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Freitag, 23. Juni 2017 30° 2

Projekt

Interesse am Waldkindergarten

Der Informationsabend des Elternvereins in Abensberg stieß auf reges Interesse. Erwartet werden „Idealismus und aktive Mitarbeit“ der Eltern.

Szene aus einem Waldkindergarten in Ilmenau – in Abensberg soll bald ähnlich gespielt werden. Foto: dpa

Abensberg. Die Frage nach der Hygiene und wie das denn nun sei, wenn künftige Waldkindergartenbesucher ihr kleines oder großes Geschäft machen, beschäftigte die Gäste des Infoabends am meisten. Am Donnerstag lud der frisch gegründete Elternverein „Waldkinder Abensberg e.V.“ ins Gasthaus Lauberger. Spontan entschloss sich die Vorstandschaft tags zuvor, die Türen des kleinen Saals zu öffnen, so dass sich die Fläche um das doppelte vergrößerte. Und das war eine kluge Entscheidung. Circa 80 Interessierte kamen, um sich über das Projekt Waldkindergarten zu informieren.

Nach einem Eröffnungsfilm, der winterliches Treiben im Rottenburger Waldkindergarten zeigte, übernahm erster Vorsitzender Josef Zachmeier das Wort, erzählte, wie diese Idee geboren wurde, und machte deutlich, worum es geht: allein um die Kinder. Zachmeier ist selbst Vater eines fast zweijährigen Sohnes und wünscht sich, dass sein Schützling vor dem Ernst des Lebens einen Waldkindergarten besucht. Mit diesem Wunsch ist er nicht allein. Zusammen mit drei weiteren Familien gründete er den Verein „Waldkinder Abensberg“, und dass die Resonanz gut war, zeigte der Andrang am Infoabend.

Als Referenten kamen Franz Huber, Vorstand des Bayerischen Landesverbands Waldkindergärten, und Anke Wolfram, Leiterin des Waldkindergartens Pielenhofen, die anhand vieler Bilder per Beamer den Ablauf eines Tages im Wald zeigte. Sie erklärte auch, wie das denn nun sei, mit der Toilette. Manche Waldkindergärten haben einen Toilettenplatz, an dem das kleine Geschäft gar kein Problem darstellt, und für das große Geschäft wird zum Klappspaten gegriffen, mit dem das Häufchen vergraben werden kann. Andere Waldkindergärten verfügen über eine Bio-Komposttoilette. Hände waschen ist im Wald selbstverständlich auch Pflicht, allerdings wird hier meist zu biologisch abbaubarer Lavaerde gegriffen.

Josef Zachmeier bestärkte, dass der geplante Waldkindergarten „kein Angriff“ auf die Hauskindergärten sei, der Austausch, die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit ihnen sei vielmehr von großer Bedeutung. Von den Mitgliedern der „Waldkinder Abensberg“ werde „Idealismus und aktive Mitarbeit“ erwartet.

Am Ende der Veranstaltung gaben einige Besucher den Mitgliedsantrag ausgefüllt ab: „Nur gemeinsam mit vielen anderen Eltern können wir das schaffen und unser Projekt verwirklichen“, war sich die Vorstandschaft einig und freute sich über den gelungenen Abend. (eyr)

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