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Region Kelheim
Dienstag, 17. Oktober 2017 20° 2

Denkmäler

Fünf Denkmäler in Neustadt weniger

Die Liste der vom Landesamt erfassten Bau- und Bodendenkmäler der Stadt Neustadt lag im Stadtrat zur Beschlussfassung vor.
Von Peter Hübl

Das Geviert der Wittelsbacher Stadtgründung ist der Ursprung der Stadt Neustadt. Foto: Sammlung Metzger

Neustadt. Die Stadt Neustadt mit ihren Ortsteilen ist reich an Bau- und Bodendenkmälern, es sind rund 60. Die neue Liste, sie wird in Abständen von mehreren Jahren immer wieder überarbeitet, wurde der Stadt Ende Mai vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege mit der Bitte übersandt, sachliche Ergänzungen oder Anmerkungen bis Ende August zu übermitteln. Wie Bürgermeister Thomas Reimer dem Plenum mitteilte, habe in der Zwischenzeit Stadtarchivar Anton Metzger die Aufstellung bearbeitet und die notwendigen Anmerkungen, Ergänzungen und Korrekturen vorgenommen. Die aktualisierte Liste wurde vom Stadtrat einstimmig beschlossen.

Gegenüber der Vorgängerliste sind fünf Denkmäler rausgefallen, eines wurde neu aufgenommen. In der Einleitung zur Aufstellung heißt es, dass das historische Ensemble der Stadt Neustadt schon seit der Stadtgründung 1273 durch Herzog Ludwig II. von Bayern einen quadratischen Grundriss mit einer Seitenlänge von 300 Metern hat. Spätestens 1363 war die Stadt mit Mauern, Türmen und drei Toren befestigt. Die Westseite blieb ohne Tor und in dem vom Verkehr wenig berührten Westteil wurden deswegen auch die kirchlichen Einrichtungen konzentriert.

Die beiden Hauptachsenstraßen sind überwiegend durch zweigeschossige Giebelhäuser bebaut. Es handelt sich fast ausschließlich um Putzbauten, entstanden als Handwerker- und Ackerbürgerhäuser im 17./18. Jahrhundert, häufig im 19. Jahrhundert ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Altstadt stark zerstört. Spreng- und Brandbomben vernichteten etwa zwei Drittel des Ortes. Der Wiederaufbau nach 1945 entspricht weitgehend dem historischen Erscheinungsbild der Vorgängerbauten. Die Graben- und Wallanlagen und die erhaltenen Türme und Mauern umgrenzen den historischen Stadtraum anschaulich.

In der Altstadt sind zahlreiche Baudenkmäler aufgelistet, darunter zwei Häuser in der Herzog-Ludwig-Straße, die Stadtpfarrkirche St. Laurentius, der Pfarrhof, die vier Türme, Reste der Stadtmauer und der seit 1895 größtenteils mit Alleen bepflanzte Stadtwall. Weitere Objekte sind der Gartenpavillon vom Ende des 18. Jahrhunderts auf dem Stadtwall, das Rathaus, die St.-Anna-Kapelle mit dem Kriegerdenkmal und der eiserne Fußgängersteg über den Stadtgraben, der 1864 von der Stadt genehmigt worden war.

In den Ortsteilen sind es natürlich in erster Linie die Kirchen, Kapellen, Bildstöcke und ein ehemaliges Schloss. Es finden sich aber auch Guts- und Bauernhöfe, Gasthäuser, Forstämter, Kriegerdenkmale und sogar ein Hoftor, die erhaltenswert sind. Die Denkmalliste ist somit eine Verpflichtung für die Stadt Neustadt, die Pfarreien und die Eigentümer in der Kommune, die denkmalgeschützten Objekte der Nachwelt in einem würdigen Zustand zu erhalten.

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Stechmücken

  • In der Aussprache

    informierte 2. Bürgermeister Hans Weber über die Maßnahmen zu den Stechmücken. Mit dem neuen Spritzgerät sei großflächig gespritzt worden, erstmals auch in Schilfbereichen. Die Maßnahmen würden mit Pförring abgestimmt.

  • Von verschiedenen

    Stadträten wurde die Bedeutung ortskundiger Arbeitsgruppen herausgestellt, hier gelte es noch einige Ortsteile zu aktivieren. Bürgermeister Reimer meinte: „Wir sind Lernende, es geht nicht ohne freiwillige Helfer, muss aber professionell betrieben werden.“ (dph)

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