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Montag, 19. Februar 2018 4

Schule

Man muss sich auch einmischen

Jugendschutzparcours an der Prälat-Michael-Thaller-Schule in Abensberg sensibilisierte für Themen wie Sucht und Konsum.

Gerda Kammerer sensibilisierte die Jugendlichen für Themen wie Sucht und Konsum. Foto: Schule

Abensberg. Jugendschutz besteht aus mehr als Gesetzen und Vorträgen. Wichtig ist für die Jugendlichen auch die aktive Auseinandersetzung mit Themen wie Sucht und Konsum. Darum ging es jetzt beim Jugendschutzparcours an der Prälat-Michael-Thaller-Schule.

Die Idee des Projektes Jugendschutzparcours „stop & go“ entstand im Jahr 2012 in der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz in Thüringen in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Ministerium. Im Frühjahr 2015 startete das Bundesmodellprojekt unter anderem auch in der Modellregion Bayern und wird insbesondere im schulischen Kontext sowie in der freien Jugendarbeit umgesetzt.

In einer ganztägigen ModeratorInnen-Schulung wird pädagogischen Fachkräften die Methodik vermittelt, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren durch den Jugendschutzparcours zu begleiten, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Themen orientieren sich an der Alltagswelt der Jugendlichen und fordern sie heraus, eigene Anregungen und Einwürfe zu formulieren.

So konnten sich in den vergangenen beiden Wochen die Schülerinnen und Schüler der 6. bis 9. Jahrgangsstufen an der Prälat-Michael-Thaller-Schule mit den Themenschwerpunkten Jugendschutzgesetz, Jugendmedienschutz, Sucht und Konsum auseinandersetzen. Im Rahmen der Jugendsozialarbeit an Schulen hatte Gerda Kammerer das Projekt an die Schule geholt und durchgeführt.

Dabei sei sie bei den meisten Schülern auf großes Interesse gestoßen, teilt Gerda Kammerer mit, denn die Methodik des Parcours rege die Jugendlichen zum Mitmachen und Nachdenken an, sowie zum Einmischen und Diskutieren. Sie erhielten den nötigen Spielraum, um eigene Erfahrungen zu schildern, aber auch Fragen aufzuwerfen.

Dabei habe sich in der Diskussion wiederholt gezeigt, dass Jugendschutz häufig auch an seine Grenzen stoße, gerade wenn Jugendschutzbestimmungen in der Öffentlichkeit fahrlässig umgangen, oder jedoch in den eigenen Familien nicht ernst genommen würden. Umso notwendiger sei es, die Jugendlichen über das Jugendschutzgesetz zu informieren, für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und die Eigenverantwortung im Zusammenhang mit Medien, Sucht und Konsum zu fördern. Dabei könne man auch vieles über die Lebenswelt der SchülerInnen erfahren, so Kammerer.

Gerade im häuslichen Bereich müssten die Verantwortlichen in ihrer Erziehungsarbeit unterstützt und gestärkt werden. Vor allem im Bereich digitaler Medienwelten seien neue Verantwortungsbereiche entstanden, deren Zuständigkeit maßgeblich den Erziehungsberechtigten obliege und die immer wieder neu hinterfragt werden müssten.

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