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Region Kelheim
Mittwoch, 22. November 2017 10° 3

Schule

Kinder klopften an die Tür

Pfarrer Latacz bot einen erlebnisorientierter Religionsunterricht an der Paintner Grundschule zum Thema „Kirchweih“.

An Kirchweih gehören neben dem feierlichen Gottesdienst auch weltliche Bräuche. Pfarrer Latacz hatte für jedes Kind ein Kirchweih-Kücherl.

Painten.Zum Jahresthema „Heimat“ der Grundschule Painten überlegte sich Pfarrer Latacz, bezugnehmend auf das Kirchweihfest, eine Religionsstunde, die alle 79 Kinder in höchstem Maße begeisterte. Er lud die vier Klassen zum Unterricht in die Pfarrkirche St. Georg ein und erzählte den Schülerinnen und Schülern neben Geschichten rund um das Gotteshaus auch vieles über das Kirchweihfest.

Die Kinder wurden vor der Kirche herzlich vom Pfarrer empfangen, der mit der Frage begann, warum Fahnen in den Farben gelb und weiß auf dem Pfarrplatz wehten. Viele wussten sofort, dass am vergangenen Sonntag das Kirchweihfest gefeiert wurde. Interessiert lauschten alle der Erzählung des Geistlichen, dass 1902 die Kirche geweiht wurde. Dazu klopfte der Bischof damals dreimal an die Kirchentür und bat um Einlass. Bevor die Kinder aber selbst ins Innere der Kirche durften, erkundeten sie spielerische Aufträge rund um das Kirchengebäude und den Pfarrplatz. Dabei fanden sie heraus, wie hoch der Paintner Kirchturm ist, warum auf dem Pfarrplatz drei Kreuze stehen, wie lang die Kirche ist, wie viele Fenster in den Innenraum schauen und welche Figuren man an den Außenmauern der Kirche findet.

Nun machten es die Kinder wie der Bischof, sie klopften dreimal an die Kirchentür und baten um Einlass. Erst dann betraten die Buben und Mädchen das Kircheninnere und wurden von Pfarrer Latacz eingeladen, diesen wie in einem Museum still und leise, zum Klang einer Messingschale, zu erforschen. Die Kinder waren fasziniert von Dingen.

Neben großen Figuren, viel Gold, dem Alter, schönen Bildern, der Orgel und Blumen interessierte sie besonders ein Kreuz. 1899 wurden die Pfarrkirche und zwei Drittel der Ortschaft durch einen verheerenden Brand zerstört. Eines der wenigen Kunstwerke der alten Kirche, die vom Brand erhalten blieben, ist das „Paintener Kreuz“. Die Kinder erfuhren, dass es als Erinnerung an dieses Ereignis in seinem brandbeschädigten Zustand belassen und im Kircheninneren angebracht wurde.

Pfarrer Latacz erzählte vom Namenspatron, dem Heiligen Georg, dem Fenster im Osten, durch das das Sonnenlicht scheint und das an Ostern erinnert, dem goldenem Kästchen am Hochaltar, das Tabernakel heißt, dem Platz, von dem aus aus der Bibel gelesen wird, dem Taufbecken und vielem mehr. Die Kinder durften auch in die Sakristei.

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