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Region Kelheim
Sonntag, 17. Dezember 2017 10

Besuch

Israelische Austauschschüler zu Gast

16 Schülerinnen und Schüler der Deir-Hanna-Highschool sind am Donau-Gymnasium Kelheim und bei Familien in der Region zu Gast.

Die Schüler sind gemeinsam kreativ. Foto: Fochler

Kelheim. Der Schüleraustausch mit der Deir-Hanna-Highschool in Israel und dem Donau-Gymnasium Kelheim fand vom 10. bis 19. Oktober statt. Bei guter Stimmung unter den SchülerInnen beider Länder und einem umfangreichen Programm stand einer Pressemitteilung zufolge dem Erfolg des Projekts nichts im Weg.

Ausflüge und Aktionen

16 SchülerInnen aus Israel waren bei Gastfamilien in Kelheim, Saal, Abensberg, Bad Abbach, Ihrlerstein und Langquaid untergebracht, nahmen sowohl am Familienleben als auch am Schulleben teil und konnten den deutschen Alltag mit all seinen Facetten intensiv erleben. Zahlreiche Ausflüge, verschiedenste Aktionen an der Schule und großes Engagement der gastgebenden Familien ließen den ersten Teil des Austauschprogramms überaus positiv verlaufen.

Ausflug in die Natur Foto: Fochler

Das schöne und warme Herbstwetter ließ die Gäste aus dem Nahen Osten staunen, hatten sie doch kalte und regnerische Tage erwartet. Dies war nur eines der Vorurteile, das neben „nicht so gutes Essen“ oder „alle Deutschen fahren BMW“ oder „alle Deutschen wollen nur Deutsch sprechen“ widerlegt werden konnte. Der Abbau von vorgefassten Meinungen – auf beiden Seiten – ist eines der Ziele des Schüleraustausches und erfahrungsgemäß gelingt das sehr gut. Toleranz und Offenheit auf beiden Seiten sind ebenso wie die spontane jugendliche Herangehensweise ein Garant für die Überwindung von Verständigungsproblemen und Stereotypen.

Auch der Schulalltag wurde kennengelernt. Foto: Fochler

Gemeinsame Kunstprojekte, Sport und politisch-sozialer Austausch bestimmten das Programm an der Schule, aber auch die Begeisterung über die reichhaltige Schulmensa und das schöne Schulgebäude. Da Englisch die Verständigungssprache ist, konnten die wenigen Missverständnisse und Probleme schnell gelöst werden, heißt es in der Mitteilung. Austauschlehrer Shamekh Nassar, der bei Kunstlehrerin und Hauptorganisatorin des Austausches, Marion Fochler, wohnte, konnte zur Not auch auf Arabisch auf seine Schüler einwirken. Ein kleiner Deutsch-Kurs und die gemeinsame Gestaltung eines Geschenkes für den Landrat bereicherten das Programm noch zusätzlich.

Am Ankunftstag waren die israelischen Schüler nach einem gemeinsamen Mittagessen mit ihren deutschen Partnern in der Schulmensa von den Gasteltern abgeholt worden. Am Mittwoch war den ganzen Tag über ein Programm an der Schule angesagt.

Dieses Motiv wurde an die Wand gemalt. Foto: Fochler

Das Ergebnis des Kunstprojekts ist für alle Schüler, Lehrer und Besucher an der Schulwand zu sehen und soll in Israel ein Gegenstück an der dortigen Schule erhalten, wenn Ende Februar die Reise nach Deir Hanna angetreten wird. Auch gemeinsamer Sport und normaler Unterricht wurden angeboten. Am Donnerstag wurde zusammen ein Ausflug in den Bayerischen Wald unternommen und am nächsten Tag stand Regensburg auf dem Programm. Das Wochenende verbrachten die israelischen Schüler in den Austauschfamilien.

Die Gäste aus Israel zu Besuch im Landratsamt. Mit Landrat Martin Neumeyer stellte man sich zu einem Erinnerungsfoto. Foto: Landratsamt

Am Montag stand der Besuch bei Landrat Martin Neumeyer im Landratsamt an. Anschließend ging es mit dem Schiff nach Weltenburg. Auf dem Schiff begegnete man einem palästinensischen Paar aus Nazareth. Ein Tag wurde in München verbracht. Am nächsten Tag ging es ins Altmühltal. Am Abend fand dann das kulturelle Abschiedsfest statt, wofür Lehrerin Marion Fochler die Räume im alten Schulhaus in Ihrlerstein vorbereitet hatte.

Besuch beim Landrat Foto: Landratsamt

„Die alten Böden und Wände bebten dann

auch bei palästinensischen Tänzen und bayerischer Alphornvorführung“ der Bergers und dem gemeinsamen Jodelkurs, geleitet von Jodellehrer Berger. Das bayerisch-arabische Buffet ließ keine kulinarischen Wünsche offen.

Wie auch mitgeteilt wurden, „ließ das positive Feedback der Eltern und Schüler erkennen, dass der Austausch überaus positiv verlaufen ist“.

Erkundung in Kelheim Foto: Fochler

Der Abschied am Donnerstag fiel dementsprechend schwer. Allerdings ist geplant, dass man sich Ende Februar in Israel wiedersehen wird.

„Ein voller Erfolg“

Auch aus Sicht von Organisatorin Marion Fochler war der Austausch „bis jetzt ein voller Erfolg“. Sie zeigte sich sehr zufrieden, dass sich „die monatelange Vorarbeit und die Bemühungen, Land , Stadt und Schule gut zu präsentieren, auch gelohnt haben“. „Auch die pädagogischen Ansprüche eines Austauschprogramms wurden voll erfüllt: Kennenlernen einer anderen Kultur, gegenseitiges Verständnis und Abbau von Vorurteilen, Brücken schlagen in den Nahen Osten, den Friedensgedanken weitertragen, Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten und nicht zuletzt die Erkenntnis auf beiden Seiten: Es verbindet uns viel mehr als uns trennt“, wie in der Pressemitteilung steht. Das offizielle Thema dieser zweiten Austausches Pax (Frieden).

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