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Region Kelheim
Montag, 18. Dezember 2017 3

Gemeinderat

Hohe Kosten für den Zwergerlgarten

Architekten stellen Planungen zum Kinderhort und zum neuen Feuerwehrgelände in Ihrlerstein vor – und beruhigen das Gremium.
Von Renate Beck

Die Erweiterung des Brandler Zwergerlgartens kostet 450 000 Euro – das sorgte im Gemeinderat für Verwunderung. Foto: Beck

Ihrlerstein.Bereits ab Dezember kann sich die Brandler Jugend in eigenen Räumlichkeiten treffen. Ein Ladenlokal zentral in der Hauptstraße ist gefunden; der Vertragsabschluss mit dem Betreiber Kai e.V. unter Dach und Fach. Der Vertrag wurde zunächst für ein Jahr abgeschlossen, bei Bedarf ist eine jährliche Verlängerung möglich. Kai e.V stellt das geschulte Personal; die Betreuung erfolgt an zwei Wochentagen von 17.30 Uhr bis 21.30 Uhr an insgesamt 50 Wochen. Sachaufwandsträger ist die Gemeinde Ihrlerstein, die für diese Stundenzahl jährlich 14 000 Euro zu zahlen hat. Als jährlicher Etat werden 500 Euro zugestanden, deren Ausgabe von Kai e. V. belegt werden. Die Räume seien laut Bürgermeister Josef Häckl zwar noch nicht ganz fertig, denn „die künftigen Besucher sollen bei der Einrichtung mitreden dürfen“.

Inbetriebnahme wohl im September

Die Kosten von 450 000 Euro für die Erweiterung des „Brandler Zwergerlgarten“ sorgt im Gremium erneut für Verwunderung. Architekt Finger gab zu verstehen, dass sich diese Kostensumme absolut im üblichen Bereich bewegen würde und zudem den Vorgaben entspreche. Er stellte die geänderte Planung mit einem gewünschten Gartenhäuschen als Lagerfläche für die Spielgeräte der Kinder sowie den vergrößerten Parkplatz vor. „Wir haben eine Mehrung von Kindern, eine Mehrung von Eltern, die ihre Kinder bringen; also brauchen wir eine Mehrung von Parkplätzen“ gab der Bürgermeister zu bedenken. Für diese Stellplätze seien etwa 40 000 Euro zusätzlich nötig. Die Zuschüsse für die zusätzlichen Maßnahmen seien bereits angemeldet. Gisela Schmids Frage nach der geplanten Inbetriebnahme des erweiterten Kindergartens im September beantwortete Finger mit: „Ich kann es nicht versprechen, es aber als Ziel setzen“.

Architekt Tobias Maier erläuterte das Ergebnis der Baugrunduntersuchung am neuen Feuerwehrgelände. „Es gibt kein Grundwasservorkommen und auch keine Altlasten“. Das bereits vorhandene Auffüllmaterial könne eingebaut werden. Mögliche Bodensetzungen werden überwacht. „Nach sechs Monaten sind 90 Prozent abgesetzt“, so Maier, „dann kann man das Gebäude draufsetzen.“

Architekt beruhigt Gremium

Zur Beruhigung des Gremiums ergänzte er: „Ein Baugrundgutachter muss den Boden freigeben, bevor das Gebäude auf eine Bodenplatte und auf Streifenfundamente gestellt werden kann.“ Maier stellte auch die Eingabeplanung des Feuerwehrhauses vor: unter anderem die Pelletheizung, LED-Beleuchtung, Lautsprecheranlage, Notstromversorgung, Zugangskontrolle und eine Hausalarmanlage mit externer Alarmierung. Gesamtsumme: 681 969 Euro. „Alles, was zur Eingabeplanung ausschlaggebend ist, ist da drinnen“, so Maier. Zusätzlich regte er einen „LCN-Bus“ an: eine Automatisierungstechnik, mit der man das Gebäude verschließen, die Tore, Beleuchtungen, Sonnenschutz und mehr automatisch steuern kann. Zusätzliche Kosten: 29 000 Euro. Der Gemeinderat stimmte dem einstimmig zu. Sobald der Statiker grünes Licht gebe, könne mit dem Bau begonnen werden. Realistischer Baubeginn: Herbst 2018.

Die in der Straßenbaumaßnahme „Am Waldrand“ ursprünglich von 4,5 auf fünf Meter beschlossene Straßenbreite wurde vom Planer nicht in die Ausführungspläne übernommen. Erst nach Bauausführung sei diese Unstimmigkeit aufgefallen. „Eine Verbreiterung auf fünf Meter wäre technisch komplex und der Fertigungstermin in 2017 nicht zu realisierten gewesen“, sagte Häckl. Eine Ausführung auf 4,7 Meter sei allerdings noch machbar. „Der Weiterbau der Straße war angesichts der Behinderungen für die Anwohner die richtige Entscheidung“, sagte Häckl. Eine Neuberechnung sei angesagt. „Die Bürger sparen dadurch viel Geld“, resümierte Rat Adolf Rösch. Bedingt durch unvorhersehbare Maßnahmen verlangt die Straßenbaumaßnahme „Kirchstraße“ zwei Nachtragsangebote mit Mehrkosten in Höhe von 12 861,24 Euro. Auch dem stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

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