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Region Kelheim
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Projekte

Ein Schwarzbau und „Wohnen im Kloster“

Die jüngste Biburger Gemeinderatssitzung zeigte, dass es nicht jeder Bauherr vorab mit Bestimmungen so genau nimmt.
Von Peter Hübl

Zur Umgestaltung des Klosterkomplexes zeigte Bürgermeister Zachmayer in einer digitalen Präsentation zahlreiche Details. Im Vordergrund unserer Luftaufnahme ist rechts neben den Containern die frühere Abfüllhalle zu sehen. Auf deren Grund soll ein Parkhaus entstehen. Foto: Dr. Stefan Satzl

Biburg.Bauanträge, darunter der Klosterkomplex, und die Renovierung des Feuerwehrhauses Altdürnbuch standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Schon das erste Baugesuch war ein „Knaller“. So wurde für ein Grundstück an der Hauptstraße ein Bauantrag für eine „Garage mit Hobbyraum, Lager und WC“ eingereicht. Nur, das Objekt besteht bereits, folglich handelt es sich dabei um einen Schwarzbau. Und was einigen Gemeinderäten noch dazu sauer aufstieß – die „Garage“ soll recht wohnlich eingerichtet sein. Für diese Lage gibt es keinen Bebauungsplan. Es wurde zwar das gemeindliche Einvernehmen signalisiert, die Entscheidung, wie mit dieser Angelegenheit verfahren wird, liegt aber beim Landratsamt.

Die Auffüllung eines Grundstücks an der Erschließungsstraße wegen eines starken Gefälles bekommt grünes Licht, allerdings soll das Füllmaterial auf Unbedenklichkeit überprüft werden. Ein Antrag auf Verlängerung der Bezugsfertigkeit eines Grundstücks im Baugebiet „Am Dornberg“ in Altdürnbuch wurde positiv beschieden. Hier steht der Rohbau bereits und mit der Fertigstellung haben die Besitzer jetzt bis zum Jahresende Zeit. Für einen Carport bei einem Doppelhaus am Brühlweg in Etzenbach wird die isolierte Befreiung für 5,9 Grad Dachneigung erteilt.

48 Wohneinheiten und ein Café

Breiten Raum nahm das Baugesuch der LS Baudenkmal für die Umgestaltung der ehemaligen Klosteranlage ein. Hierzu hatte Bürgermeister Thomas Zachmayer umfangreiches Planmaterial digital zusammengestellt. Es werden 48 Wohneinheiten nebst einem Café entstehen. Der Wasseranschluss und der erforderliche Brandschutz sind vom Bauwerber zu tragen.

Ebenso sind die notwendigen Stellplätze für die Bewohner, Besucher und die Kunden des Cafés bereitzustellen. Zusätzlich kommt eine Hofbebauung mit zwei Wohneinheiten. Für eine eventuelle spätere Grundstücksteilung sei eine Grunddienstbarkeit einzutragen.

Zachmayer wies darauf hin, dass die Gebäude denkmalgeschützt sind. Es habe schon Abstimmungsverhandlungen mit dem Denkmalschutz gegeben, vom Investor wurde eine umfangreiche Dokumentation der Baugeschichte erstellt, aus der genau hervorgeht, aus welchem Zeitalter die Ein- und Umbauten stammten. Damit gebe es auch eine Möglichkeit, spätere Einbauten zu entfernen.

Die Planungen sehen ebenfalls vor, die Fläche der früheren Abfüllhalle für ein Parkhaus zu nutzen, um die Zahl der Stellplätze zu erbringen, da Parken am Eberhardplatz nicht möglich sei.

Zur Renovierung des Feuerwehr-Gerätehauses Altdürnbuch hat es eine Begehung mit Kreisbrandrat Nikolaus Höfler gegeben. Die Notwendigkeit der Sanierung wurde festgestellt, Zuschüsse wird es aber wohl nicht geben.

Anbau fürs Feuerwehrhaus

Bezüglich des Umfangs der Sanierung haben sich neue Erkenntnisse ergeben. So wird an einen Anbau mit Stauraum und Toiletten mit Waschgelegenheit gedacht. Dazu müsste auch das Dach über den Anbau gezogen werden. Zur Vergabe wird deshalb im ersten Teil nur das Sektionstor kommen. Bei 13 angeschriebenen Firmen haben fünf ein Angebot abgegeben. Mit der mindestbietenden Firma Ankerer aus Dasing soll es nähere Verhandlungen wegen des Leistungsverzeichnisses geben. Ein Ortstermin bezüglich des Umfangs der Sanierungs- und Ausbauarbeiten wird angesetzt.

Für die Bundestagswahl am 24. September wird es nur ein Wahllokal geben. Um die Barrierefreiheit sicherzustellen, wird dieses im Gerätehaus der Feuerwehr eingerichtet. Die Wahlausschüsse hierzu werden dreifach besetzt, es gibt also für den Wahlvorsteher wie auch für den Schriftführer jeweils zwei Stellvertreter, informierte der Bürgermeister.

Wer Briefwahlunterlagen beantragen will, kann sich jederzeit an den Helferkreis wenden.

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