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Sitzung

Lösung für Teugns Krippenneubau gefunden

Knapp mit 7:5 fiel im Gemeinderat der Entschluss, für den Kinderkrippen-Neubau einen Teil des Dantscher-Areals zu kaufen.
Von Gabi Hueber-Lutz

Im Anschluss an die bestehende Kindertagesstätte soll auf einem Teil des Dantscher-Geländes die neue Kinderkrippe errichtet werden. Foto: Hueber-Lutz

Teugn.Die Gemeinde Teugn wird die Betreuungseinrichtung in der Ortsmitte erweitern. Bei seiner Sitzung am Montag beschloss der Gemeinderat zirka 1500 Quadratmeter Fläche vom Dantscher-Gelände für den Neubau einer Kinderkrippe zu kaufen.

Sie soll direkt im Anschluss an die bestehende Kindertagesstätte Taka-Tuka-Land gebaut werden. Die Entscheidung fiel relativ knapp mit 7:5 Stimmen.

Chance: Innerort zu entwickeln

Bürgermeister Manfred Jackermeier hielt ein Plädoyer für den Standort. Durch die Nähe zur bestehenden Einrichtung könne man Synergieeffekte nutzen. Zum Beispiel, wenn vom Personal jemand krank sei. Zum andern handle es sich hier um eine klassische Innerortsentwicklung. „Ich sehe das als Zentrum, das man weiterentwickeln sollte!“

Ein Knackpunkt dabei ist die Zufahrt. Hier zeigte Jackermeier eine neue Lösung auf. Die Zufahrt soll so gestaltet werden, dass die geplanten neuen Parkplätze vom Personal genutzt werden und der Personaleingang auf das dann erworbene Grundstück verlegt wird.

Weitere Themen im Gemeinderat

  • Gemeinderat Johann Listl von den Freien Wählern wird das Gremium verlassen. Für ihn wird Bernhard Merkl nachrücken. Er soll in der nächsten Sitzung vereidigt werden.

  • Bauanträge:

    Ohne Gegenstimme genehmigte der Rat den Bau eines Einfamilienhauses in der Lengfelder Straße. Einstimmig lehnte er den Bau einer Doppelgarage im Außenbereich ab.

  • Feuerwehr:

    Die Feuerwehr Teugn hat einen neuen Mercedes Benz Sprinter gekauft, die Gemeinde hat ihn ausgebaut. Nun wird er der Gemeinde von der Feuerwehr geschenkt.

  • Dorfweiher:

    Im Rahmen der kleinen Dorferneuerung soll der Dorfweiher saniert werden. Die notwendigen Untersuchungen sind abgeschlossen, so dass Zuschussanträge gestellt und Arbeiten ausgeführt werden können. 150 000 Euro sind dafür eingestellt. Hier werden u.a. ein Kneippbecken und ein Steg errichtet und Seniorenspielgeräte aufgestellt. (lhl)

Gleichzeitig soll als zweiter Eingang zur Kita der Eingang auf der Seite des Kagerbergs geöffnet werden. Martin Eisenreich sprach von einer „historischen Möglichkeit“ die Ortskernentwicklung voranzutreiben.

Marianne Wenisch plädierte aus der Sicht von Eltern für den Standort, da sie dann alle Betreuungseinrichtungen und die Schule beisammen hätten.

Andere favorisierten die Ansiedlung im Mischgebiet am Kreutweg. Das bringe eine Entzerrung des Verkehrs, sagte Fritz Zirngibl. Außerdem brauche man am Dantscher-Gelände einen Sicht- und Lärmschutz, der zusätzliche Kosten verursache.

Oswald Kaufmann war es wichtig, dass die Gemeinde das Recht bekomme, jederzeit durch den bestehenden Hof zur Kita zu fahren. Jackermeier sagte, man bekomme das gleiche Recht, das die Hinterlieger jetzt auch haben. Offensichtlich konnte das die Gemeinderäte der Freien Wähler und der Bayernpartei nicht überzeugen. Sie sprachen sich mit fünf Stimmen gegen den Standort aus.

Diskussion um Gärrestelager-Bau

Zu längeren Diskussionen führte der Antrag von Matthias Blümel auf Neubau eines Gärrestelagers südlich der vorhandenen Biogasanlage. Blümel selbst durfte bei diesem Punkt nicht mit abstimmen.

Die Anlage ist notwendig geworden, weil sich gesetzliche Bestimmungen geändert haben. Kaufmann sagte, er sei schon gegen die Biogasanlage gewesen und würde sich freuen, wenn das Gärrestelager woanders gebaut werden würde, weil in dem fraglichen Bereich „alles überfrachtet“ sei. Der Behälter solle da hin, wo dann später auch die Gülle hinkomme.

Auch Zirngibl war dagegen. Er sehe das als industriellen Betrieb und fragte nach den Belästigungen für die Teugner. Außerdem würden durch den Bau in dem hochsensiblen Gebiet alte Funde zerstört.

Eisenreich sprach sich für den Behälter aus. Die Gesamtsumme der Menge, die transportiert werde, bleibe gleich, und auch der Flächenverbrauch bleibe gleich, egal wo der Behälter stehe. „Das hat nichts mit Vergrößerung oder Mengenerweiterung zu tun!“ Das sei ein notwendiges landwirtschaftliches Vorhaben, wenn auch ein großes.

Stefan Kürzl hatte Probleme damit, dass mit dem neuen Lager in den Außenbereich gebaut werde und eine Produktionsstätte nun in einen landwirtschaftlichen Bereich komme. Mit 7:4 Stimmen genehmigte der Gemeinderat den Bauantrag.

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