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Region Kelheim
Mittwoch, 17. Januar 2018 9

Konzert

Eine liebgewordene Tradition

Das 31. Adventssingen in Bad Abbach begeisterte das Publikum. Pfarrer Frank König wagte einen Ausflug in die Historie
Von Gabi Hueber-Lutz

Am Ende stimmten alle Chöre und Zuhörer gemeinsam ein Lied an. Foto: Hueber Lutz

Bad Abbach.Für viele Bad Abbacher ist die vorweihnachtliche Stunde des ökumenischen Adventssingens eine liebgewordene Tradition. In diesem Jahr lud die evangelische Gemeinde dazu in die Kreuzkirche. Das 31. Adventssingen sei das in diesem Jahr, sagte Pfarrer Frank König. Er machte einen Ausflug in die Historie der Adventssingen, die nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem berühmten Salzburger Adventssingen begann.

Grundsätze entwickelt

Als Anfang der 80er Jahre der Grundgedanke der Adventssingen verloren zu gehen drohte, wurden Grundsätze für das Genre entwickelt: Ein Adventssingen solle dem Kirchenraum angemessen sein und weil es eigentlich eine besondere Form des Gottesdienstes ist, sollten auch keine hohen Eintrittsgelder verlangt werden. Der Pfarrer solle eingebunden sein, richtige Weihnachtslieder sollten eher noch nicht gesungen werden, die Interpreten sollten aus der Umgebung kommen. Star-Gruppen der Volksmusikszene von weit her zu engagieren, sei nicht der Sinn der Sache. Schließlich sollten auch die Besucher eingeladen werden, mitzusingen. Unter jedes Kriterium für ein Adventssingen machte Pfarrer König einen Haken: „Erfüllen wir!“ Nachdem das Ensemble Burhenne mit Japanischer Traditionsmusik den Anfang gemacht hatte, waren nach diesen Worten des Pfarrers erst einmal die Jüngsten dran. Verkleidet als Engel, Hirten und Heilige Drei Könige verbreiteten sie die Botschaft von der Weihnachtsgeschichte und schlüpften in die Haut der drei Weisen aus dem Morgenland.

Miriam Ott spielte ein Andante. Foto: Hueber Lutz

Der Chor Laudate fasste mit einem feinen, leisen Lied die adventliche Stimmung in Worte und Noten: „Advent is a Leucht`n, a Liacht in der Nacht“. Die Leiterin des Chors, Martina Stangl, und Miriam Ott verzauberten dann die Gemeinde mit dem Andante aus dem Konzert h-moll von Oskar Rieding. Ihr Klavier- und Geigenspiel füllten den Kirchenraum mit wunderbarer Musik.

Applaus brandet auf

Der Oberndorfer Singkreis musste mit einer dezimierten Formation antreten und lag angesichts der Dunkelheit vor den großen Fenstern der Kirche genau richtig mit der Weise „Es wird scho glei dumpa“. „Nun kommt der Heiden Heiland“, verkündete nicht nur der Evangelische Singkreis. Er tat dies mit einer Kantate von Lucas Osiander. Franz Ruhland an der Orgel wählte das gleichnamige Choralvorspiel von Bach. Seine Schwester Lisa begleitete nach ihrem Choralvorspielt bei dem gemeinsamen Schlusslied „Macht hoch die Tür.“

Mit großem Applaus bedankten sich die Besucher bei den Musikern. Jahr für Jahr kommt auch Pfarrer i. R. Siegfried Felber zu Besuch. Den Weg zum Ausgang legte er nach dem Konzert nur in kleinen Schritten zurück. Immer wieder begrüßten ihn alte Bekannte, man wechselte ein paar Worte und freute sich über das Treffen.

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