, Zebrastreifen, Bushaltestelle – der Schulweg für die Grundschüler ist eine Herausforderung. Besonders im Herbst und Winter, wenn es spät hell und früh dunkel wird, birgt die Strecke von der eigenen Haustür bis zum Schultor Gefahren.

Kommt mein Kind sicher in der Schule an? Kennt es den Weg gut genug? Um den Eltern die Ängste zu nehmen und den Abc-Schützen Sicherheit zu geben, findet jedes Jahr eine Hauptveranstaltung der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ statt. Dieses Jahr waren die Aktionsträger von Kreisverkehrswacht Kelheim, Schulamt, Verkehrsbeauftragten vom Landratsamt, Polizei und Banken an der Grundschule Hausen zu Gast. „Absolute Sicherheit kann es zwar nicht geben, aber durch gemeinsames Bemühen können wir Schulwegunfälle vermeiden“, sagte Christian Prasch von der Kreisverkehrswacht nach der Begrüßung durch Rektorin Sylvia Brummer, die sich sowohl bei den Aktionsträgern als auch bei den vielen Helfern der Auftaktveranstaltung bedankte. Den kirchlichen Segen dazu spendete Pfarradministrator Walter Csar.

Eltern sollen üben

In Hausen machten sich 20 Abc-Schützen das erste Mal auf den Weg zur Schule. Auf sie kommen viele neue Aufgaben zu. Jeder Schulweg sieht anders aus. Eines gilt aber für alle neuen Wege, egal ob diese zu Fuß, per Bus oder mit dem Auto bewältigt werden: Eltern – oder andere Verantwortliche – sollen mit den Kindern den sicheren Schulweg üben. Eltern sind das Vorbild ihrer Kinder. 106000 Kinder hatten am Dienstag in Bayern ihren ersten Schultag.

Mit den Liedern „Alle machen Fehler“, „Schulbus“ oder „Zwischen den Autos“ leistete die vierte Klasse der Grundschule Hausen unter Leitung von Gerald Gaßner ihren musikalischen Beitrag zur Veranstaltung. Als Verkehrspaten der Erstklässler nahmen sie diese bei der Hand und erklärten ihnen das richtige Verhalten am Schulhof. Schultasche am Rücken und Augen auf! Halt am Bordstein, Blickkontakt zum Fahrzeug, ein- und aussteigen vom Bus oder Rollerfahren auf dem Schulgelände, das waren die ersten Schritte, die sie mit den Neuen übten.

Wichtig sei auch die im Lehrplan verankerte Verkehrserziehung, die die Sicherheitsbeauftragte, Lehrerin Elfriede Kneißl, erfolgreich in die Tat umsetze, so Schulleiterin Brummer.

Warnwesten helfen

Schulrätin Nicola Moritz-Holzapfel dankte der Schule und Sponsoren für diese Aktion und wünschte den ABC-Schützen einen guten Start und einen unfallfreien Schulweg. Bürgermeister Erwin Ranftl sagte in seiner Begrüßung: „Unser Ziel ist es, möglichst alle Unfalle zu verhindern und Gefahrensituationen zu entschärfen. Dazu müssen wir alle zusammenhelfen.“ Der Schulbus halte zwar direkt an der Grundschule, was sehr positiv sei. Aber viele Kinder kämen zu Fuß und müssten den Bürgersteig an der Kirche benützen. Dieser sei befahrbar, was nicht ganz ungefährlich sei. Weil der Platz zu eng war, musste das damals so gebaut werden. Hier appellierte er an die Eltern, die Kinder diesbezüglich zu sensibilisieren.

Gerade im Herbst und Winter werden die Kleinen am Straßenrand leicht übersehen, was schnell zu Unfällen führen kann. Deshalb bekam jeder Erstklässler eine von den Banken (Sparkasse und Raiffeisenbank) gesponserte Warnweste und Sicherheitsreflektoren für den Schulranzen. Mit Kapuze und Reflektoren als Schriftzug sind die „Verkehrsdetektive“ jetzt für jedes Wetter gewappnet. Neben Stress gibt es noch eine Sache, die auf dem Schulweg nichts zu suchen hat. Das Handy ist ein absolutes No-Go. Erneut spielt hier die Vorbildfunktion der Eltern eine große Rolle: Auch sie sollten das Handy im Straßenverkehr ausnahmslos in der Tasche tragen, so die Verkehrsexperten.

Ein Imbiss zum Abschluss

Nach Überreichung der Sicherheitsmaterialien an die Abc-Schützen und dem „Schulweg-Rock“ der Percussion-Gruppe gab es für die Besucher noch einen Stehimbiss, der allerdings wegen der Kälte im Schulgebäude eingenommen wurde.

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