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Region Kelheim
Montag, 18. Dezember 2017 3

Umfrage

Ideen für Wöhrdplatz und Co. bewertet

Ergebnisse für schöneres Kelheim vorgestellt: Vorschläge für Promenade auf Platz eins – Busbahnhof mit Parkdeck Schlusslicht.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Der Wöhrdplatz in Kelheim ist bislang ein Großparkplatz. Das Areal ist Teil einer Rahmenplanung. Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim.Der Öffentlichkeit sind von Mitte August bis Ende September in der Kreisstadt Kelheim Möglichkeiten im Zuge einer Neugestaltung des Wöhrdplatz-Areals einschließlich Donauvorland und des Alten Kanalhafens vorgestellt worden.

Seit Jahren ein Thema

  • Exponiert

    Als „Filetstück“ ist der Bereich das Wöhrdplatzes, der zwischen der Altstadt und dem Donaudamm liegt, so manches Mal bezeichnet worden.

  • Beteiligung

    Seit Jahren ist die Wöhrdplatz-Neugestaltung ein Thema in Kelheim. Die Öffentlichkeit hatte Gelegenheit, Ideen einzubringen.

  • Fachjury

    Im Sommer 2014 wurden die Vorschläge vorgestellt. Eine Fachjury hatte davor in einer nichtöffentlichen Sitzung getagt. Von 17 Ideen von Kelheimern ist, wie Bürgermeister Horst Hartmann damals sagte, kein Vorschlag favorisiert worden. Es folgte dann im Herbst noch eine Ausstellung, bei der auch Gelegenheit war, schriftlich Vorschläge abzugeben.

  • Rahmenplanung

    Im Januar 2017 präsentierte Stadtplanerin und Landschaftsarchitektin Andrea Gebhard ein Konzept für eine Rahmenplanung Wöhrdplatz.

  • Ex-Landratsamt

    Darin enthaltene Vorschläge wurde vor einigen Wochen in einer Ausstellung an verschiedenen Orten in der Stadt vorgestellt. Es erfolgte auch eine Umfrage. Auf die Frage von Rat Raimund Fries im Stadtrat, warum das frühere Landratsamt ausgespart worden sei, antwortete der Bürgermeister: „Wir alle wissen, dass das Grundstück des Landratsamtes dabei ist.“ Vor einigen Wochen habe ein Gespräch mit der Immobilien Freistaat Bayern stattgefunden. Wie es auf Nachfrage bei der Pressestelle im Landratsamt kürzlich hieß, „ist das Landratsamt mit den beteiligten Stellen im Gespräch. Das Verfahren zur Abwicklung läuft.“ (eb)

Es war Gelegenheit, die Vorschläge zu bewerten. 204 Personen beteiligten sich daran. Wir stellen die vom Altstadtmanagement präsentierten Umfrageergebnisse vor.

Auf dem Donaudamm verläuft bislang ein Weg. Foto: Bachmeier-Fausten

69 Prozent für eine Promenade

Die Idee einer Uferpromenade an der Donau – mit Sitzstufen attraktiv zu gestalten – und so dort die Aufenthaltsqualität zu steigern und durch die Einrichtung von Spielarealen auch den Nachwuchs „profitieren“ zu lassen, schaffte es in der Bewertungsskala auf Rang eins. 69 Prozent von den 204 Teilnehmern urteilten: „Es gefällt mir sehr gut.“ 18 Prozent sind der Meinung: „Ich finde es akzeptabel“. Und 13 Prozent, derer die sich an der Abstimmung beteiligten, gaben an: „Es überzeugt mich nicht.“

63 Prozent für attraktiveren Kanalhafen

Auf Platz zwei kamen bei der Abstimmung die Vorschläge für Gestaltungsmaßnahmen im Bereich des Alten Kanalhafen: „Eine attraktive Gestaltung des Areals mit Sitzstufen könnte die Aufenthaltsqualität verbessern.“ Auch ein Naturschwimmbad wäre denkbar und eine schwimmende Seebühne würde ein besonderes Ambiente für kulturelle Veranstaltungen bieten. 63 Prozent gefallen die Ideen „sehr gut“, 20 Prozent finden sie „akzeptabel“ und 17 Prozent überzeugen diese nicht.

Ein Blick von der Aussichtsplattform am Damm beim Wöhrdplatz zum Donaupark. Foto: Bachmeier-Fausten

47 Prozent für Rad- und Fußgängerbrücke

Zu den in der Ausstellung vorgestellten Konzeptideen gehört auch eine Donaubrücke für Fußgänger und Radfahrer zum Donaupark, so könnte eine Verbindung zwischen dem Innenstadtbereich und dem Wirtschafts-/Wohnstandort am anderen Donauufer geschaffen werden. „Es entstünden kurze Wege und mögliche positive Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen innerhalb der Stadt.“ 47 Prozent finden die Idee „sehr gut“, 40 Prozent sind davon nicht überzeugt und für 13 Prozent ist sie akzeptabel.

Eine zeichnerische Darstellung einer möglichen Dammöffnung. Quelle: mahl.gebhard,Konzepte  Landschaftsarchitekten BDLA, München

34 Prozent für eine Dammöffnung

Eine direkte Sichtverbindung zwischen der Donaupromenade und der Altstadt könnte durch eine Öffnung des Dammes entstehen. „Eine barrierefrei Gestaltung könnte allen den direkten Zugang zur Promenade, Schiffsanlegestelle und der Altstadt ermöglichen.“ 44 Prozent überzeugt das nicht. Der größte Einwand sei gewesen, „dass der Hochwasserschutz nicht mehr gewährleistet ist“. 34 Prozent finden die Idee „sehr gut“, 22 Prozent akzeptabel.

Das frühere Postgebäude, das seit einiger Zeit der Stadt gehört. Foto: Bachmeier-Fausten

32 Prozent für multifunktionales Gebäude

Ein eventueller Abbruch des Postgebäudes und der Bau eines öffentlichen Gebäude ist von Stadtplanerin und Landschaftsarchitektion Andrea Gebhart bei der Vorstellung des Rahmenplanes Wöhrdplatz ins Gespräch gebracht worden. Ein „multifunktionales Gebäude“, das „für öffentliche Veranstaltungen genutzt, auch für private Feiern vermietet „oder auch Teil des technischen Hochwasserschutzes sein könnte“, überzeugt 37 Prozent nicht, 32 Prozent finden es sehr gut und für 31 Prozent ist es akzeptabel

Bislang sind die Haltestellen auf der Bahnhofstraße unweit des Wöhrdplatzes. Foto: Bachmeier-Fausten

19 Prozent für Busbahnhof mit Parkdeck
Am schlechtesten bewertet worden ist der vorgeschlagene Busbahnhof mit Parkdeck auf dem Wöhrdplatz. Bei der Ausstellung wurde informiert, dass „ein Busbahnhof eine wetterunabhängige Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ermöglichen würde.“ Mit einem Parkdeck könnten weitere Parkplätze entstehen. 59 Prozent überzeugt die Idee nicht, für 22 Prozent ist sie akzeptabel, 19 Prozent gefällt sie.

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