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Region Kelheim
Mittwoch, 22. November 2017 7

Freude

Hier dürfen sich die Kinder austoben

Die Spielwoche in Bad Abbach ist auch in diesem Jahr ein Magnet für den Nachwuchs. Nebenbei wurde auch noch Jubiläum gefeiert.
Von Gabi Hueber-Lutz

Monique Sonnenschein animierte die Kinder, „Senior-Chef“ Reinhold Meny (rechts) und Bürgermeister Ludwig Wachs. Fotos: Hueber-Lutz

Bad Abbach.Die Kinder waren begeistert: Weil die Spielwoche in Bad Abbach heuer genau zum 20. Mal stattfand, gab es einige Überraschungen für sie. Am Mittwoch durften sie länger bleiben und genossen die Show von Monique Sonnenschein, die jede Menge Fröhlichkeit verbreitete und dazu noch richtig prima zaubern konnte. Auch die Eltern waren am Nachmittag mit eingeladen.

Ausgiebig bewunderten sie das Hüttendorf. Noch war nicht alles fertig, aber es wurde schon lebhaft gehandelt. In der „Cocktailbar“ waren bereits nach einem halben Tag die Zutaten für die leckeren Cocktails alle. Dafür war die Kasse voller Nägel. Bekanntlich sind Nägel ja die offizielle Währung im Hüttendorf. Großer Andrang auch im Schönheitssalon. Fingernägel lackieren, einen Dutt frisieren oder Zöpfe flechten – hier wurden viele Wünsche erfüllt. Nur Lilly saß mit dem Hammer bewaffnet hinter der halb fertigen Hütte und stöhnte: „Jetzt müssen wir die Bude erst mal dicht kriegen, morgen ist Regen angesagt!“

Ganz gemächlich ging es bei Thomas Preischl zu. Er ist blind und zeigte den Kindern, dass man deswegen trotzdem Schreinerarbeiten verrichten kann. Kaum ein Kind kommt ohne etwas selbst Getöpfertes von der Spielwoche nach Hause. Emma war gerade im Urlaub in den Alpen und nun hatte sie einen Wasserfall geformt. Sie fand Nachahmer und nach kurzer Zeit stand eine ganze Wasserfall-Landschaft zum Trocknen in der Sonne. Jakob versuchte sich an einem Schwein, „Und wenn’s nichts wird, wird es ein Würfel.“ Michèle und Jasmin waren heuer erstmals als Betreuer dabei und wollen das gerne wieder machen. Sie waren für die Malecke zuständig. Am liebsten mochten es die Kinder, auf den kleinen Leinwänden ihre Bilder zu malen, haben die beiden beobachtet. Auch ihre, am Nachbarstand gefertigten Gipsmasken bemalten die Kinder gerne. Außer sie wollten ihre Eltern am Ende des Tages mit einer prächtigen weißen Gipsschiene über dem Arm erschrecken.

Am Tisch nebenan wurde Uno gespielt mit viel Gelächter. Hier saßen Kinder mit und ohne Behinderung. Die Caritas Regensburg war mit einer Gruppe ihrer Schützlinge da. Das gemeinsame Spielen machte Spaß und auch bei der zauberhaften Vorstellung von Monique Sonnenschein saßen sie bunt durcheinander und freuten sich über die Kunststücke und Späße. „Eine super Einrichtung, die Spielwoche“, urteilte Irina Figur. Ihr Sohn besucht die Spielwoche schon im zweiten Jahr. Es sei prima, dass er hier komplett versorgt wird und viel Spaß hat, während seine Eltern arbeiten können. Der Meinung sind auch Christina und Christian Schuhmann. Vor etliche Jahren waren sie selbst einmal hier und haben den Kindern einen ferngesteuerten Hubschrauber vorgeführt. Nun ist ihre Tochter dabei. Auch Helena Müller freute sich, dass ihre Enkelkinder hier so gut aufgehoben sind. Den beiden Buben hatte es besonders das Hüttendorf angetan. Aber auch ein Schatten lag über der diesjährigen Spielwoche. Zumindest für die altgedienten Betreuer. Helmut Kronthaler, der Mann mit den Ytongsteinen, hätte heuer sein persönliches 20-jähriges Jubiläum bei der Spielwoche feiern können. Es sollte nicht sein. Anfang August verstarb er ganz plötzlich.

Reinhold Meny arbeitet bereits den Nachfolger ein.

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