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Mittwoch, 23. August 2017 27° 1

Extremlauf

LimesRun: Mit Power durch den Matsch

600 Läufer können nicht irren: Der LimesRun in Bad Gögging hat auch in der dritten Auflage nichts an Attraktivität verloren.
Von Jochen Dannenberg

  • Immer wieder war Teamarbeit nötig, um die Hindernisse zu bewältigen. Foto: Dannenberg
  • Über Balken in der Abens ging es zum nächsten Hindernis. Foto: Dannenberg
  • Der „Eininger Widerstand“ war auch in diesem Jahr am Start. Foto: Dannenberg
  • Kraftraubende Modderstrecke am Campingplatz Felbermühle Foto: Dannenberg
  • Am alten Kurpark in Bad Gögging mussten Kanus „unterquert“ werden. Foto: Dannenberg
  • Auf allen Vieren ging es durch diese Betonröhren. Foto: Dannenberg
  • Geschick erforderte die Reifenstrecke an der Abens zwischen dem Gerätehaus der Bad Gögginger Feuerwehr und der Rialto-Brücke. Foto: Dannenberg

Bad Gögging.Die Bedingungen für den LimesRun waren großartig. Pünktlich zum Start der dritten Auflage des Extremlaufs am Samstag schien die Sonne, die Teilnehmer waren bestens motiviert und vor ihnen lag eine hervorragend vorbereitete Strecke, die mit ihren 31 Hindernissen auf 24 Kilometern den Läufern alles abverlangte.

Wer sich bei diesem Lauf zu den besten Teilnehmern gehören wollte, startete in der ersten Gruppe. In kurzen Abständen folgten die übrigen Teilnehmer in weiteren Gruppen. Für die Topleute des LimesRuns hatte dies den Vorteil, dass sie nicht durch langsamere Läufer aufgehalten wurden. Immer wieder gab es nämlich auf der Strecke Passagen, an denen es für die nachfolgenden eng wurde. Das System gab dem Veranstalter, dem Pas-Team unter Leitung von Joachim von Hippel, Recht.

Durch den Weiher

Als die letzten Läufer gerade die Sechs-Kilometer-Marke beim Campingplatz Felbermühle erreicht hatten, kamen ihnen die schnellsten Läufer bereits wieder entgegen. Die hatten zu dem Zeitpunkt schon Sittling und Eining passiert und am Kastell Abusina den Rückweg angetreten.

Der Stimmung der Zuschauer und der Sportler tat dies keinen Abbruch. Vor allem beim Start am The Monarch-Hotel, das in diesem Jahr Titelsponsor war, und dann im Bereich der Abens-Brücke und des Gasthofs Eisvogel sowie am Campingplatz standen viele Zuschauer und feuerten die Sportler an. Die zeigten großen Einsatz und dankten für die Anfeuerungsrufe.

Dabei wurden den Läufern viel abverlangt. Bis zur Felbermühle waren alle Teilnehmer u.a. bereits den Weiher im Kurpark, durchquert, waren unter den Kanus in der Abens am alten Kurpark durchgetaucht, hatten dann zweimal die Abens bei der Rialto-Brücke durchquert und waren dann zum Campingplatz gelaufen, um dort wieder in die Abens zu steigen, den matschglatten Ausstieg aus dem Fluss zu bewältigen und dann den kraftraubenden Weg durch frisch aufgeschütteten Modder neben der Abens zu schaffen. Manchem Teilnehmer war da schon anzusehen, dass er sich wohl bei seiner Kraft und Kondition verschätzt hatte.

Etliche „Wiederholungstäter“

Zu sehen war aber auch, wie sich Sportler immer wieder halfen. Zum Beispiel beim Ausstieg aus dem Kurparkweiher oder beim Ausstieg aus der Abens zur Modderstrecke bei der Felbermühle. Oft standen zwei, drei Mann bereit, um einem weiteren zu helfen, aus dem Wasser zu kommen und den Abhang hinaufzuklettern. Genau darum, so hatte es Joachim von Hippel, vor zwei Jahren anlässlich des ersten LimesRuns gesagt, gehe es bei diesem Wettbewerb. Der Mannschaftsgeist zähle.

Den meisten Teilnehmern dürfte dies bewusst gewesen sein. Unter den Läufern des LimesRuns waren etliche „Wiederholungstäter“. Auch der „Eininger Widerstand“ mit Christian, Andreas und Florian zählt dazu. Die drei nahmen es sportlich und ironisch. Sie hatten sich mit Strohhüten und Schwimmwesten ausgestattet und meinten zur Wettkampfvorbereitung: „Wir trainieren meist bei Hochwasser in der Abens.“ Die „Hydromaniacs“, ein Ehepaar aus der Nähe von Schweinfurt, hatte schon an mehreren Läufen wie den LimesRun teilgenommen. Mit einer Filmkamera zeichneten sie ihren Lauf auf, um ihn später daheim vorzuführen.

Die Teilnehmer des Extremlaufs hatten oft weite Anreisen auf sich genommen. So kam zum Beispiel eine Gruppe als Wikinger verkleideter Läufer aus Wetzlar (Hessen), eine andere Gruppe aus Rudolstadt (Thüringen). Extremläufe wie der LimesRun sind zu einem bundesweiten Phänomen geworden, bei dem weibliche Teilnehmer jedoch noch zu den Ausnahmen gehören. Beim LimesRun waren 13 Prozent der Teilnehmer der Frauen. Der jüngste Läufer war 18, der älteste 62 Jahre alt.

Positive Bilanz

Als nach gut zwei Stunden die ersten Läufer das Ziel erreichten, konnten viele, die an der Organisation des Laufs mitgewirkt hatten, eine positive Bilanz ziehen. Joachim von Hippel freute sich über die „Bombenstimmung“ an der Strecke und die „wunderbare Unterstützung durch das Hotel The Monarch und Rudi Halbritter von der Stadtverwaltung Neustadt“.

Michael Lopacki, unlängst zum Area-Generalmanager beförderter Chef des The Monarch, freute sich, dass sein Haus Titelsponsor war und und „dass wir in diesem Jahr die Location für den Lauf zur Verfügung stellen konnten“. Und Rudi Halbritter meinte schlicht: „Joachim von Hippel lebt diese Veranstaltung.“ Astrid Rundler, Chefin der Tourist-Information Bad Gögging, meinte: „Es war ein tolles Wetter, wir hatten tolle Hindernisse und konnten eine tolle Stimmung an der Strecke erleben.“

Die Ergebnisse

Schnellster Läufer des dritten LimesRuns und damit schnellster Legionär (Primus Perfector) war Julian Sterner (1:47:36 Stunden). Schnellste Frau (Prima Perfica) war Kati Vom Dorp (2:13:43); schnellstes Team war „vigiles castra regina“ BF Regensburg (2:49:56).

LimesRun in Bad Gögging

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