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Auszeichnung

Die Schule macht scheinbar Unmögliches möglich

Die Anton-Balster-Schule hat das „Siegel für herausragende Berufs- und Studienorientierung“ erhalten. Das freut vor allem auch den neuen Schulleiter.
Von Jochen Dannenberg

Dr. Karin Oechslein und Harald Wintersberger bei der Verleihung des Siegels Foto: Schule

Neustadt.Sich zu orientieren, berufliche Entscheidungen zu treffen und damit Weichenstellungen für die Zukunft vorzunehmen ist eine große Herausforderung für junge Menschen bei ihrem Übergang von der Schule in den Beruf. Diese Aufgabe ist umso bedeutender, je früher die Entscheidung über den Beruf gefällt werden muss. Das ist zugleich eine der Herausforderungen, der sich insbesondere die Mittelschulen stellen müssen. Deshalb freut sich jetzt Harald Wintersberger, Leiter der Anton-Balster-Mittelschule in Neustadt, dass die Bemühungen seiner Schule in diesem Bereich ausgezeichnet wurden und die Mittelschule das „Siegel für herausragende Berufs- und Studienorientierung“ tragen darf.

Die Auszeichnung wird vom Netzwerk „Schulewirtschaft Bayern“ verliehen, das vom Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft getragen wird. 25 Schulen in Niederbayern wurden mit dem Siegel ausgezeichnet. „Sie haben die Berufs- und Studienorientierung übergreifend in ihrem Schulsystem verankert, ermöglichen in besonderer Weise berufliche Praxiserfahrungen und leiten den individuellen Orientierungsprozess bei den Jugendlichen gezielt an“, teilt „Schulewirtschaft Bayern“ mit. „Für herausragende Berufs- und Studienorientierung braucht es engagierte und kompetente Lehrkräfte, es braucht zudem Teamarbeit und die Verankerung im Schulprofil“, betont Dr. Karin Oechslein, Vorsitzende von „Schulewirtschaft Bayern“ und Direktorin des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung.

Harald Wintersberger, Leiter der Anton-Balster-Mittelschule in Neustadt, sagt: „Ende vorigen Jahres konnten wir uns für den Pilotdurchgang Berufswahl-Siegel melden.“ 18 Fragen mussten bei der Bewerbung ausführlich beantwortet werden. Eine Jury, zu der auch die Agentur für Arbeit gehörte, wertete die Antworten aus, besuchte anschließend die Schule und und prüfte, wie denn die Realität an der Anton-Balster-Schule aussieht.

Zum Programm des Besuchs gehörte auch, dass Firmenchefs aus Neustadt genau an diesem Tag das taten, was sie auch sonst immer wieder an der Anton-Balster-Schule tun – Berufe vorstellen, mit den Schülerinnen und Schülern sprechen. Denn genau darum geht es ja bei dem Berufswahl-Siegel: die Verzahnung von Schulen und Betrieben. Das Siegel gilt für drei Jahre und orientiert sich damit an Auszeichnungen zum Beispiel in der Gastronomie und Hotellerie, wo die Sterne, mit denen die Häuser werben, auch nicht für einen unbegrenzten Zeitraum vergeben werden.

Harald Wintersberger ist von dem Siegel überzeugt. „Es ist für die Schule ein Imagegewinn“, sagt er und merkt an. „Selber ist man gegenüber dem eigenen Betrieb und den vertrauten Betriebsabläufen möglicherweise etwas ‚betriebsblind‘. Da bietet das Siegel die Möglichkeit, dass jemand von außen draufschaut. Deshalb ist es gut, dass es von der Jury auch eine Rückmeldung gibt.“ Besonders freut sich der Schulleiter, dass die Anton-Balster-Schule bei dem Verfahren auf 88 Prozent von möglichen 100 Prozent der „Erfüllungsquote“ erreicht hat. Damit liegt die Neustädter Schule deutlich über dem Durchschnitt, der auf 75 Prozent kommt. Wichtig ist Wintersberger auch die Außenwirkung des Siegels. „Es ist auch Auszeichnung für die Eltern der Schülerinnen und Schüler.“ Sie wissen, was an der Schule geleistet wird.

Ausführlicher als das Siegel, das in Kürze am Schuleingang montiert werden soll, erläuterte denn auch die Laudatio, was an den Anton-Balster-Schule geleistet wird. Da hieß es, dass die Schule die Jury „in jeder Hinsicht voll überzeugt“ habe. Es handele sich um eine Schule, die darüber hinaus „durch ihre Kultur einer modernen offenen Schule mit einem hohen Anspruch an sich selbst und eine hohe Verantwortlichkeit für den Lebensweg der Schüler“. Und weiter: „Mehr noch als die bemerkenswerte Fülle der Initiativen, die neben einer bereits seit vielen Jahren von der Schule ausgerichteten Berufswahlmesse auch eigenständige Idee wie beispielsweise einen Elternratgeber zur Berufswahlorientierung auch in russischer Sprache umfassen, überzeugt die Systematik, mit der die einzelnen Elemente in einem fach- und jahrgangsübergreifenden Konzept ineinandergreifen. In einem gewachsenen und gefestigten Netzwerk werden die praxisnahen Möglichkeiten zu einer individuellen Förderung der Schüler geschaffen. Die Schule macht durch ihr Engagement vieles scheinbar Unmögliche möglich, um den Schülerinnen und Schülern den Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben zu ermöglichen.“

Harald Wintersberger mit

dem neuen Siegel

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