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Region Kelheim
Sonntag, 17. Dezember 2017 10

Kommentar

Erlaubt schon – aber fair?

Ein Kommentar von Benjamin Neumaier

In Deutschland ist eine Debatte darum entbrannt, ob Metzger, Bäcker, Supermärkte und Lebensmittel-Discounter an Heiligabend öffnen sollen – obwohl der 24. dieses Jahr auf einen Sonntag fällt. Eigentlich sollte klar sein, dass die Läden zu bleiben. Allein schon die Tatsache, dass wir darüber diskutieren, ist ziemlich sinnfrei.

Dass es diese Diskussion überhaupt gibt, liegt in Paragraph 15 des Ladenschlussgesetzes begründet: Der besagt, dass Geschäfte, die überwiegend Lebensmittel verkaufen, auch an diesem Tag bis zu drei Stunden und bis längstens 14 Uhr ihre Türen öffnen können. Außerdem dürfen Läden öffnen, die generell an Sonntagen geöffnet haben, wie Bäcker, Blumen- und Zeitungsläden. Auch Verkäufer von Weihnachtsbäumen profitieren von der Regel und dürfen ihre letzten Exemplare noch verkaufen.

Aber nur weil etwas gesetzlich erlaubt ist, muss man es nicht machen. Klar, letztlich liegt es in der Freiheit jedes Einzelnen, aber wäre es nicht fair und konsequent, wenn alle Lebensmittelhändler ihre Geschäfte am besagten Tag geschlossen halten? Einerseits ist es eine erhebliche Entlastung für deren Mitarbeiter in der Weihnachtszeit, andererseits können doch Kunden doch vorplanen.

Natürlich habe auch ich schon an Weihnachten auf den letzten Drücker eingekauft, aber auch nur, weil es die Möglichkeit dazu gab. Da sollte man ansetzen – am Ladenschlussgesetz. Denn eigentlich kann es in Zeiten von Kühl- oder Gefrierschrank nicht sein, dass man ausgerechnet an Weihnachten unbedingt einkaufen muss.

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