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Dienstag, 16. Januar 2018 7

Sport

Junioren spielen bei Gerner Cup auf

An die 700 Kinder machten die Freizeitinsel in Bad Abbach am Wochenende zu einem Mekka des lokalen Jugendfußballs. Eltern mussten sich zurückhalten.
Von Gabi Hueber-Lutz

  • Die JFG Donaukickers Saal (in rot/weiß) gegen die JFG Donautal Bad Abbach Fotos: Hueber-Lutz
  • Auch im Spiel des TSV Kareth-Lappersdorf (lila) gegen den Freien TuS Regensburg ging es zur Sache.

Bad Abbach.Am Samstag und am Sonntag war die Freizeitinsel ganz in der Hand des Jugendfußballs. Der TSV Bad Abbach veranstaltete den vierten Baustoff Gerner Cup mit 58 Teams und an die 700 Kindern.

Das Turnier hat sich mittlerweile etabliert und es kommen Teams aus Niederbayern und der Oberpfalz. Von den G- bis zu den C-Junioren lieferten sie sich spannende Matches. Die Begeisterung zeigte, dass Fußball ohne Frage die Nummer eins in der Beliebtheitsskala der Sportarten ist. Jürgen Bock, Jugendleiter beim TSV und einer der Organisatoren des Turniers, begrüßte die Mannschaften, die in ihren farbenfrohen Dressen auf dem Spielfeld standen und manchmal schon ungeduldig hin und her tänzelten. Bock erklärte die Modalitäten: Jeweils 15 Minuten spielen die Teams gegeneinander. Jeder tritt gegen jeden an, und wenn es am Ende Gleichstand gibt, zählt nicht das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich.

Um allzu große elterliche Ambitionen einzubremsen, hatte der Veranstalter an den Spielfeldern Plakate aufgestellt mit Hinweisen, die man auch bei der größten Begeisterung nicht vergessen sollte: „Das sind Kinder. Das ist ein Spiel. Der Schiri ist auch nur ein Mensch. Der Trainer macht das als Hobby. Das ich nicht die WM.“

Am Samstagvormittag startete das Turnier mit den Spielen der D-Junioren. Am Anfang der Spielerkreis um sich anzufeuern und auf das Team einzuschwören. Dann der Kampf um den Ball. Mancher Trainer schrie sich die Seele aus dem Leib, um seine Schützlinge vom Spielfeldrand aus zu dirigieren. Andere waren da eher sparsam. „Spielen, Jungs!“, war die am meisten gehörte Aufforderung. Und immer waren Anweisungen dabei, die auch als Lektionen fürs Leben verstanden werden können: „Nicht stehen bleiben, wenn du den Ball verlierst, weiterlaufen!“ Michael Gessner, der zweite Organisator des Turniers drehte seine Runden mit der Kamera in der Hand und hielt packende Spielszenen fest. „Schön, wenn alles funktioniert und wenn man sieht, wie die Kids Spaß haben“, freute er sich. Und auch das Vereinsleben werde durch ein solches Turnier angekurbelt.

Sohn Moritz (14) war als Schiedsrichter unterwegs und pfiff mit der Partie Riedenburg gegen Landshut Berg erstmals ein Spiel der D-Junioren. Das stellt größere Anforderungen an den Unparteiischen, weil ab den D-Junioren die Abseitsregel greift. Er selber wurde dabei von Junior Coach Michael Brandl unter die Fittiche genommen. Aber es gab keine Zweifelsfälle. Eine klare Abseitssituation musste Moritz pfeifen, und auch der fällige Elfmeter gegen Landshut war unumstritten. Riedenburg jagte die Kugel vom Punkt aus ins Tor und gewann die Partie 1:0. „Es gibt Elfmeter, die hört man“, waren sich Moritz und Michael einig. Zum Beispiel dann, wenn ein Stollenschuh hart auf einen Schienbeinschoner trifft.

Und weiter ging’s für das Gespann zum nächsten Spiel.

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